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Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist

Spruchbild: Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist;  das Tier lacht nicht.

Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist; das Tier lacht nicht.

Bedeutung

Keller verbindet Lachen mit Geist. Zum Lachen braucht es mehr als einen äußeren Reiz; Humor setzt Wahrnehmung, Abstand, Überraschung und eine Art geistige Beweglichkeit voraus. Die Aussage, das Tier lache nicht, ist zugespitzt und aus heutiger Sicht eher philosophisch als biologisch zu lesen. Gemeint ist nicht Tierabwertung, sondern die Vorstellung, dass menschliches Lachen zugleich Einsicht, Spiel, Distanz, Sprache, Urteil, Freiheit, Selbstbeobachtung und Bewusstsein berührt.

Verwendung

Passend für Texte über Humor, Kultur, Literatur, Anthropologie oder die geistige Seite des Lachens. Der Spruch eignet sich, wenn Lachen nicht nur als Reflex, sondern als Ausdruck von Geist betrachtet werden soll. Bei tierkundlichen Kontexten braucht er eine historische und philosophische Einordnung.

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Über Gottfried Keller

Über den Autor

Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890

Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.

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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.

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