Sprüche über Tiere
1063 Sprüche — Seite 8
Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.
Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.
Kein Vieh verbüßt Gewette.
Alte Böcke - steife Hörner.
Seine Hühner legen Eier mit zwei Dottern.
Der Bock weiss, dass er Hörner hat.
Bellet ein Hund, so klaffen sie alle.
Bär und Büffel können keinen Fuchs fangen.
Affen sind Affen, wenn sie schon Chorröcke tragen.
Adler haben große Flügel, aber auch scharfe Klauen.
Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Hunde, die einen Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken.
An fremden Hunden riechen die andern.
Der Adler heckt keine Zeislein.
Begoßne Hunde fürchten das Wasser.
Hundsbiß heilt Hundshaar.
Er muss es hinnehmen, als wenn ihn ein Hund gebissen hätte.
Laß einen Hund sorgen, der bedarf vier Schuhe.
Von großer Arbeit starben die Pferde.
Kommt, lasst uns ausspazieren, zu hören durch den Wald die Vögel musizieren, dass Berg und Tal erschallt.
— Martin Opitz
Bei Licht besehen ist auch ein Leithammel nur ein Schaf.
— Ernst Hohenemser
Der liebe Gott hat es gewollt, dass die Mück' uns stechen sollt'. Es wär zu schön auf dieser Welt, wenn die Mück' im Sommer fehlt.
Gute Katzen mausen daheim und in anderen Häusern.
Hat die Katze Junge, so lernt sie mausen.
Wenn Ärger, Not und Kummer und Sorgen dich bedrängen: Kopf hoch! Nur Fledermäuse lassen sich hängen.
In meinem Herzen hab ich Raum für Katze, Hund und Fisch. Ich liebe Igel, Maus und Pfau - jedoch am meisten dich!
Wenn die Katze Unglück haben soll, bleibt ihr die Maus im Halse stecken.
Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
Alte Krähen sind schwer zu fangen.
An den Federn erkennt man den Vogel
Wer wilde Katzen fangen will, muss eiserne Handschuhe haben!
Der geringe Schaden, welchen der Igel anrichtet, kann gegenüber dem von ihm gebrachten Nutzen kaum in Betracht kommen, zumal jener noch keineswegs genügend erwiesen ist.
— Alfred Edmund Brehm
Ein guter Hirt schert die Schafe, schindet sie aber nicht.
— Jean Baptiste Colbert
Eine Katze hat neun Leben, wie die Zwiebel und das Weib sieben Häute.
Der Hund, der den Hasen aufspürt, ist so gut, als der ihn fängt.
Gebrühte Katze scheut auch kaltes Wasser.
Wie gern frißt die Katze Wurst; wenn sie nur die Haut hätte!
Wenn die Katze einmal einen Vogel frißt, so muss sie immer hören Katz vom Vogel.
Die Katze will auch Bratwürste.
So kriegte die Katze den Speck nicht.
Vertraue Allah, aber binde das Kamel fester an.
Menschen essen alle Arten von Fischen, aber dem Hai machen sie einen Vorwurf daraus.
Greift man den Hund beim Schwanz, so knurrt er.
Die ideale Frau sollte aussehen wie ein junges Mädchen, denken wie ein Mann und arbeiten wie ein Pferd.
— William Somerset Maugham
Wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben
— Franz von Assisi
Pferdeverstand: das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.
— Oscar Wilde
In Sand lege die Erdnuß, auf Lehm säe Weizen.
Wenn du den Hahn einsperrst, geht die Sonne doch auf.
Es ist ein wahres Glück, dass der liebe Gott die Fliegen nicht so gross wie die Elefanten gemacht hat, sonst würde uns sie zu töten viel mehr Mühe machen, und auch weit mehr Gewissensbisse.
— Christian Morgenstern
Um Fleiss und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe
Schakale und Wölfe versperren den Weg. - Schurken sind an der Macht!
Es ist doch gemein, Wasserflöhe ins Aquarium zu tun. Wo sich die armen Fische nicht kratzen können.
Möge die Katze dir nicht in den Milchtopf treten, der Hund den Butternapf nicht umstoßen, die Maus den Schinken nicht riechen. Mögest du Nachsicht haben mit der Tollpatschigkeit der Tiere, so wie …
Geschäftig wie eine Katze, die sieben Töpfe zugleich zu lecken hat.
Wer für die Katz arbeitet, kommt bald auf den Hund.
Zieht ein Gewitter auf vom Berg, pfeift der Wind durch die Burg.
Es heisst, dass die Natur die Schweine geschaffen hat, damit wir schlemmen können.
Schon wer nur ein kleines Lichtlein in der Dunkelheit anzündet, lockt die Mücken an
— Franz von Sales
Solange der Esel trägt, ist er dem Müller lieb.
Katze: weicher, unzerstörbarer Automat, von der Natur erschaffen, damit wir danach treten können, wenn in der Familie etwas schiefgeht.
— Ambrose Bierce
Der Igel ist der Kaktus des Tierreichs.
— Ambrose Bierce
Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.
— Adam Smith