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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 10

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.

  2. Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.

    Angelus Silesius

  3. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.

  4. St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)

  5. Gott und die Natur machen durchaus nichts vergeblich.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  6. Glück - das ist in beiden Händen Blumen halten

  7. Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?

    Erasmus von Rotterdam

  8. Die Liebe ist unter den Tugenden, was die Sonne unter den Sternen: Sie gibt ihnen Glanz und Schönheit

    Franz von Sales

  9. Das Herz und die Rose sind das einzig unvergängliche.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  10. Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.

    Hippokrates von Kós

  11. Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  12. Der Baum kann sich den Vogel nicht aussuchen, der auf ihm landet.

  13. Menschenleben sind wie Blätter, die lautlos fallen. Man kann sie nicht aufhalten auf ihrem Weg.

  14. Die Idee des Meeres ist in einem Wassertropfen vereint.

    Baruch de Spinoza

  15. Die Natur ist ein Verschwender, der keine Kosten scheut, um sein Werk in kürzester Zeit zu vollenden.

    Thomas Alva Edison

  16. Aus derselben Ackerkrume wächst das Unkraut wie die Blume und das Unkraut macht sich breit.

    Friedrich von Bodenstedt

  17. Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins

    Seneca

  18. Mairegen auf die Saaten ist wie Dukaten.

  19. An Romanus und Lupizinius die Sonne scheinen muss. (28. Feb.)

  20. Ins Innere der Natur dringt kein erschaffner Geist.

    Albrecht von Haller

  21. Die Jahre drehn sich wie ein Rad - der Frühling bleibt nur eine kurze Weile.

  22. Die Natur hat niemals das Herz verraten, das sie geliebt hat.

    William Wordsworth

  23. Wo Frösche sind, da sind auch Störche.

  24. Bisweilen stelle ich mir die Farben als lebendige Gedanken vor, Wesen reiner Vernunft, mit denen ich mich auseinander setzen kann. Die Natur existiert nicht an der Oberfläche, sie geht in die Tiefe.

    Paul Cezanne

  25. Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht. Die Quelle rinnt, und fragt nicht, wem sie rauscht. Die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt. O sorge, Freund, dass gleiches Tun dir glückt …

    Julius Sturm

  26. Ein Kunstwerk ist ein Stück Natur, gesehen durch ein Temperament.

    Emile Zola

  27. Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur

    Friedrich von Schiller

  28. Freude heißt die starke Feder In der ewigen Natur. Freude, Freude treibt die Räder In der großen Weltenuhr.

    Friedrich von Schiller

  29. Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur.

    Epikur

  30. Wenn der Knecht vom Dache pieselt, denkt der Bauer, dass es nieselt.

  31. Immer munter und frisch wie im Wasser der Fisch, wie im Kleefeld der Has, wie der Heuschreck im Gras, wie das Entlein im See, wie das Füchslein im Schnee, wie das Fröschlein am Bach, wie der Spatz …

  32. Wer hat es den Läusen so bald gesagt?

  33. Manchen gelingt es, ein Idyll zu finden, und wenn er's nicht findet, so schafft er's sich.

    Theodor Fontane

  34. Wenn Jakobi tagt, werden die jungen Störche aus dem Nest gejagt. (25. Juli)

  35. Blumen blühen nur kurze Zeit, doch Freundschaft hält für Ewigkeit.

  36. Wo sind die Tränen von gestern Abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?

    Bertolt Brecht

  37. Ja, ich bin ein Träumer ... denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht und erleben die Morgendämmerung bevor die Nacht erwacht.

    Oscar Wilde

  38. Wir zerstören Millionen Blüten, um ein Schloss zu errichten, dabei ist eine einzige Distelblüte wertvoller als tausend Schlösser.

    Leo Tolstoi

  39. Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag. (27. Juni)

  40. Tage mit der Natur. Nimm dir Zeit für sie. Sehne sie herbei. Du brauchst sie. Selbst du bist Natur. Eine kurze Zeit bist du wieder zu Hause.

  41. Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht.

    Theodor Fontane

  42. Lass Dein Leben leichtfüssig auf den Rädern der Zeit tanzen, wie Tau auf der Spitze eines Blattes

    Rabindranath Tagore

  43. Wer das Alphabet erschaffen, hat uns den Faden unserer Gedanken und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.

    Antoine de Rivarol

  44. Ein kühler Mai wird hoch geacht', hat stets uns fruchtbar Jahr gebracht.

  45. Nichts in der Natur ist zufällig. Etwas erscheint nur zufällig aufgrund der Unvollständigkeit unseres Wissens.

    Baruch de Spinoza

  46. Ein Bruder ist ein Freund, den dir die Natur gegeben hat.

  47. Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist.

  48. Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt.

    Benjamin Franklin

  49. Astern blühen schon im Garten, schwächer trifft der Sonnenstrahl. Blumen, die den Tod erwarten durch des Frostes Henkerbeil. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, welke Rosen, reife Frucht.

    Detlef von Liliencron

  50. Jeder meint, sein Kuckuck singe besser als des andern Nachtigall.

  51. Durch die Natur wird das Herz des Menschen gemildert und gesänftigt.

    Adalbert Stifter

  52. Man wird geboren, um für andere zu leben. Das ist der große Wucherprozeß der Natur, die für das klägliche Darlehen des Lebens, das sie gibt und immer zu bald zurückfordert, in Pflichten und Tätigkei …

    Hieronymus Lorm

  53. Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod, als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.

  54. Der Sturm sprach einst: "Ich kenne die Welt, denn ich zerpflücke sie." Da sprach der Reif: "Ich kenne die Welt, denn ich erdrücke sie." Die Sonne lacht: "Ich kenne sie besser. Ich beglücke s …

    Carmen Sylva

  55. Um der Natur befehlen zu können, muss man ihr gehorchen.

    Francis Bacon

  56. Kein Eigentümer schuf die Natur, denn taschenlos, ohne Taschen in den Pelzen, kommen wir zur Welt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  57. St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)

  58. Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …

    Wolfgang Menzel

  59. Wenn Liebe ein Duft ist, so ist die Blume, die ihn entströmt, die schönste der Schöpfung

    Alfred de Musset

  60. Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter 40 Tage sich hält.