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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 6

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Das Tier kann sich langweilen, aber nur der Mensch denkt darüber nach.

    Oswald Spengler

  2. So wie die großen Sphinxen, in nobler Haltung durch die Ewigkeit durch lauernd auf dem heißen Wüstensand, so starren Katzen sorglos ins Nichts, ruhig und weise.

    Charles Baudelaire

  3. Erstlich das Haus und das Weib und den pflügenden Ochsen bedarf man.

    Hesiod

  4. Zahme Vögel singen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.

    Bertolt Brecht

  5. Keine Beleidigung würde mich so hart treffen, wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.

    James Gardner

  6. Mit einem wilden Löwen ist es leichter, dauerhaft Freundschaft zu halten, als mit einem Menschen, der neugierig ist.

  7. Um eines kleinen Bissens Fleisches willen berauben wir eine Seele des Lichtes und der Spanne von Zeit, in die sie hineingeboren wurde, sich daran zu erfreuen.

    Plutarch

  8. Sollen dich die Dohlen nicht umschrei'n, musst du nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.

    Marcus Tullius Cicero

  10. Über Schnee kann ein Schmetterling nicht urteilen.

  11. Gib einem Bär Honig, und du wirst deinen Arm einbüßen, wenn das Vieh Hunger hat!

    Bertolt Brecht

  12. Zwei Täubchen am Bache, zwei Täubchen am See, die küssten sich leise und sagten: Ade!

  13. Überall ist Ewigkeit. Wenn du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse, wenn du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse.

    Franz Grillparzer

  14. Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste

    Theodor Heuss

  15. So viel Dornen ein Rosenstock, so viel Haare ein Ziegenbock, so viel Flöh ein Pudelhund, so viel Jahre bleib gesund.

  16. Mensch und Hund ergänzen sich hundert - und tausendfach. Mensch und Hund sind die treuesten aller Genossen

    Alfred Edmund Brehm

  17. Der Fuchs macht sich die Macht des Tigers zunutze.

  18. Der Kampf um die Führung lag in seiner Natur, denn ein namenloser, unfassbarer Stolz der Fährte und der Spur erfasste ihn - jener Stolz, der Hunde dazu verführt, voll Freude im Geschirr zu sterben, …

    Jack London

  19. Die Rehlein sind munter, die Vöglein sind froh, und du, liebe ............ mach's ebenso.

  20. Jedes Tierchen, selbst das Kleinste, hängt an seinem bißchen Leben.

  21. Mancher rauft den toten Löwen beim Bart, der ihn lebend nicht ansehen durfte.

  22. Die Henne ist der Umweg des Ei's, ein anderes Ei zu erzeugen.

    Laurence Sterne

  23. Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.

  24. Adler brüten keine Tauben.

  25. Zeit ist eine verspielte Katze. Sie umschmeichelt einen und schlabbert den Tag auf wie eine Schale Milch

    Henry Ford

  26. Unser Herrgott hat des öfteren seine schönsten und größten Gaben dem gemeinsten Tier gegeben. Nur die Menschen suchen sie dort nicht.

    Martin Luther

  27. Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise. Gesellschaft braucht der Tor und Einsamkeit der Weise.

    Friedrich Rückert

  28. Die Gänse werden im Herbst unruhig, denn ihr Blut erinnert sich, dass es Zeit ist zu ziehen.

    August Strindberg

  29. Eine Krähe sitzt gern bei der anderen.

  30. Ging ein Hund tausend Stund zur Kirche, er wär doch ein Hund.

    Bernhard Freidank

  31. Der Wunsch, Medikamente einzunehmen, ist vielleicht das größte Charakteristikum das den Menschen vom Tier unterscheidet.

    William Osler

  32. Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen.

    August Strindberg

  33. Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.

    Benjamin Franklin

  34. Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier

    Henry Ford

  35. Durch Geschwätz verrät die Elster ihr Nest.

  36. Uns Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten - nicht jedoch den Esel

    Winston Churchill

  37. Der Baum kann sich den Vogel nicht aussuchen, der auf ihm landet.

  38. Wir geben den Kühen Futter, dafür geben sie uns Milch und Butter.

  39. Ein böses Weib ist für Ehemann eine große Plage. Es ist wahrlich besser, unter Tigern und Löwen, unter Bären und Wölfen zu leben als mit einem bösen Weibe.

    Abraham a Sancta Clara

  40. Man kann nicht die Kuh verkaufen und die Milch behalten.

  41. Wirf einen vom Glück begünstigten Mann ins Meer, und er wird mit einem Fisch im Mund wieder herauskommen

  42. Lieber die Motten in den Kleidern als die Ehre in Schuldscheinen.

  43. Heraus mit den wilden Katzen aus dem Sack!

  44. Immer munter und frisch wie im Wasser der Fisch, wie im Kleefeld der Has, wie der Heuschreck im Gras, wie das Entlein im See, wie das Füchslein im Schnee, wie das Fröschlein am Bach, wie der Spatz …

  45. Ein Esel, der Bücher trägt, ist noch lange kein Doktor.

  46. Bei sich zu Hause ist der Hund am stolzesten.

  47. Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur.

    Epikur

  48. Aus der Blume, aus der die Biene Honig saugt, saugt die Spinne Gift.

  49. Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht. Die Quelle rinnt, und fragt nicht, wem sie rauscht. Die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt. O sorge, Freund, dass gleiches Tun dir glückt …

    Julius Sturm

  50. Ein Ochs, der viel brüllt, zieht wenig

  51. Wer hat es den Läusen so bald gesagt?

  52. Wo Frösche sind, da sind auch Störche.

  53. Verjage die Fliege von der Stirn deines Freundes nicht mit dem Beil.

  54. Gute Tiere, spricht der Weise, musst du züchten, musst du kaufen, doch die Ratten und die Mäuse, kommen ganz von selbst gelaufen.

    Wilhelm Busch

  55. Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.

  56. Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.

    Hildegard von Bingen

  57. Zu einem Hund, der Geld hat, sagen die Leute "Herr Hund"

  58. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein und wo ich bleibe, da soll …

    Martin Luther

  59. Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

    Daniel Defoe

  60. Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.

    Mark Twain