
Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
Bedeutung
Vergils Aussage verteidigt das Natürliche gegen Scham, Verstellung und künstliche Moral. Was zur Natur des Menschen oder der Welt gehört, ist nicht deshalb unanständig, weil es offen ausgesprochen oder betrachtet wird. Das Zitat erinnert an antike Gelassenheit gegenüber Körperlichkeit, Wachstum, Vergänglichkeit und Trieben. Es fordert Maß und Würde, aber keine Prüderie. Seine Kraft liegt in der Unterscheidung zwischen natürlicher Tatsache und gesellschaftlichem Tabu. Damit stärkt er einen unverkrampften Blick auf menschliche Wirklichkeit.
Verwendung
Passend für Texte über Natur, Körperbewusstsein, Erziehung, Kunst oder den Umgang mit Scham. Der Ton ist aufklärerisch und gelassen. In Karten eher selten, in Vorträgen, Essays, Unterrichtsmaterial und redaktionellen Sammlungen gut einsetzbar. Bei sensiblen Körperthemen auf respektvolle, nicht provokante Rahmung achten. Besonders in sachlicher Sprache.
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Über Vergil
Über den Autor
Dichter · Römisch · 70 - 19 v. Chr.
Vergil (70–19 v. Chr.) war ein römischer Dichter, dessen Epos Aeneis den Gründungsmythos Roms begründete und die lateinische Dichtung revolutionierte.
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Mit den Eclogae, den Georgica und der Aeneis schuf Vergil drei Werke, die kurz nach seinem Tod bereits intensiv abgeschrieben und kommentiert wurden. Die Aeneis verarbeitete homerische Stoffe aus Ilias und Odyssee und löste die Annales des Quintus Ennius als römisches Nationalepos ab. Vergil gehörte zum Kreis des einflussreichen Mäzens Gaius Maecenas, dem auch Horaz und Lucius Varius Rufus angehörten.

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— Vergil
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— Vergil
Mutigen lächelt das Glück
— Vergil
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