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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 18

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Auch der größte Hund war einmal ein Welpe

    Joaquin Miller

  2. Wenn mein Hund aufwacht, kann ich an seinem Blick erkennen, ob er von mir geträumt hat.

    James Gardner

  3. Des reichen Mannes Beschützer, des armen Mannes Freund, mit seinem Herrn auf ewig treu vereint.

    George Crabbe

  4. Gänse wollen immer im Nassen sein, lebendig im Wasser und tot im Wein.

    Giovanni Visconti

  5. Wenn ein Hund um nichts bellt, bellen zehntausend andere aus vollem Halse mit.

  6. Das Kalb braucht nicht die Botanik zu studieren, um zu lernen, sein Futter zu finden, und der Wolf verzehrt seine Beute, ohne an ihre Unverdaulichkeit zu denken.

    Jean-Jacques Rousseau

  7. Der Hirsch lebt auf dem Berg, aber sein Schicksal hängt in der Küche.

    Lü Bu We

  8. Dem Vogel ein Nest, der Spinne ein Netz, dem Menschen - Freundschaft

    William Blake

  9. Nicht alle Tiere fressen Heu.

  10. Auch die Fische des Königs haben Gräten

  11. Das Miauen der Katze ist das Glück der Mäuse

  12. In einem Schafstall kann ein Kalb König sein.

    Charles-Louis de Montesquieu

  13. In schnellem Wasser ist gut Fische fangen

  14. Selbst Tiger und Wolf kennen Vater und Sohn, selbst Bienen haben ihre Königin

  15. Der kleine Vogel im Sturm - nichts vermag ihn zu erschrecken, weder Wind noch Regen. Er weiß, dass hinter den Wolken seine Sonne immer noch scheint.

    Theresia von Lisieux

  16. Es gibt unglaublich starke Persönlichkeiten. Wären sie Kaninchen, hätten sogar Python-Schlangen vor ihnen Respekt

    Karl-Heinz Karius

  17. Alles, was lebt, braucht Erfolg. Jeder Halm, jede Knospe, jeder Baum, jedes Tier, jeder Mensch - ob jung oder alt.

    Nikolaus B. Enkelmann

  18. Den Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken, ist auch nicht gefährlicher, als ihn von einer Frau streicheln zu lassen.

    David Herbert Lawrence

  19. Noch nie habe ich ein wildes Tier gesehen, das Mitleid mit sich selbst hatte.

    David Herbert Lawrence

  20. Einer der Unterschiede zwischen Hund und Mensch besteht darin, dass man sich in der Not auf diesen niemals, auf jenen aber immer verlassen kann.

    Georges-Louis Leclerc de Buffon

  21. Wer ein Ei stiehlt, stiehlt auch ein Kamel

  22. Die Nachtigall mag mühen sich sehr, brüllt ein Ochse oder ein Esel daher.

    Bernhard Freidank

  23. Es badet sich die Kräh mit allem Fleiß und kann doch niemals werden weiß.

    Bernhard Freidank

  24. Wenn einer im Delirium tremens immer Ratten sieht, ist er deshalb noch lange kein Naturforscher

    Gilbert Keith Chesterton

  25. Von allen Tieren erlangt nur die Katze das rechte Sichversenken. Sie betrachtet das Rad des Lebens von außen, wie Buddha.

    Andrew Lang

  26. Das verspielte Kätzchen, das wie ein kleiner Tiger umherspringt, ist um Welten amüsanter, als die Hälfte der Menschen, mit denen es zusammenleben muss.

    Lady Sydney Morgan

  27. Ich bin sicher, dass Katzen auf einer Wolke gehen könnten ohne durchzufallen.

    Jules Verne

  28. Katzen lieben Menschen viel mehr als sie zugeben wollen, aber sie besitzen soviel Weisheit, dass sie es für sich behalten.

    Mary E. Wilkins Freeman

  29. Ein Kätzchen ist für die Tierwelt, was eine Rosenknospe für den Garten ist.

    Robert Southey

  30. Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.

    Hippolyte Taine

  31. Wer lauter große Dinge sehen will, muss sich zu einer Mücke wünschen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  32. Um die Natur zu erkennen, muss man ihre Geschöpfe verstehen. Um ein Geschöpf zu verstehen, muss man in ihm den Bruder sehen.

    Manfred Kyber

  33. Wenn der Mensch wüsste, dass Tiere sprechen können, würde er ihnen dann zuhören? Denn die Menschen glauben, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund. Es ist nur eine Stufe im Rad des Lebens. Denn …

    Manfred Kyber

  34. Die Tiere fliehen den Menschen, weil sie Gottes Bildnis im Menschen nicht mehr erkennen können.

    Manfred Kyber

  35. Niemand kommt sich so hilflos vor wie der Besitzer eines kranken Goldfisches

    Kin Hubbard

  36. Die Pferde rennen nach dem Lohn, und die Esel erhalten ihn.

    Franz Emanuel August Geibel

  37. Für den Maulwurf ist die Welt nicht größer und weiter als seine Gänge.

    August Pauly

  38. Weltgeschichte macht es wie die Bauern, wenn sie Pferde nicht haben kann, lässt sie ihren Wagen durch Ochsen ziehen.

    August Pauly

  39. Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.

    August Pauly

  40. So wie der Igel mit dem Rüsselchen, kommt der Bürokrat schon mit dem Zöpfchen zur Welt.

    August Pauly

  41. Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.

    August Pauly

  42. Wer Pech hat, den beisst der Hund auch, wenn er ein Kamel reitet.

  43. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber ein Kamel macht eine Wüste!

    Alfred Capus