
Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort greift die Elster – seit jeher ein Symbol für Diebstahl, Schlauheit und Unzuverlässigkeit – auf, um eine Aussage über universelle Schwächen zu machen: Selbst die Elster, die anderen das Ei stiehlt, kann selbst bestohlen werden. Kein Charakter ist so clever oder so unverwundbar, dass er gegen das Schicksal gefeit wäre, das er selbst anderen bereitet. Das Sprichwort gehört zur Tradition der ausgleichenden Volksweisheit: Was man sät, das erntet man – oder: Was man tut, kann einem selbst widerfahren.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Gerechtigkeit, Karma und den Ausgleich menschlicher Vergehen. Auch geeignet als einprägsames Zitat in Reden über ethisches Verhalten, den Bumerang-Effekt eigener Taten oder volkskundliche Texte über die Elster als Symboltierfigur im Deutschen. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über die Elster als Symboltierfigur bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über den Ausgleich menschlicher Vergehen.
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