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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 5

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)

  2. Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.

    Christian Friedrich Hebbel

  3. Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.

    Ovid

  4. Auch wenn die Sonne hinter dunklen Wolken verborgen ist, wärmt sie uns.

  5. Der Berg lacht nicht über den Fluß, weil er tief unten ist - und der Fluß schmäht den Berg nicht, weil er unbeweglich ist

  6. An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)

  7. Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.

  8. Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer. (17. Juli)

  9. Der Garten, das seid ihr! Nehmt eure Bilder, eure Erinnerungen und eure Visionen, und ihr werdet niemals ohne Garten sein!

  10. Ein ungestörtes Glück verlangen, heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln und Rosen fordern von den Nesseln.

    Otto von Leixner

  11. An alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.

    Wilhelm Busch

  12. Kommt Laurenzius daher, wächst das Korn nicht mehr. (10. August)

  13. Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde.

    Wilhelm Busch

  14. Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strah …

    Théophile Gautier

  15. Eine Rose riecht besser als ein Kohlkopf, gibt aber keine bessere Suppe ab.

    Jean-Baptiste Molière

  16. Wer andere erheitern kann, ist von Natur aus Arzt

    Demokrit

  17. Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.

    Friedrich von Schiller

  18. Es ist mit der Liebe auch wie mit anderen Pflanzen: wer Liebe ernten will, muß Liebe pflanzen.

    Jeremias Gotthelf

  19. Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.

  20. Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.

    Albrecht Dürer

  21. Die Natur gibt einem Menschen seine Fähigkeiten, und das Glück bringt sie zur Wirkung.

    François de la Rochefoucauld

  22. Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)

  23. Liebt die ganze Schöpfung - jedes Blatt und jeden Sonnenstrahl! Wenn ihr das tut, werden sich euch die Geheimnisse des Göttlichen offenbaren.

    Fjodor M. Dostojewski

  24. Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)

  25. Wenn Du auch täglich durch die Hallen der Macht wandelst, so trage doch in Dir die Luft aus den Wäldern der Berge.

  26. Er ist Storch und Klappermaul.

  27. Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)

  28. Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?

  29. Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.

  30. Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.

  31. Keine Elster heckt eine Taube.

  32. Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.

  33. Die Liebe ist wie Sonnenschein und gleichet einer Flamme. Doch Treue muss die Wurzel sein an solchem Lebensstamme.

  34. Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh'n, was übrig bleibt.

  35. Kleine Samen flach bedeckt, große Samen tief versteckt.

  36. Hohle Köpfe klappern am meisten.

  37. Willst den Nachbarn glücklich seh'n, darfst nicht in die Sonn' ihm steh'n.

  38. Wenn es donnert an Kunigund, bleibt das Wetter lange bunt. (03. März)

  39. Schafft Kathrein vor Frost sich Schutz, watet man lange draussen im Schmutz. (25. Nov.)

  40. Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit. (04. Nov.)

  41. Wer an Christian säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein. (03. April)

  42. Der heilige Ambrosius, schneit oft dem Bauern auf den Fuß. (04. April)

  43. Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht.

    Aristoteles

  44. Was ist das Leben? Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenunte …

  45. Der Duft der Blumen ist weit süßer in der Luft als in der Hand

    Francis Bacon

  46. Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenb …

    Rainer Maria Rilke

  47. Die Mathematik ist eine Art Spielzeug, welches die Natur uns zuwarf zum Troste und zur Unterhaltung in der Finsternis

    Jean-Jacques Rousseau

  48. Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und handelt im Menschen.

  49. Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig

    William Shakespeare

  50. Der Mensch wird geboren weich und schwach, und er stirbt hart und stark. Die Gräser und Bäume treten ins Leben weich und zart und sterben trocken und dürr. Also: Das Harte und Starke begleitet den …

    Laotse

  51. Schöne Dinge wachsen inmitten der Dornen.

  52. Wirf dein Herz über den Fluss und spring hinterher.

  53. Wer nicht mit der Sonne aufsteht, wird den Tag nicht geniessen.

  54. Die Freundschaft und die Liebe sind zwei Pflanzen an einer Wurzel. Die letztere hat nur ein paar Blumen mehr.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  55. Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeiten haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

  56. Wer langsam schlendert, sieht am meisten von der Landschaft

  57. Am Baum des Schweigens hängt der Friede

  58. Tausend und Abertausend Ströme fließen in das Meer, aber das Meer ist nie voll; und könnte der Mensch Stein zu Gold verwandeln, sein Herz ist nie zufrieden.

  59. Und was aus der Erde gewachsen, das ging in die Erde zurück, doch die Arten, gezeugt vom Himmel, die kehrten zum himmlischen Raum.

    Mark Aurel

  60. Gott gab uns die Erinnerung, damit wir im Dezember Rosen haben können