Mai Sprüche
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Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß! Die du erwiesen, die vergiß!
Einem geschenkten Gaul, sieht man nicht ins Maul. Nimm's, die Haut ist dankenswert.
Nach St. Veit wendet sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'.
An Mariä Namen kommen die Schwalben zusammen.
Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold. (15. Nov.)
Am Neujahrstag Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
Markarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit. (04. Jan.)
Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr. (06. Jan.)
Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser. (06. Jan.)
St. Valentin nimmt die Feiertag hin. (07. Jan.)
St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag' in den Sack. (08. Jan.)
An Amalie Sonnenschein, bringt viel Korn und Weizen ein. (10. Jan.)
Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen. (16. Jan.)
Große Kälte am Antoniustag, manchmal nicht lange halten mag. (17. Jan.)
Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes Jahr. (17. Jan.)
Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. (03. März)
So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April. (13. April)
Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag. (23. April)
Wer freit Nachbars Kind, der weiss, was er find.
Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.
— Franz Emanuel August Geibel
Der Adler heckt keine Zeislein.
Kein Vieh verbüßt Gewette.
Man findet manchen Esel, der nie Säcke trug.
Seine Hühner legen Eier mit zwei Dottern.
Alte Krähen sind schwer zu fangen.
Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
Er sitzt wie eine Laus zwischen zwei Nägeln.
Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.
— August von Kotzebue
Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wie hoch auch ein Vogel fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.
Die Stimmung der äußeren Natur ist stets nur ein Spiegel unseres Gemüts.
— Peter Rosegger
Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Mit tiefer Ehrfurcht schau' ich die Schöpfung an, denn du, Namenloser, du schufest sie!
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.
— Robert Reinick
Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.
— Antoine de Rivarol
Die Kraft der Natur steckt auch in dir.
Das Huhn ist schlau und stellt sich dumm; beim Hahn, da ist es andersrum
Geht die Sonne auf im Westen, lässt der Bauer seinen Kompass testen.
Reinigt die Bäurin den Bauern die Pfeife, schmeckt der Tabak so komisch nach Seife!