
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !
Bedeutung
Théophile Gautier, der französische Schriftsteller und Ästhet, beschreibt in diesem Zitat die Tiefe des Blickes eines Tieres – wahrscheinlich eines Hundes – mit einer Eindringlichkeit, die die Frage der Tierseele aufwirft: Kann hinter so einem Ausdruck wirklich keine Seele wohnen? Gautier, der selbst ein leidenschaftlicher Tierliebhaber war und Tiere in seinen Texten immer wieder mit poetischer Zartheit beschrieb, stellt damit eine philosophische Frage, die er durch Beschreibung beantwortet: Die strahlenden Augen des Tieres bezeugen eine innere Welt, die der des Menschen nahekommt. Es ist ein Plädoyer für die Würde des Tieres.
Verwendung
Passend als Gautier-Zitat in Texten über Tiere, Tierliebe und die philosophische Frage nach der Tierseele sowie für Beiträge über Mensch-Tier-Beziehungen, Empathie und die poetische Wahrnehmung von Tieren. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Würde von Tieren und die Tiefe ihrer emotionalen Ausdrucksfähigkeit.
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Über Théophile Gautier
Über den Autor
Dichter · Französisch · 1811 - 1872
Théophile Gautier (1811–1872) schrieb „Mademoiselle de Maupin“ und vertrat die Devise „l’art pour l’art“.
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Er begann im Umfeld der französischen Romantik und war ein enger Beobachter des Pariser Theater- und Kunstlebens. Als Feuilletonist und Reiseschriftsteller veröffentlichte er über Spanien, Italien, Russland und den Orient. Seine Prosa und Lyrik verbinden sinnliche Bildkraft mit demonstrativer Formkunst.
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