
Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.
Bedeutung
Marcus Tullius Cicero, der römische Staatsmann und Redner, formuliert in diesem Zitat eine Überzeugung über Freiheit und die Fähigkeit zur Muße: Ein Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann, ist kein freier Mensch. Das ist keine Einladung zur Faulheit, sondern eine Aussage über innere Freiheit: Wer immer tätig sein muss, immer funktionieren, nie innehalten kann, ist ein Getriebener – kein freier Mensch. Cicero, der selbst zwischen politischer Aktivität und philosophischer Zurückgezogenheit wechselte und den Wert des Otium kannte, beschreibt damit eine Bedingung echter Menschlichkeit.
Verwendung
Passend als Cicero-Zitat in Texten über Freiheit, Muße und die Notwendigkeit von Ruhe und Innehalten sowie für Beiträge über antike Philosophie, Work-Life-Balance und die Kunst des Nichtstuns. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Wert der Muße als Zeichen wahrer Freiheit.
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Über Marcus Tullius Cicero
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Römisch · 106 - 43 v. Chr.
Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) war der berühmteste Redner Roms, der 63 v. Chr. als Konsul die Verschwörung des Catilina niederschlug und dafür den Titel „Vater des Vaterlandes" erhielt.
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Als Schriftsteller galt Cicero schon in der Antike als stilistisches Vorbild „goldener" Latinität und begründete damit den Ciceronianismus. Philosophisch machte er sich vor allem als Vermittler griechischen Gedankenguts für die lateinischsprachige Welt verdient. Sein umfangreicher Briefwechsel, besonders die Briefe an Atticus, prägte nachhaltig die europäische Briefkultur.

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