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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 7

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse

  2. Wir müssen danach streben, Natur, Gebäude und Menschen in einer höheren Einheit zusammenzubringen.

    Le Corbusier

  3. Froh hupft der Floh. - Vermutlich bleibt es noch lange so.

    Wilhelm Busch

  4. Gerät ein Tiger aufs flache Land, wird er sogar von Hunden gefoppt.

  5. Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte

    Francesco Petrarca

  6. Männer, die zur Schmetterlingsjagd tendieren, haben meist schlechte Erfahrungen mit Frauen hinter sich.

    David Herbert Lawrence

  7. Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht.

    Theodor Fontane

  8. Wenn der Fuchs die Gänse lehrt, so ist ihr Kragen sein Schulgeld.

  9. Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!

    Leonardo da Vinci

  10. Ein Floh auf der Schlafmatte ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste.

  11. Wenn man den Kater streichelt, so reckt er den Schwanz aus.

  12. Selbst ein Drache nimmt nur einen Weg, den er kennt.

  13. Sind des Schäfchens locken Braun, lehnt es am Elektrozaun. Und wenn es dann noch mit den Augen rollt, will es sagen zuviel Volt.

  14. Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.

    Jean Paul

  15. Nach einem Jahr gleicht der Hund seinem Herrn

  16. Sind des Schäfchens Locken braun, lehnt es am Elektrozaun.

  17. Weil der Elefant groß und fett ist, hat er auch große Sorgen.

  18. Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist.

    Ulrich Zwingli

  19. Der Mensch ist ein Raubtier mit manchmal humanen Ansätzen

    Friedrich Dürrenmatt

  20. Die Sehnsucht des Schwans ist dem Finken fremd.

  21. Junge Elster lernt ihr Hüpfen von der alten.

  22. Dreitägiger Fisch taugt auf keinen Tisch.

  23. Das letzte Wort über die Wunder des Hundes ist noch nicht geschrieben.

    Jack London

  24. Es gibt Gänse, die einen Fuchs zur Strecke bringen

  25. Jeder meint, sein Kuckuck singe besser als des andern Nachtigall.

  26. Lieber träumen unter Bäumen, als schaffen unter Affen!

  27. Ein blindes Huhn findet auch ein Korn

  28. Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …

    Wolfgang Menzel

  29. Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.

    Hugo von Hofmannsthal

  30. Sobald die Frau aus dem Mann einen Esel gemacht hat, redet sie ihm ein, er sei ein Löwe mit eisernem Willen.

    Honoré de Balzac

  31. Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Fehler.

  32. Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrund.

    Friedrich Nietzsche

  33. Läßt sich die Katze streicheln, ist sie schon mehr bei Leuten gewesen.

  34. Der Fuchs weiß viel, doch der ihn fängt, weiß mehr.

  35. Wie hoch auch ein Vogel fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.

  36. Vögel von gleichen Federn fliegen gern beisammen.

  37. Klein Pferd, kleine Tagesreise. Langes Pferd, kurzer Ritt.

  38. Zwei Pferde, ein Kutscher, vier Bestien.

  39. Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.

    Baltasar Gracián y Morales

  40. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol

  41. Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.

    Franz Grillparzer

  42. Er sitzt wie eine Laus zwischen zwei Nägeln.

  43. Narren verhalten sich zu Ehemännern wie Sardellen zu Heringen: der Ehemann ist der größte von beiden.

    William Shakespeare

  44. Reihet euch, sagte der Bauer: da hatt' er eine Kuh im Stall.

  45. Begoßne Hunde fürchten das Wasser.

  46. Der Bock weiss, dass er Hörner hat.

  47. Bellet ein Hund, so klaffen sie alle.

  48. Bär und Büffel können keinen Fuchs fangen.

  49. Affen sind Affen, wenn sie schon Chorröcke tragen.

  50. Adler haben große Flügel, aber auch scharfe Klauen.

  51. Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  52. Hunde, die einen Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken.

  53. An fremden Hunden riechen die andern.

  54. Der Adler heckt keine Zeislein.

  55. Von großer Arbeit starben die Pferde.

  56. Gute Katzen mausen daheim und in anderen Häusern.

  57. Der liebe Gott hat es gewollt, dass die Mück' uns stechen sollt'. Es wär zu schön auf dieser Welt, wenn die Mück' im Sommer fehlt.

  58. Bei Licht besehen ist auch ein Leithammel nur ein Schaf.

    Ernst Hohenemser

  59. Kommt, lasst uns ausspazieren, zu hören durch den Wald die Vögel musizieren, dass Berg und Tal erschallt.

    Martin Opitz

  60. Er muss es hinnehmen, als wenn ihn ein Hund gebissen hätte.