
Allerheiligenreif macht zu Weihnacht' alles steif. (01. Nov.)
Bedeutung
Allerheiligen am 1. November war im Volksglauben nicht nur ein kirchliches Hochfest, sondern auch ein wichtiger Wetterprophetentag: Frost und Reif an diesem Tag galten als Zeichen, dass Weihnachten ebenfalls kalt und frostig werden würde. Diese Inversionsregel, bei der gutes oder markantes Wetter eines Festtages das Wetter eines fernen Termins ankündigt, war eine typische Form volkstümlicher Wetterdeutung. Sie half Bauern, sich frühzeitig auf Winterhärten einzustellen.
Verwendung
Geeignet für volkskundliche Texte zu Allerheiligen und Wetterbräuchen, Sammlungen zu deutschen Bauernregeln im November oder Beiträge über Inversionsregeln im bäuerlichen Wetterglauben. Auch passend für saisonale Herbst-Winter-Texte, die den Zusammenhang von kirchlichen Hochfesten und Wetterprognosen in der Volksüberlieferung thematisieren. Für heimatkundliche Publikationen oder volkskundliche Novemberkalender eignet sich der Spruch als kompakter Beitrag zum traditionellen Wetterwissen rund um Allerheiligen.
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