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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 9

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Mai: Dieser Monat ist ein Kuss, den der Himmel gibt der Erde, dass sie jetzund seine Braut, künftig eine Mutter werde.

    Friedrich von Logau

  2. Des Sommers Wochen standen still, es stieg der Bäume Blut; jetzt fühlst du, dass es fallen will in den, der alles tut.

    Rainer Maria Rilke

  3. Der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen, weißt aber nicht, woher er kommt, noch wohin er geht.

  4. Wer in einen sauren Apfel gebissen hat, dem schmeckt der süße desto besser.

  5. Die Pracht der Gärten hat stets die Liebe zur Natur zur Voraussetzung

    Germaine Madame de Stael

  6. Wenn die Rosen verblüht sind, verachtet man die Dornen.

    Ovid

  7. Zum Dank dafür, dass die Sonne sie bescheint, werfen die Dinge Schatten

    Bertolt Brecht

  8. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  9. Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.

  10. Das Leben ist ein dorniger Rosenstock und die Kunst seine Blüte.

    Georg Ebers

  11. St. Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. ((02. Juli)

  12. Es grüßen blaue Blümlein licht in deinem Garten klein. Sie bitten dich: Vergiss mein nicht, denn ich gedenke dein.

  13. Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.

    Henry David Thoreau

  14. Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft, siehst deine Blumen nicht mehr blühen, weil dir der Tod nahm deine Kraft.

  15. Ich denk an dich, wenn ein Regenbogen die Welt in buntes Licht taucht.

  16. Mancher rauft den toten Löwen beim Bart, der ihn lebend nicht ansehen durfte.

  17. Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.

    Benjamin Franklin

  18. Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber.

  19. Wenn der Mond Dir leuchtet, brauchst Du nicht mehr nach den Sternen zu schielen

  20. Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste

    Theodor Heuss

  21. Auch die dunkelste Wolke hat einen silbernen Rand.

  22. Es schlägt nicht immer ein, wenn es donnert

  23. Disteln und Dornen stehen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

  24. Pass dich dem Schritt der Natur an; ihr Geheimnis heißt Geduld.

    Ralph Waldo Emerson

  25. Überall hat man den Himmel über sich.

    Francesco Petrarca

  26. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt und auf der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel

  27. Jugendliebe dauert nicht länger als Schnee im April.

  28. Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt

    Victor-Marie Hugo

  29. Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

  30. O Sonnenschein! O Sonnenschein! Wie scheinst du mir ins Herz hinein.

    Robert Schumann

  31. Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.

    Karel Capek

  32. Die Natur ist die beste Führerin des Lebens.

    Marcus Tullius Cicero

  33. Wahre Herzensdemut kann nur der Gedanke an Gott und der Blick in die große Natur geben.

    Karl Julius Weber

  34. Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

    Vincent van Gogh

  35. Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

    Eckhart von Hochheim

  36. Genieße jedes Wetter, solange es die Natur erlaubt.

  37. Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären

    Selma Lagerlöf

  38. Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr ich; Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.

    Johann Wolfgang von Goethe

  39. Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.

  40. Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)

  41. Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.

    Marcus Tullius Cicero

  42. Golf ist ein verdorbener Spaziergang

    Kurt Tucholsky

  43. Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

    Voltaire

  44. Die Henne ist der Umweg des Ei's, ein anderes Ei zu erzeugen.

    Laurence Sterne

  45. Eine Krähe sitzt gern bei der anderen.

  46. Alten Freund für neuen wandeln, heißt für Früchte Blumen handeln.

    Friedrich von Logau

  47. Im allzu klarem Wasser ist kein Fisch zu finden. Nie sollte man restlose Klarheit fordern.

  48. Um den Mond scharen sich viele Sterne.

  49. Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  50. So viel Dornen ein Rosenstock, so viel Haare ein Ziegenbock, so viel Flöh ein Pudelhund, so viel Jahre bleib gesund.

  51. Gott und die Natur machen durchaus nichts vergeblich.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  52. St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)

  53. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.

  54. Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.

    Angelus Silesius

  55. Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.

  56. Leise rauscht der Wasserfall, wenn's nicht mehr rauscht, ist 's Wasser all'

  57. Das Schwein legt sich zur Ruhe, in des Bauern Tiefkühltruhe.

  58. Jedes Tierchen, selbst das Kleinste, hängt an seinem bißchen Leben.

  59. Ergebung in sein Schicksal ist die erste Forderung der Natur an den Menschen.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  60. Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.

    Blaise Pascal