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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 4

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Keine Elster heckt eine Taube.

  2. Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.

  3. Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.

  4. Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?

  5. Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)

  6. Er ist Storch und Klappermaul.

  7. Wenn Du auch täglich durch die Hallen der Macht wandelst, so trage doch in Dir die Luft aus den Wäldern der Berge.

  8. Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)

  9. Liebt die ganze Schöpfung - jedes Blatt und jeden Sonnenstrahl! Wenn ihr das tut, werden sich euch die Geheimnisse des Göttlichen offenbaren.

    Fjodor M. Dostojewski

  10. Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)

  11. Die Natur gibt einem Menschen seine Fähigkeiten, und das Glück bringt sie zur Wirkung.

    François de la Rochefoucauld

  12. Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.

    Albrecht Dürer

  13. Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.

  14. Es ist mit der Liebe auch wie mit anderen Pflanzen: wer Liebe ernten will, muß Liebe pflanzen.

    Jeremias Gotthelf

  15. Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.

    Friedrich von Schiller

  16. Wer andere erheitern kann, ist von Natur aus Arzt

    Demokrit

  17. Eine Rose riecht besser als ein Kohlkopf, gibt aber keine bessere Suppe ab.

    Jean-Baptiste Molière

  18. Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strah …

    Théophile Gautier

  19. Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde.

    Wilhelm Busch

  20. Kommt Laurenzius daher, wächst das Korn nicht mehr. (10. August)

  21. An alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.

    Wilhelm Busch

  22. Ein ungestörtes Glück verlangen, heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln und Rosen fordern von den Nesseln.

    Otto von Leixner

  23. Der Garten, das seid ihr! Nehmt eure Bilder, eure Erinnerungen und eure Visionen, und ihr werdet niemals ohne Garten sein!

  24. Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer. (17. Juli)

  25. Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.

  26. An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)

  27. Der Berg lacht nicht über den Fluß, weil er tief unten ist - und der Fluß schmäht den Berg nicht, weil er unbeweglich ist

  28. Auch wenn die Sonne hinter dunklen Wolken verborgen ist, wärmt sie uns.

  29. Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.

    Ovid

  30. Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.

    Christian Friedrich Hebbel

  31. Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)

  32. Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.

  33. Flüsse und Berge altern nicht.

  34. Selbst in kleinsten Tautropfen kann sich die ganze Sonne widerspiegeln.

  35. Der Glaube ist das Wissen, dass es Meer geben muss, wenn man einen Bach sieht.

  36. Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

  37. Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.

  38. Die Natur will, dass die Kinder Kinder sind, ehe sie Erwachsene werden.

    Jean-Jacques Rousseau

  39. Es gibt ein Naturwunder, das noch größer ist als das Meer. Das ist der Himmel.

    Victor-Marie Hugo

  40. Die Spitze des Berges ist nur ein Umkehrpunkt.

    Reinhold Messner

  41. Wer wendet sein Gesicht nicht gerne der Zukunft zu, wie die Blumen ihre Kelche der Sonne?

    Heinrich von Kleist

  42. Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen zusammenstehen, kann nie ein Bild der Disharmonie entstehen.

    Vincent van Gogh

  43. Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.

    Ralph Waldo Emerson

  44. Die Stimme der Natur lässt sich nicht überschreien

    Christoph Martin Wieland

  45. Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.

    Wilhelm Busch

  46. Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.

    Oscar Wilde

  47. Es ist eine Forderung der Natur, dass der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen. Daher der Genuß im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Der glücklichste Mensch ist derjenige, der von der Natur die Verehrung lernt.

    Ralph Waldo Emerson

  49. Die Sonne droben ist ein großer Blick der Liebe; Gott schaut mit diesem Blick uns an.

    Christoph A. Tiedge

  50. Weshalb können wir denn nicht natürlich sein? Oh, ich weiß sehr wohl, uns fehlt nur der Mut.

    Jens Peter Jacobsen

  51. Nachdem ich die Naturvorgänge jahrelang beobachtet habe, kann ich das Dasein einer höchsten Intelligenz nicht bezweifeln.

    Thomas Alva Edison

  52. Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.

    Wilhelm Dilthey

  53. An einem schönen Tag im Schatten zu sitzen und ins Grüne zu schauen, ist die wunderbarste Erfrischung.

    Jane Austen

  54. Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald der wächst.

  55. Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht

    Johann Nepomuk Nestroy

  56. Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung, was der Baum insgesamt ist.

    Rabindranath Tagore

  57. Vertreibt die Natur; sie kehrt im Galopp zurück.

    Philippe Destouches

  58. Aber unwillkürlich blickt der Mensch in die Zukunft, wie er, wenn er am Fenster steht, zum Himmel blickt, und wie an dem Wölkchen oder Gestirne auftauchen und dahin ziehen, so dämmern in ihr Bilder de …

    Ida Hahn - Hahn

  59. Sein Name lautet nicht länger 'wilder Hund', sondern 'bester Freund'

    Rudyard Kipling

  60. Der Arzt soll die Kraft und die Natur der Krankheit im Ursprung suchen, denn den Rauch vom Feuer sollen wir nicht löschen, sondern allein das Feuer

    Philippus Theophrastus Paracelsus