Sprüche über Natur
1369 Sprüche — Seite 22
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Mir kommen die Wege, auf denen die Menschen zur Erkenntnis gelangen fast ebenso bewunderungswürdig vor wie die Natur der Dinge selbst.
— Johannes Kepler
Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.
Zum Gärtnern braucht man einen gusseisernen Rücken mit einem Scharnier.
— Charles Dudley
So wie keine Blume ohne Farbe gedacht werden kann, so ist kein Mensch ohne Poesie.
— Sophie Bernhardi
Der Nebel, wenn er steigend sich erhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
Pennt der Bauer noch auf dem Trecker braucht er 'nen neuen Handywecker
Wasser aus dem Brunnen vermische nicht mit Wasser aus dem Fluss
Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.
— Karl Julius Weber
Tausend Meilen vom nächsten Land entfernt beginnt die Stille.
— Joseph Conrad
Die pralle Sonne auf dem Rücken, während man sich über Schaufel oder Hacke beugt oder beschaulich den warmen, duftenden Lehmboden riecht, ist heilender als manch eine Medizin.
— Charles Dudley Warner
Wenn die Sonne ihre Strahlen verbirgt, zieht auch die Welt ihre Freude zurück
— Hildegard von Bingen
Demut und grösste Beharrlichkeit scheinen fast genauso notwendig beim Gärtnern wie Regen und Sonnenschein, und jedes Misslingen muss als Sprungbrett für Erfolgversprechenderes dienen.
— Elizabeth von Arnim
Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Warum denn warten von Tag zu Tag? Es blüht im Garten, was blühen mag.
— Klaus Groth
Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.
— Max von Eyth
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt.
Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde
— William Blake
Meine Wünsche streifen an das Unmögliche: So habe ich ihren Flug und Zug nachsehen lernen, wie dem der Vögel in der blauen Luft.
— Adele Schopenhauer
Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.
Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste was Gott geschaffen hat, das Meer.
— Adalbert Stifter
Auch die Fische des Königs haben Gräten
Die Sterne können den Glanz des Mondes nicht vermehren
Ach, die liebe Wintersonne! Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung.
— Gustave Flaubert
In der Provinz ist schon Regen eine Zerstreuung.
— Edmond de Goncourt
Die Natur ist des Irrtums unfähig.
— Thomas Hobbes
Jeder Grashalm, jedes Blatt, jede einzelne Blüte ist ein Zeichen der Hoffnung.
— John Richard Jefferies
Wer mich ganz kennen lernen will, muss meinen Garten kennen. Denn mein Garten ist mein Herz.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Die Liebe zum Gärtnern ist eine Saat, die einmal gesät niemals stirbt
— Gertrude Jekyll
Die erste Wasserkur war die Sintflut und die tötete mehr, als sie heilte.
— Charles Lamb
Das Herrlichste auf der Welt ist, einen neuen Tag werden zu sehen!
— Maxim Gorki
Denn das ist eben die große und gute Einrichtung der Natur, dass in ihr alles im Keim da ist und nur auf eine Entwicklung wartet.
— Johann Gottfried Herder
Wenn sie blüht, ist jede Blume schön.
— Richard Rothe
Bewahre deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis.
— Vincent van Gogh
Die Natur weicht der Hacke, aber sie kehrt zurück.
— Horaz
Alles, was lebt, braucht Erfolg. Jeder Halm, jede Knospe, jeder Baum, jedes Tier, jeder Mensch - ob jung oder alt.
— Nikolaus B. Enkelmann
Das heiterste Ding in der Natur, eine Blume, hat doch seine Wurzeln in der Erde und im Schmutz.
— David Herbert Lawrence
Eine Insel ist nicht mehr wert als das Festland, wenn sie zu groß ist.
— David Herbert Lawrence
Nur der Einzelne ist naturgewachsen, nicht das Volk. Das Volk ist ein menschlicher Organisationsbegriff
— Carl von Ossietzky
Die Natur braucht Ruhe für das Werk der Regeneration – dies gilt auch für die höchsten Stufen.
— Prentice Mulford
Der Kamin ist das Tulpenbeet eines Wintertages.
Eine Sprache mit vielen Konsonanten ist wie ein Kartoffelacker. Eine Sprache mit vielen Vokalen aber ist wie ein Blumenbeet.
— Enrico Caruso
Mit dem Menschen ist es wie mit dem Baum: er wächst von innen her und verdorrt auch so.
— Hermann Stehr
Die Natur verlieh allen Menschen die Gabe, sich in wichtigen Dingen zu verrechnen.
— Otto Weiss
Gold glänzt zumeist, wo Tugend nicht mehr strahlt: Die Sterne glühn erst, wenn die Sonne sank.
— Edward Young
Alle Blumen sind Augen, zum ewigen Licht aufgetan, alle Bäume des Waldes Flammen, die dem Licht der Wahrheit entgegenbrennen.
— Ferdinand Ebner
Man muss schlaflose Nächte haben, um etwas von dem Geheimnis der großen Stille um Mitternacht zu wissen.
— Ferdinand Ebner
Einfachheit ist erster Schritt der Natur und das Letzte der Kunst.
— Philip James Bailey
Die Zivilisation ist nichts anderes als ein Farbanstrich, der vom nächsten Regen fortgewaschen wird.
— Auguste Rodin
Der Mann ist der Interpret der Natur, die Wissenschaft ist die richtige Interpretation
— William Whewell
Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.
— Laotse
Einige Leute murren immer, weil Rosen Dornen haben; ich bin dankbar, dass Dornen Rosen haben.
— Alphonse Karr
Ein Kätzchen ist für die Tierwelt, was eine Rosenknospe für den Garten ist.
— Robert Southey
Der Mensch ist allen Gesetzen unterworfen, die in der Natur sind.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Aller Zwang hemmt und drückt die Natur, und sie kann ihre Schönheit nicht in vollem Reize zeigen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Mit den Menschen ist es wie mit den Blumen: Sie brauchen nicht nur Wasser, sondern auch Sonne.
— August Julius Langbehn
Die Blume macht den Garten, nicht der Zaun
Wenn wir keinen Winter hätten, wäre der Frühling nicht so angenehm!
— Anne Bradstreet
Die Natur hat tausend Freuden für den, der sie sucht, und mit warmem Herzen in ihren Tempel eintritt.
— Rahel Varnhagen von Ense
Ein Unkraut ist nichts anderes als eine unbeliebte Blume.
— Ella Wheeler Wilcox