1598 Sprüche — Seite 48
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Eine Gans, eine Frau und eine Ziege sind schlechte Dinge, wenn sie mager sind
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben.
Man sollte wirklich nur die zusammen leben lassen, die ohne einander sterben würden.
— Ludwig Anzengruber
Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strom des Lebens.
— Wilhelm Raabe
Nur wo Körper- und Geistestätigkeit in geordneter lebendiger Wechselwirkung stehen, ist wahres Leben.
— Friedrich Fröbel
Der Zeitraum Kindheit ist nicht die Vorbereitung auf das Leben, sondern das Leben selbst.
— Peter Rosegger
Damit's dir Spass macht, musst du dich schon bequemen, das Leben immerhin ein bisschen ernst zu nehmen
— Otto Erich Hartleben
Beim Schlafengehen sollten wir uns sagen: Ich habe gelebt und den mir vom Schicksal bestimmten Weg zurückgelegt. Wenn Gott uns noch einen Morgen schenkt, werden wir ihn mit dem Gefühl, dass uns u …
— Seneca
Zwischen Welt und Einsamkeit ist das rechte Leben. Nicht zu nah und nicht zu weit will ich mich begeben.
— Friedrich Rückert
Die Sparsamkeit ist die Kunst, aus dem Leben so viel wie möglich herauszuschlagen.
— George Bernard Shaw
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Ein zur Unzeit gesprochenes Wort kann ein ganzes Leben umstürzen.
— Menander
Wer Großes vollbringen will, muß handeln, als ob er ewig leben würde.
Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangen nehmen.
— Jean-Jacques Rousseau
Das Glück besteht darin, in dem zu Maßlosigkeit neigenden Leben das rechte Maß zu finden.
— Leonardo da Vinci
Abwechslung stärkt den Appetit
Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht auch gegeben hat.
— Sophokles
Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt, zu leben.
— Antoine de Saint-Exupéry
Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel, so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine Verzagtheit.
— Albert Schweitzer
Jeder Tag ist ein neues Leben, jedes Aufwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen ist eine kleine Jugend und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod ...
— Arthur Schopenhauer