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Wer Bäume setzt, obwohl er weiß

Spruchbild: Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest  …

Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Bedeutung

Tagore beschreibt das Wesen altruistischen Handelns: Wer für andere pflanzt, ohne selbst zu ernten, handelt aus reiner Güte – nicht aus Eigennutz. Diese Bereitschaft, für eine Zukunft zu arbeiten, die man nie sehen wird, ist ein Zeichen tiefen Lebensverständnisses. Wahrer Sinn liegt im Geben ohne Gegenrechnung. Der Satz ehrt jeden, der über den eigenen Nutzen hinausdenkt – die Schüler, die Eltern, die Gärtner des Zukünftigen.

Verwendung

Als Inspirationsquelle für gemeinnütziges Handeln und Nachhaltigkeit. Passend bei Ehrenamtsfeiern, Abschlussreden oder als Würdigung von Menschen, die für andere bauen, ohne Dank zu erwarten. Gut auch als Impuls für Klimaengagement, Bildungsarbeit oder jede Form von generationenübergreifendem Handeln. Am stärksten, wenn die konkrete Person benannt wird.

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Über Rabindranath Tagore

Über den Autor

Philosoph · 1861 - 1941

Rabindranath Tagore (1861–1941) war ein bengalischer Dichter, Maler und Komponist, der 1913 als erster Asiate den Nobelpreis für Literatur erhielt.

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Tagore revolutionierte die bengalische Literatur während der „Bengalischen Renaissance" mit Werken wie Gitanjali und Das Heim und die Welt. Zwei seiner Lieder wurden zu Nationalhymnen: Jana Gana Mana für Indien und Amar Shonar Bangla für Bangladesch. Als Sozialreformer und Universalgelehrter griff er gezielt die klassische Formensprache seiner Heimatkunst an, um sie zu modernisieren.

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