Sprüche über Tiere
1063 Sprüche — Seite 2
Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.
Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.
Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?
— Arthur Schopenhauer
Wenn du mit den Tieren sprichst, lernst du sie kennen. Wenn du nicht mit ihnen sprichst, lernst du sie nicht kennen. Was du nicht kennst, davor fürchtest du dich. Was du fürchtest zerstörst du.
Darum beneide ich die Tiere - sie wissen nicht, was über sie geredet wird.
— Voltaire
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken...
— Novalis
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe, ich schwör's euch.
— Rainer Maria Rilke
Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?
Wer Tiere quält ist unbeseelt, weil Gottes guter Geist ihm fehlt
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn man mit blossem Geschrei ein Haus bauen könnte, so hätte ein einziger Esel längst eine ganze Stadt errichtet.
— Abraham a Sancta Clara
Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt - durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.
— Ernest Miller Hemingway
Was den Menschen vom Tier unterscheidet, sind seine Geldsorgen.
— Jules Renard
Hunde haben ein Herrchen oder Frauchen, Katzen haben Personal
Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mir der Sache der Menschen.
— Emile Zola
Was der Anzug für den Menschen, ist der Sattel für das Pferd.
Wenn es vor Frühlingsanfang Gewitter gibt, folgen 49 Tage schlechtes Wetter.
Der Geist läßt uns zu Göttern werden, das Fleisch zu Tieren.
— Erasmus von Rotterdam
Wo haben wir miteinander die Säue gehütet?
Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln.
— Berthold Auerbach
Dass die Vögel des Kummers und der Sorge über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.
Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen.
— Christian Friedrich Hebbel
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit.
— George Bernard Shaw
Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen
— Arthur Schopenhauer
Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich.
— Otto von Bismarck
Es ist kein Fisch ohne Gräten und kein Mensch ohne Mängel.
— Julius Wilhelm Zincgref
Wenn ein einziger Hund anfängt, einen Schatten anzubellen, machen zehntausend Hunde daraus eine Wirklichkeit.
Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.
— Jules Renard
Das Meer noch niemals größer ward, weil eine Gans das Wasser spart.
— Bernhard Freidank
Wenn ein "Bart tragen" Weisheit bedeutet, dann wäre ein Ziegenbock auf gleichem Niveau mit Plato.
— Lukian
Alles, was schön ist, bleibt auch schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.
— Maxim Gorki
Um einen Schmetterling lieben zu können, müssen wir auch ein paar Raupen mögen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müßten, das sie verzehren.
— Bertha Freifrau von Suttner
Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.
— Wilhelm Busch
Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum
Wenn die Maus die Katze auslacht, ist bestimmt ein Loch in der Nähe.
Es ist besser, ein junger Spatz zu sein als ein alter Paradiesvogel.
— Mark Twain
Wir geben dem Hund das, was übrig bleibt an Zeit, Raum und Liebe, doch der Hund gibt uns alles, was er hat
Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen, als ein Löwe der Mücke
— Selma Lagerlöf
Nur einmal geht der Fuchs in die Falle
Lieber ein Ei im Frieden als eine Henne im Krieg.
Ohne Hirten wird aus Schafen nie eine Herde.
Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.
Wo es der Brauch ist, da legt man die Kuh ins Bett.
Die meisten Hühner werden schon als Eier in die Pfanne gehauen!
Auch der beste Gaul stolpert einmal
Ich bin überzeugt, dass Hunde im Grunde denken, die Menschen seien verrückt.
— John Steinbeck
Die Ankunft eines guten Clowns ist für eine ganze Stadt heilsamer, als die Ankunft von 30 mit Medikamenten beladenen Eseln.
— Thomas Sydenham
Die Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden, weil der Mensch offenkundig der Komischere der beiden Kreaturen ist.
— James Thurber
Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.
— Abraham Lincoln
Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.
— Martin Luther
Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist; das Tier lacht nicht.
— Gottfried Keller
Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist.
Auch das kleinste Katzentier ist ein Meisterwerk
— Leonardo da Vinci
Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Wal ist stumm, das Reh ist scheu, die Kuh ist dumm, und ich bin treu!
Der alte Rabe lacht über die Schwärze des Schweins, weiß aber nicht wie hässlich er selber ist.
Wer den Fuchs fangen will, muss mit den Hühnern aufstehen
Die Krabbe ist in ihrem Loch ein großer Herr.
Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.
— Kurt Tucholsky
Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte. Dauernd die Flasche am Hals, und niemals trinken dürfen!
— Joachim Ringelnatz
Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
— Albert Schweitzer