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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 3

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.

    Honoré de Balzac

  2. Sich lieben heißt unaufhörlich gegen tausend verborgene Mächte kämpfen, die von uns oder von der Welt ausgehen. Kämpfen gegen andere Männer, andere Frauen.

    Jean Anouilh

  3. Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Es muss verschiedene Rangstufen geben, da alle Menschen herrschen wollen und nicht alle es können.

    Blaise Pascal

  5. Zuviel Glück macht wahnsinnig.

  6. Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen, als ein Löwe der Mücke

    Selma Lagerlöf

  7. Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.

    Voltaire

  8. Wenn die Zeit nicht reif ist, kann nichts es geschehen machen; wenn sie reif ist, kann nichts es verhindern

  9. Man greift nicht nur an, um jemandem weh zu tun, ihn zu besiegen, sondern vielleicht auch nur, um sich seiner Kraft bewußt zu werden.

    Friedrich Nietzsche

  10. Wer über die Fehler anderer lacht, macht selber einen.

  11. Du bist der Herr deiner Worte, aber einmal ausgesprochen, beherrschen sie dich.

  12. Die Liebe ist alles und wirkt alles, und von ihr kann man alles sagen, und alles kann man ihr zuschreiben.

    Giordano Bruno

  13. Nichts auf der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind

    Albert Einstein

  14. Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.

    Georg Simmel

  15. Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.

    Otto von Bismarck

  16. Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.

    Kurt Tucholsky

  17. Freiheit ist unteilbar. Ist nur einer unfrei, so sind alle versklavt.

    John F. Kennedy

  18. Intakte Familien sind Festungen mit vielen Fenstern und Türen zur Außenwelt.

  19. Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.

    Jean de la Bruyère

  20. Der Grammatik müssen sich selbst Könige beugen.

    Jean-Baptiste Molière

  21. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    Karl Marx

  22. Schätze deine Größe nicht nach deinem Schatten

  23. Ein Kamel macht sich nicht über den Buckel eines anderen lustig

  24. Reich macht dich nicht die Summe deiner Einkünfte - sondern die Summe der von dir gebrachten Opfer.

    Antoine de Saint-Exupéry

  25. Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.

    John Steinbeck

  26. Der Flinke macht nicht immer das Rennen, und in der Schlacht winkt nicht immer dem Starken der Sieg.

    Thomas Hardy

  27. Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuheben.

    Thomas von Aquin

  28. Haben Frauen erstmal wirklich gründlich ihren inneren männlichen Anteil entwickelt, hinkt das Original oft nur noch schlapp hinterher.

    Christa Schyboll

  29. Eine Frau, so schwach sie ist, ist durch das Gefühl, das sie einflößt, stärker als der stärkste Mann

    Giacomo Casanova

  30. Wer die oberste Hand hat, verwendet sie selten zum Streicheln, sondern gebraucht sie lieber fest als Faust.

    Wilhelm Raabe

  31. Die einfachen Freuden der Seele sind die süßesten. Sie lassen sich nicht motivieren, zergliedern, deuten, beschreiben, sie sind als Elemente unseres Glücksgefühls unzerlegbar und eben darum so mächt …

    Paul Keller

  32. Die sich lieben, die fürchten sich nicht.

    Theodor Fontane

  33. Ein Mensch mit sanftem Charakter macht sich selbst und andere glücklich.

  34. Ein liebendes Weib ist unverwüstlich.

    John Steinbeck

  35. Allzeit gewinnen macht verdächtig, allzeit verlieren macht verächtlich

  36. Hunger macht hart Brot zu Lebkuchen

  37. Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann

    Anselm von Canterbury

  38. Was kein Verstand erfasst, keine menschliche Weisheit erreicht, das ist der wahren Liebe zu allen Zeiten möglich: ihr Quell ist unversiegbar.

    Henriette Davidis

  39. Was macht man nicht alles fürs Geld! sprach der Narr, da sah er einen Affen.

  40. Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

    Karl Marx

  41. Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke.

    Leonardo da Vinci

  42. Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können

    John F. Kennedy

  43. Vertreibt die Natur; sie kehrt im Galopp zurück.

    Philippe Destouches

  44. Eine Wahrheit in böser Absicht berichtet, schlägt alle Lügen, die man erfinden kann

    William Blake

  45. Verachte dein eigenes Leben, und du bist Herr über das Leben anderer!

  46. Liebe hat die Eigenart, nicht vernünftig sein zu können

    Józef Ignacy Kraszewski

  47. Glück macht verrucht und Siegen verwegen

  48. Die Liebe ist einäugig, aber Hass gänzlich blind

    Berthold Auerbach

  49. Das eben ist der Liebe Zaubermacht, dass sie veredelt, was ihr Hauch berührt, der Sonne ähnlich, deren goldner Strahl Gewitterwolken selbst in Gold verwandelt.

    Franz Grillparzer

  50. Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  51. Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrüben: Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten, kein Missbilligen, kein Schelten, macht die Liebe tadelhaft.

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Wenn man einen plattdeutschen Bauern französisch lehrt und er macht deutsch daraus, so ist es englisch.

    August Pauly

  53. Allerheiligenreif macht zu Weihnacht' alles steif. (01. Nov.)

  54. Ist um St. Martin der Baum schon kahl, macht der Winter keine Qual. (11. Nov.)

  55. Freundschaft macht mehr glückliche Familien als Liebe

  56. Ich kann in einem Tag tausend adeln und zu Rittern machen; aber so mächtig bin ich nicht, dass ich in tausend Jahren einen Gelehrten machen könnte.

    Julius Wilhelm Zincgref

  57. Eine verliebte Frau fürchtet nicht die Hölle, und das Paradies erscheint ihr keineswegs wünschenswert

    Anatole France

  58. Je mehr Macht die Menschen haben, um so mehr mißbrauchen sie diese und werden übermütig.

    Nicolaus Machiavelli

  59. Was kümmert die Kirche die Tyrannei missratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!

    Claude-Adrien Helvetius

  60. Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.

    Charles de Talleyrand