
Unglück hat mich gelehrt, Unglücklichen Hilfe zu leisten.
Bedeutung
Vergil, der römische Epiker, formuliert in diesem Vers aus der Aeneis eine Überzeugung über Empathie als Ergebnis eigenen Leidens: Unglück lehrt uns, Unglücklichen zu helfen, weil man das Leid des anderen aus eigener Erfahrung kennt und versteht. Das ist eine Form des Mitgefühls, die durch Praxis entsteht, nicht durch Theorie. Vergil, der selbst in turbulenten Zeiten lebte und die Tragödien des Bürgerkriegs erlebte, kannte Leid aus eigener Anschauung und wusste, was echte Solidarität bedeutet.
Verwendung
Passend als Vergil-Zitat in Texten über Empathie, Mitgefühl und die Erfahrung des Leidens als Quelle der Menschlichkeit sowie für Beiträge über antike Literatur, Humanismus und die Kraft des gelebten Verstehens. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Solidarität und das Lernen aus eigener Erfahrung.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (1 Stimme)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.88 von 5
Über Vergil
Über den Autor
Dichter · Römisch · 70 - 19 v. Chr.
Vergil (70–19 v. Chr.) war ein römischer Dichter, dessen Epos Aeneis den Gründungsmythos Roms begründete und die lateinische Dichtung revolutionierte.
Mehr erfahren
Mit den Eclogae, den Georgica und der Aeneis schuf Vergil drei Werke, die kurz nach seinem Tod bereits intensiv abgeschrieben und kommentiert wurden. Die Aeneis verarbeitete homerische Stoffe aus Ilias und Odyssee und löste die Annales des Quintus Ennius als römisches Nationalepos ab. Vergil gehörte zum Kreis des einflussreichen Mäzens Gaius Maecenas, dem auch Horaz und Lucius Varius Rufus angehörten.

Ähnliche Sprüche
Omnia vincit amor. Die Liebe besiegt alles.
— Vergil
Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
— Vergil
Mutigen lächelt das Glück
— Vergil
Hast du einen Menschen gern, musst du ihn verstehen und nicht hier und da und dort nur nach seinen Fehlern sehen. Scha …
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes besteht darin, dir zur Seite zu stehen, wenn du im Unrecht bist. Wenn du im Rec …
— Mark Twain
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Vergil →