Sprüche über Natur
1369 Sprüche — Seite 3
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig. (07. Sept.)
Alle Flüsse münden ins Meer. Alle Dinge weisen in eine Richtung.
Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
— Vergil
Wir schlagen der Erde tiefe Wunden und trampeln achtlos auf ihr herum. Die Erde ist unsere nährende Mutter, und seine Mutter bringt man nicht um.
Unkraut ist eine Pflanze, deren Tugenden noch nicht entdeckt wurden.
— Ralph Waldo Emerson
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …
— Henry David Thoreau
Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie an Benedikt. (21. März)
Der große Reichtum unseres Lebens, das sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen.
— Hans Christian Andersen
Die Blattlaus vernichtet die Pflanzen, der Rost Metall und die Lüge die Seele
— Anton Tschechow
Nimm dir ein Beispiel an der Natur, selbst an der vom Menschen verwundeten und verwüsteten. Sie ist das Herz deines eigenen Herzens.
Die Natur will, dass Kinder Kinder sind, bevor sie zum Erwachsenen werden.
— Jean-Jacques Rousseau
Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum
Hoffnung schöpfen aus der Schönheit der Natur, das geht auch im Spätherbst bei immer weniger Licht und Sonne
Sich Sorgen zu machen heißt, die Wolken von morgen über die Sonne von heute zu ziehen.
Wage es anzufangen! Wer das rechte Leben stets herausschiebt, gleicht dem Landmann, der am Fluss darauf wartet, dass das Wasser ausläuft, bevor er ihn überquert.
— Horaz
Die Sterne fürchten sich nicht, wie Leuchtkäfer zu erscheinen.
— Rabindranath Tagore
Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten.
— Selma Lagerlöf
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.
— Christian Morgenstern
Ein Häuchen aus Rosen, aus Veilchen die Tür. Die Zimmer voll Liebe, das wünsche ich Dir.
Hat der Abend auch keine Sonne, so hat er doch Sterne
— Karl Friedrich Wilhelm Wander
Möge nach jedem Gewitter ein Regenbogen über Deinem Haus stehen.
Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.
— Gottfried Keller
Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, dass man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat
— Christian Friedrich Hebbel
Man darf am Wetter nie verzweifeln, solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.
— Arthur Schopenhauer
Gebt dem kleinen Kind einen dürren Zweig, es wird mit seiner Phantasie Rosen daraus sprießen lassen
— Jean Paul
Erst müssen die raueren Stürme, die den Frühling ankündigen, verbraust sein, ehe die Blüte hervordringt.
— Wilhelm Schulz
Du bist wie eine Rose, so schön und stachelig - drum halt ich dich nur lose, doch das für ewiglich.
Wenn dich die Lästerzunge sticht, so laß dir dies zum Troste sagen: Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen.
— Gottfried August Bürger
Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.
— Jean-Jacques Rousseau
Ich weiss recht gut, dass man über die menschliche Natur nie alles wissen kann, was man wissen sollte. Nur auf eines kann man sich verlassen: dass sie immer wieder Überraschungen bereithält.
— William Somerset Maugham
Die Liebe ist vielleicht der höchste Versuch, den die Natur macht, um das Individuum aus sich heraus zu dem anderen hinzuführen. Im Wunsch such ich, den Gegenstand zu mir zu ziehen, in der Liebe w …
— José Ortega y Gasset
Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.
— Mark Twain
Die Hoffnung durch einen Stern ausdrücken - die Sehnsucht der Seele durch einen strahlenden Sonnenuntergang.
— Vincent van Gogh
Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.
— Georg Simmel
Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.
Schönheit ist das von uns erblickte Spiegelbild einer außerordentlichen Freude der Natur.
— Friedrich Nietzsche
Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.
— Mahatma Gandhi
Wer regiert muss hören und nicht hören.
Die Unglücksfälle in der Welt sind zahlreicher als die Pfanzen der Erde.
Jedes Naturgesetz, das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Wer die Natur nicht durch die Liebe kennenlernt, der wird sie nie kennenlernen.
— Friedrich von Schlegel
Glückselig also ist ein Leben, welches mit seiner Natur im Einklang steht.
— Seneca
Die Wahrheit und Einfachheit der Natur sind immer die letzten Grundlagen einer bedeutenden Kunst
— Carl Friedrich Paul Ernst
Die Rose stand im Tau, es waren Perlen grau, als Sonne sie beschienen, wurden sie zu Rubinen.
— Friedrich Rückert
Auch das kleinste Katzentier ist ein Meisterwerk
— Leonardo da Vinci
Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.
Kommt St. Georg auf dem Schimmel, kommt ein gutes Jahr vom Himmel. (23. April)
Die Liebe ist das einzige in der Natur, wo auch die Einbildungskraft selbst keinen Grund findet und keine Grenze sieht.
— Friedrich von Schiller
Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.
— Angelus Silesius
Wie die süßeste Frucht zuweilen eine raue Schale hat, so verbirgt sich oft eine freundliche und herzliche Natur unter einem rauen Äußeren.
— Samuel Smiles
Wenn St. Thomas dunkel war, gibt es ein schönes neues Jahr. (21. Dez.)
Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft.
— Buddha
Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.
Der Berg lacht nicht über den Fluß, weil er tief unten ist - und der Fluß schmäht den Berg nicht, weil er unbeweglich ist
Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer. (17. Juli)
Hohle Köpfe klappern am meisten.
Ein ungestörtes Glück verlangen, heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln und Rosen fordern von den Nesseln.
— Otto von Leixner
Die Liebe ist wie Sonnenschein und gleichet einer Flamme. Doch Treue muss die Wurzel sein an solchem Lebensstamme.
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh'n, was übrig bleibt.