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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 8

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Das Glück befindet sich immer auf der Seite des größten Bataillons.

    Marie Marquise de Sévigné

  2. Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Nicht die Gewalt der Armee noch die Tüchtigkeit der Waffen, sondern die Kraft des Gemüts ist es, welche Siege erkämpft.

    Johann Gottlieb Fichte

  4. Nur Geld genug, so ist die Welt zu Kauf! Ein goldner Schlüssel schließt alle Schlösser auf!

    Christoph Martin Wieland

  5. Aus derselben Ackerkrume wächst das Unkraut wie die Blume und das Unkraut macht sich breit.

    Friedrich von Bodenstedt

  6. Verachtung ist das Gefühl eines vorsichtigen Mannes für einen Feind, der zu mächtig ist, um ihn gefahrlos zu bekämpfen.

    Ambrose Bierce

  7. Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.

    Christian Johann Heinrich Heine

  8. Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Leuten nicht für möglich gehalten wird.

    Jean-Paul Sartre

  9. Im Kampf zwischen dir und der Welt, stelle dich immer auf die Seite der Welt.

    Franz Kafka

  10. Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.

    Wilhelm Raabe

  11. Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.

    Publius Syrus

  12. Ein Floh auf der Schlafmatte ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste.

  13. Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.

    Jean de la Bruyère

  15. Was der Teufel nicht kann, macht die Frau.

  16. Wer auf fremde Kosten lacht, macht Schulden.

  17. Recht ist Eigentum, das sich auf die Macht stützt. Mit der Macht wird auch das Recht hinfällig

    Antoine de Rivarol

  18. Geld ist der größte Held.

  19. Führe dein Geschäft, oder es wird dich führen.

    Benjamin Franklin

  20. Die erste Wirkung des Glückes ist das Gefühl der Macht.

    Friedrich Nietzsche

  21. Es gibt keine grössere Kraft als die Kraft der Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.

    Martin Luther King

  22. Der Sturm sprach einst: "Ich kenne die Welt, denn ich zerpflücke sie." Da sprach der Reif: "Ich kenne die Welt, denn ich erdrücke sie." Die Sonne lacht: "Ich kenne sie besser. Ich beglücke s …

    Carmen Sylva

  23. Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.

    Johann Gottfried Herder

  24. Wir wissen, was der Krieg verübt, wer weiß, was Friede kann?

    Friedrich von Logau

  25. Schließlich ist heutzutage ein Bart das einzige, worin eine Frau dem Manne nicht überlegen sein kann.

    John Steinbeck

  26. Die Welt gehört, wie die Frauen, dem, der sie verführt, genießt und mit Füßen tritt.

    Giacomo Leopardi

  27. Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.

    Mark Twain

  28. Sobald die Frau aus dem Mann einen Esel gemacht hat, redet sie ihm ein, er sei ein Löwe mit eisernem Willen.

    Honoré de Balzac

  29. Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.

    Ludwig Börne

  30. Alle Neuerer, die die Demokratie als Sprungbrett zur Macht benutzen, finden sie lästig, sobald sie zur Macht gelangt sind.

    George Bernard Shaw

  31. Das ist das grösste, was dem Menschen gegeben ist, dass es seiner Macht steht, grenzenlos zu lieben.

    Theodor Storm

  32. Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt. (16. Jan.)

  33. Kunigung macht warm von unt. (03. März)

  34. Das Gebet macht der Witwe einen Wall um ihr Hüttlein.

  35. Der Hahn kräht, so er die Henne getreten.

  36. Ein jeder will Hahn im Korbe sein.

  37. Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.

    Jean Paul

  38. Ein Kaufmann macht durch allzu großes Rühmen die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig.

    Horaz

  39. Je nun, es ist im Menschenvolk einmal so Brauch, Vor irgend wem im Staub zu liegen auf dem Bauch.

  40. Liebe ist, wenn sie dir die Krümel aus dem Bett macht

    Kurt Tucholsky

  41. Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, was über uns ist.

    Johann Wolfgang von Goethe

  42. Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  43. Das Genie ist die Macht, Gott der menschlichen Seele zu offenbaren.

    Franz Liszt

  44. 2 Bauern gingen in den Wald, der Eine macht den Anderen kalt. Willst Du kalten Bauern seh'n, mußt Du in den Wald reingeh'n.

  45. Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion

    William Butler Yeats

  46. Es gibt nur einen mächtigen Hebel der Zivilisation: die Religion.

    Johann Jakob Bachofen

  47. Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann.

    Gottfried Keller

  48. Ich will haben, dass am Ende meiner Zeit keiner mehr die Richtung verändern kann. Zwar kann der Zug noch mal aufgehalten werden, das macht nichts. Hauptsache ist, er fährt in die richtige Richtung.

    Helmut Kohl

  49. Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauern nur durch sie

    Friedrich von Schiller

  50. Keiner weiß was in ihm steckt, bevor er von der Macht gekostet hat

    Otto Flake

  51. Wer sich in schlechten Zeiten den Staat ins Boot holt, wird ihn in guten Zeiten kaum mehr vom Steuer verdrängen können.

    Walter Scheel

  52. Der Empfindsame ist der Waffenlose unter lauter Bewaffneten.

    Berthold Auerbach

  53. Ein wenig Liebe ist wie ein wenig Wein. Allzuviel vom einen oder anderen macht einen Mann krank.

    John Steinbeck

  54. Wein erhöht den Geist und macht ihn geneigt zur Entflammung, und beim vollen Pokal schwinden die Sorgen dahin.

    Ovid

  55. Arm oder reich - der Tod macht alles gleich.

  56. Das Volk beurteilt die Macht Gottes nach der Macht seiner Priester.

    Napoleon

  57. Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu steh’n. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen.

    Kurt Tucholsky

  58. Mit einflussreichen Beziehungen zu prahlen, das sollte man jenen überlassen, die keine haben.

    Otto Weiss

  59. Kein Fluss kann seine Quelle überstiegen - kein Volk besser sein als seine Frauen

  60. Gehst du in den Ehestand, führ' den Mann mit zarter Hand. Allzu starke Frauenpower macht die Ehemänner sauer.