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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 4

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Die Katzen halten keinen für eloquent, der nicht miauen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Der Mensch, biologisch gesehen, ist das furchtbarste aller Raubtiere, und das einzige, das seine eigene Gattung anfällt.

    William James

  3. Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder

    Leonardo da Vinci

  4. Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde -, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.

    Christian Morgenstern

  5. Das eigentliche Geheimnis des Vogelflugs ist in der Wölbung des Vogelflügels zu erblicken.

    Otto Lilienthal

  6. Auch mit einem kleinen Haken kann man große Fische fangen

  7. Wenn einer, der mit Mühe gestiegen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vöglein wär, so irrt sich der.

    Wilhelm Busch

  8. Es ist unzulässig, dass Wissenschaftler Tiere zu Tode quälen. Laßt die Ärzte mit Journalisten und Politikern experimentieren

    Henrik Johan Ibsen

  9. Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel? Ich sage dir, sie sind lange vor uns dort.

    Robert Louis Stevenson

  10. Eine Gans, eine Frau und eine Ziege sind schlechte Dinge, wenn sie mager sind

  11. Zu einem Schäferstündchen gehören vor allem eine Schäferin und ein Hammel.

    Max Pallenberg

  12. Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen

    August Strindberg

  13. Das Huhn war die Idee des Eis, wie man mehr Eier erzeugt.

    Samuel Butler

  14. Nur ein ruhendes Gewässer wird wieder klar.

  15. Ich habe noch nie einen hinterlistigen Menschen mit einem treuen Hund kennengelernt.

    James Gardner

  16. Schönheit des Körpers hat etwas Tierisches, wenn sie geistlos ist.

    Demokrit

  17. Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

    Mark Twain

  18. Die Vögel verlassen die Erde mit ihren Flügeln. Auch die Menschen können die Erde verlassen, zwar nicht mit Flügeln, aber mit ihrem Geist.

  19. Wir sind nur Würmer, doch dazu geboren, ein himmlischer Schmetterling zu werden.

    Dante Alighieri

  20. Ist kein Tiger mehr in den Bergen, nennt sich der Affe selbst König.

  21. Selbst die Ameise ist sechs Fuss hoch - an ihrem eigenen Fuss gemessen.

  22. Ich wollt, ich wär ein Elefant, dann könnt ich jubeln laut. Mir wär's nicht um das Elfenbein, nein, um die dicke Haut!

  23. Wer fürchtet, dass die Biene sticht, erntet auch den Honig nicht.

  24. Nur Dummköpfe und Spinnen produzieren aus sich selber heraus.

    Clemens Brentano

  25. Wenn die Schafe gezählt sind, frisst sie der Wolf.

  26. Wenn man durch Arbeit zu Reichtum gelangen könnte, gehörten die Mühlen den Eseln.

  27. Wenn eine Ratte sterben will, beißt sie die Katze in den Schwanz.

  28. Der Hund ist die Tugend, die sich nicht zum Menschen machen konnte.

    Victor-Marie Hugo

  29. Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen, aber nicht das kleinste Haar auf deinem Kopf, wenn es fallen will.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  30. Der Adler fängt keine Mücken

  31. Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel.

  32. Im Fleiß kann dich die Biene meistern, in der Geschicklichkeit ein Wurm dein Meister sein, dein Wissen teilest du mit vorgezogenen Geistern, die Kunst, o Mensch, hast du allein.

    Friedrich von Schiller

  33. Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nü …

    Leonardo da Vinci

  34. Ein Hund, der bellt, ist mehr wert, als ein ein Mensch, der lügt.

    Henry de Montherlant

  35. Ein langer Weg prüft ein Pferd auf seine Stärke, die Zeit einen Menschen auf seinen Charakter.

  36. Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt.

    Gustav Walter Heinemann

  37. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  38. Man kann die Tiere in geistvolle und begabte Personen einteilen: Hund und Elefant zum Beispiel sind geistreiche, Nachtigall und Seidenwurm begabte Leute

    Antoine de Rivarol

  39. Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Es ist jedesmal ein anderer.

  40. Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.

  41. Ich brauch, dass mein Haus gedeiht: Eine Frau, vergnügt und gescheit, eine Katz, die auf Büchern sich rollte. Und Freunde zu jeder Zeit, ohne die ich nicht leben wollte.

    Guillaume Apollinaire

  42. Es wird vielen Leuten lächerlich sein, und manchen frommen Christen ärgerlich, dass wir auf einen Hund so viel Rücksicht nehmen.

    Adalbert Stifter

  43. Man kann kein Tigerjunges fangen, ohne sich in die Höhle des Tigers zu wagen.

  44. Bis die Kuh keinen Schwanz mehr hat, weiß man nicht, wozu er gut war.

  45. Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.

    Lü Bu We

  46. Man muss eher prüfen, mit wem man isst und trinkt, als was man isst und trinkt. Denn ohne einen Freund ist das Leben wie das Fressen von Löwe und Wolf.

    Epikur

  47. Menschen kennen nicht ihre Fehler, Ochsen nicht ihre Stärke.

  48. Ein regenloses Jahr ist wie eine Mutter, deren Tochter starb

  49. Die See kann nicht mit einem Scheffel gemessen werden.

  50. Lehre den Hund zu schnappen und bald wird er dich beißen.

  51. Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.

  52. Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.

    Victor-Marie Hugo

  53. Das Reh springt hoch, das Reh springt weit. Das kann es tun - es hat ja Zeit!

  54. Ein neues Netz fängt keinen alten Vogel.

  55. Ein Kaktus, der laufen kann, ist kein Kaktus, sondern ein Igel.

  56. Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen

  57. Bei Nacht sind alle Katzen grau

  58. Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Bertolt Brecht

  59. Wenn Teufel beten und Engel fluchen, wenn Katz und Mäuse sich besuchen, wenn alle Mädchen keusch und rein, dann hör ich auf, dein Freund zu sein!

  60. Alle Kreaturen Gottes sind wunderschön, manche schmecken nur besser als andere.