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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 21

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Ist die Blüte abgefallen, so haut man darum den Baum nicht um.

  2. Wenn man den Brunnen verstopfen will, muss man die Quelle suchen.

  3. Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen.

  4. Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.

  5. Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.

  6. Wenn's dem Herrn Christus ins Grab regnet, gibt's einen trockenen Sommer.

  7. Den Sommer schändet kein Donnerwetter

  8. Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl

  9. Im Düstern maust die Katz am besten

  10. Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.

  11. Es ist kein Tierlein so vergessen, es ruht ein Stündlein auf sein Essen

  12. An den Federn erkennt man den Vogel.

  13. Wenn der Wind in einen Haufen Federn stößt, so sind sie bald zerstreut

  14. Fett schwimmt oben, und ist es auch nur Hundsfett

  15. Je fetter der Ochs, je schlechter das Fell

  16. Es gibt keine andere Motivation, auf Berge zu steigen, als den Egoismus.

    Reinhold Messner

  17. Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.

    Reinhold Messner

  18. Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele

    Reinhold Messner

  19. Fehlt der Schnee zur Weihnachtsfeier, fällt er auf die Ostereier

  20. Sind die Hühner platt wie Teller war der Traktor wieder schneller

  21. Rüttelt der Orkan am Haus hängt man keine Wäsche raus!

  22. Ein liebend Paar ist wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten.

    Samuel Butler

  23. Zwei Blumen sind dem Zufriedenen mehr, als dem Unzufriedenen ein ganzer Garten voll.

  24. Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!

    Johann Georg Adam Forster

  25. Scheint die Sonne auf die Stirn, schlägt sie dem Bauer auf's Gehirn.

  26. Was man nicht begreift, verlernt man auch nicht!

  27. Das Männliche stammte ursprünglich von der Sonne, das Weibliche von der Erde, das Doppelgeschlecht vom Mond, da auch der Mond an beiden teilhat

    Aristophanes

  28. Die Natur übte erst mit Blumen, ehe sie die Frauen schuf.

    Emanuel Wertheimer

  29. Der Wind pfeift darauf, ob der Baum müde ist

  30. Freude ist wie das Erblühen einer Knospe, ein Sonnenaufgang, ein erfrischender Quell auf der Wanderung.

    Else Pannek

  31. Wer Pflanzen wachsen lässt, der hat auch Schmetterlinge.

    Else Pannek

  32. Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.

    Else Pannek

  33. Kunst, Kultur, Natur und alles, was sich nicht rechnet, bereichern das Leben, lassen ahnen, wie heil sein ist.

    Else Pannek

  34. Wenn Gott verboten hätte, Wein zu trinken, würde er dann diesen Wein so herrlich haben wachsen lassen?

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  35. Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von den Gesetzen wissen.

    Augustinus

  36. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  37. Kracht die Kuh durch's Scheunendach, woll't sie wohl den Schwalben nach

  38. Blitzt und donnert es mit Schauern, kriecht das Vieh ins Bett zum Bauern!

  39. Mit Geduld bekommst Du auch von unreinen Trauben Sirup

  40. Setz einen Frosch auf einen weißen Stuhl, er hüpft doch wieder in den schwarzen Pfuhl.

    Wilhelm Müller

  41. Es gibt wohl nichts Schöneres als eine Katzenmutterschaft. Man sollte sich eine Katze schon wegen ihrer Jungen anschaffen.

    Karel Capek

  42. Wer den höchsten Gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  43. Dem Morgenrot einer neuen Idee geht es wie dem Morgenrot überhaupt: Die meisten Menschen findet es schlafend.

    Peter Sirius

  44. Die Vernunft ist ein Licht. Davon will und soll die Natur erleuchtet, jedoch nicht in Brand gesteckt werden.

    Giacomo Leopardi

  45. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  46. Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.

    Hans Christian Andersen

  47. Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.

    Sully Prudhomme

  48. Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.

    Iwan Turgenjew

  49. Wandern gibt mehr Verstand als hinterm Ofen zu sitzen.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  50. Auch die Sonne scheint in die Winkel und wird doch nicht schmutzig.

    Diogenes von Apollonia

  51. Wie schnell alle Sterne verschwinden, sobald sich die Sonne erhebt.

    Friedrich von Bodenstedt

  52. Die Nacht verbirgt die Welt, enthüllt aber das Weltall.

  53. Am ruhigen Fluß ist das Ufer voller Blumen.

  54. Auch der größte Hund war einmal ein Welpe

    Joaquin Miller

  55. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum

  56. Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit - sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes.

    Matsuo Bashō

  57. Das Beste, was wir können, haben wir nicht aus Büchern gelernt. Es fliegt uns an im Umgang mit Natur und Menschen.

    Wilhelm Riehl

  58. Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft aus ihnen schöpft

    Demosthenes

  59. Sonst waren die reichsten Länder, wo die Natur am gütigsten war, jetzt sind es die, wo der Mensch am tätigsten ist.

    Henry Thomas Buckle

  60. Die Kleider müssen zum Menschen passen, wie der Mensch zur Landschaft passen muss.

    Li Liweng