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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 3

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.

    Oswald Spengler

  2. Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.

    Gottfried Keller

  3. Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.

    Christian Friedrich Hebbel

  4. Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Auch das beste Pferd kann nicht zwei Sättel tragen

  6. Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  7. Der Hund hat vier Beine, aber er kann nicht gleichzeitig auf vier Wegen gehen.

  8. Den Fuchs muss man mit Füchsen fangen.

  9. Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken: Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.

    Wilhelm Busch

  10. Wenn der Hund einmal Leder gefressen hat, ist kein Schuh mehr vor ihm sicher.

    Ludwig Anzengruber

  11. Der Fuchs kann seinen Schwanz nicht bergen.

  12. Versuche nie, ein Kamel von der Last seiner Höcker zu befreien, sonst befreist du es womöglich davon, ein Kamel zu sein

    Gilbert Keith Chesterton

  13. Obwohl jeder das Schicksal hat, einmal zu sterben, lege deinen Kopf nicht in den Rachen des Löwen.

    Saadi Moscharrefoddin

  14. Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.

    John Steinbeck

  15. Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strah …

    Théophile Gautier

  16. Der Hund ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das Sie mehr liebt, als sich selbst

    Joseph Billings

  17. Ein Hund versteht unsern Willen, weil wir aufrichtig sind mit ihm.

    Bettina von Arnim

  18. Eine milchende Kuh deckt den Tisch zu.

  19. Wenn Gott einen Hund misst, zieht er ein Band um das Herz statt um den Kopf.

  20. Wenn der Papagei auch gut spricht, bleibt er doch ein Vogel.

  21. Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.

  22. Das Kamel sieht seinen eigenen Höcker nicht, aber den seiner Brüder hat es immer vor Augen.

  23. Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt

    Thomas Jefferson

  24. Weißes Händchen und weißes Tätzchen, und keines von beiden die Krallen zeigt - reizendes Weib und reizendes Kätzchen necken sich, wenn der Tag sich neigt.

    Paul Verlaine

  25. Er ist Storch und Klappermaul.

  26. Sein Name lautet nicht länger 'wilder Hund', sondern 'bester Freund'

    Rudyard Kipling

  27. Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.

  28. Wer Dornen säht, darf sein Zelt nicht barfuß verlassen.

  29. Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.

  30. Möge die Kuh in deinem Stall dich nicht vor deinem Hahn wecken.

  31. Ein blöder Hund wird selten fett.

  32. An der Rede erkenne ich Toren, den Esel an den Ohren

    Bernhard Freidank

  33. Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus

    Abraham Lincoln

  34. Meine Freunde, bittet Gott um Fröhlichkeit, seid fröhlich wie die Kinder, wie die Vögel des Himmels. Die Sünde der Menschen soll euch nicht bekümmern, fürchtet euch nicht, daß sie euch an der Vollendu …

    Fjodor M. Dostojewski

  35. Wo man die Katze streichelt, da ist sie gern.

  36. Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.

  37. Kommt ein Ochse in fremdes Land, er wird doch für ein Rind erkannt.

    Bernhard Freidank

  38. Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz.

  39. Man soll die Bärenhaut nicht verkaufen, ehe der Bär gestochen ist.

  40. Keine Elster heckt eine Taube.

  41. Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.

  42. Ein Schlaufuchs kann auch auf einem Löwen reiten.

  43. Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?

  44. Selbst ein Lahmer kann in die Spur des Tigers treten.

  45. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  46. So wie ein Hund unfähig ist, sich einen Wurstvorrat anzulegen, so sind Sozialdemokraten unfähig, Geldvorräte anzulegen.

    Franz Josef Strauß

  47. Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht

    Johann Nepomuk Nestroy

  48. Je höher der Affe steigt, je mehr er den Hintern zeigt.

  49. Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück; sie werden durch dieselben Gemütsbewegungen betroffen wie wir.

    Charles Robert Darwin

  50. Ein Steckenpferd frisst mehr als zehn Ackergäule.

  51. Geh lieber nach Hause und mache ein Netz, als dass du im Teich nach Fischen tauchst.

  52. Ein Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Tier.

    Edmund Burke

  53. Vielleicht stände es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen!

    George Bernard Shaw

  54. Unmenschen gibt es, aber keine Untiere

    Karl Julius Weber

  55. Die Jägerei ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit

    Theodor Heuss

  56. Einigkeit beim Vieh macht, dass der Löwe sich hungrig hinlegen muß.

  57. Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und handelt im Menschen.

  58. Wenn du einen Ziegenbock betrunken machst, läuft er geradewegs in den Wald, um dem Wolf einmal seine Meinung zu sagen.

  59. Schämen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit …

    Albert Einstein

  60. Die Katzen halten keinen für eloquent, der nicht miauen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach