
Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.
Bedeutung
Wilhelm Busch beschreibt mit dem Bild des Gartens eine weise Einsicht über die innere Struktur des Lebens: Wer von der Natur Schönes geschenkt bekommt, erhält immer auch die dazugehörigen Widrigkeiten direkt dazu. Rosen und Raupen, Freude und Ärger, Schönheit und Mühe gehören untrennbar zusammen und lassen sich nicht voneinander trennen. Der Spruch plädiert für echte Gelassenheit gegenüber kleinen Unannehmlichkeiten, die jedes Lebensgeschenk notwendig und unvermeidlich begleiten.
Verwendung
Passend für Texte über Gelassenheit, Akzeptanz und ganzheitliche Lebensphilosophie im Alltag. Eignet sich für Gartenmagazine ebenso wie für persönliche Reflexionen über das Annehmen des Unvollkommenen. Gut als tröstlicher Impuls bei kleinen Ärgernissen oder als nachdenkliches Zitat in Reden über die Natur des Glücks und sein Verhältnis zum Unvollkommenen.
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Über Wilhelm Busch
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1832 - 1908
Wilhelm Busch (1832–1908) schuf mit Max und Moritz und Die fromme Helene Bildergeschichten, deren Zweizeiler wie „Vater werden ist nicht schwer" zu deutschen Redewendungen wurden.
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Als Pionier des Comics veröffentlichte Busch seine ersten Bildergeschichten ab 1859; seit den 1870er Jahren war er in ganz Deutschland berühmt. Satirisch nahm er darin Spießbürger-Doppelmoral und geistliche Frömmelei aufs Korn. Privat lebte der verschlossene Maler – beeinflusst von niederländischen Meistern – jahrzehntelang zurückgezogen in der Provinz und bezeichnete seine weltberühmten Werke selbst nur als „Schosen".
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