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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 2

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein!

    Seneca

  2. Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. Jeder Glaube, der dem Geld oder der Macht dient, nimmt Schaden an seiner Seele.

    Stefan Zweig

  4. Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.

    Albert Schweitzer

  5. Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte.

    Kurt Tucholsky

  6. Jene, die ihre Sehnsucht zu zügeln wissen, können das nur, weil ihre Sehnsucht schwach genug ist, beherrscht zu werden.

    William Blake

  7. Macht ist die Fähigkeit nicht zuhören zu müssen, weil man das Sagen hat.

  8. Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler.

    Alfred Krupp

  9. Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.

    Robert Koch

  10. Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.

  11. Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Es ist besser, einen Tag als Tiger gelebt zu haben, als tausend Jahre lang als Schaf.

  13. Wenn wir zürnen, hat unser Gegner seinen Zweck erreicht: Wir sind in seiner Gewalt

    Ernst von Feuchtersleben

  14. Geld regiert die Welt.

  15. Alle unsere Streitigkeiten entstehen daraus, daß einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will.

    Mahatma Gandhi

  16. Wirkliche Liebe ist immer grösser als alle Vorstellungen, die man sich von ihr macht

  17. Wenn schon die Illusionen bei den Menschen eine so große Macht haben, dass sie das Leben in Gang halten können – wie groß ist dann erst die Macht, die eine begründete Hoffnung hat? Deshalb ist es ke …

    Dietrich Bonhoeffer

  18. Klein ist das Eichhörnchen,. Aber es ist kein Sklave des Elefanten.

  19. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …

    Friedrich Nietzsche

  20. Ein an die Macht gekommener Freund ist ein verlorener Freund.

    Henry Adams

  21. Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.

    Napoleon

  22. Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.

  23. Erfahrungen sind Maßarbeit... Sie passen nur dem, der sie macht

    Oscar Wilde

  24. Das Gewissen macht uns alle zu Egoisten.

    Oscar Wilde

  25. Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.

    Voltaire

  26. Unzählige Menschen haben Völker und Städte beherrscht, ganz wenige nur sich selber

    Seneca

  27. Was dem Schwarm nicht nützt, das nützt auch der einzelnen Biene nicht

    Mark Aurel

  28. Ein Diplomat ist ein Mann, der die Paukenschläge der Politiker in Harfenklänge verwandeln soll

    Eugene O'Neill

  29. Wo es Klugheit gibt, da schafft die Gewalt nichts.

    Herodot von Halikarnassos

  30. Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen.

    Wilhelm Busch

  31. Geliebt zu werden macht uns stark. Zu lieben macht uns mutig.

    Laotse

  32. In der Tat läßt sich die ganze Weisheit der Weltgeschichte in einen einzigen Satz zusammenfassen: Jeder Staat raubt, soviel er kann. Punktum. Mit Verdauungspausen und Ohnmachtsanfällen, welche m …

    Carl Spitteler

  33. Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß.

    William Shakespeare

  34. Fleissiger Herr macht fleissige Diener.

  35. Wer mit aller Kraft des Herzens das Gute sucht, tritt in Verbindung mit allen höheren Kräften der Welt und spürt überall ihre Hilfe

  36. Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

    Wilhelm Busch

  37. Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.

    Jonathan Swift

  38. Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  39. Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht

    Margarete Seemann

  40. Auf zweifache Weise wird die Gerechtigkeit verdorben: durch die falsche Klugheit der Weisen und durch die Gewalt dessen, der Macht hat.

    Thomas von Aquin

  41. Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.

  42. Wer Freunde hat, ist nicht verloren, und des Unscheinbaren Macht bewegt die Welt.

  43. Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen

  44. Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  45. Zeit ist Geld und Geld ist Macht. Doch keiner auf der Welt, das sei stets bedacht, hat’s mit Geld und Macht jemals zu mehr Zeit gebracht.

    Josef Bordat

  46. …der gütige Wunsch eines einzigen Freundes, der dir durch zehn Minuten mit aufrichtigem Interesse zuhört, ist eine wirkliche lebendige, hilfreiche Macht...

    Prentice Mulford

  47. Je größer die Macht umso gefährlicher der Mißbrauch.

    Edmund Burke

  48. Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.

    Emile Zola

  49. In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.

    Christian Friedrich Hebbel

  50. Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  51. Ein Leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft macht eine Gegenwart unmöglich

    Else Pannek

  52. Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht die Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen

  53. Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst

    Voltaire

  54. Bitten von Höhergestellten klingen immer stark nach Befehlen.

    Henry Fielding

  55. Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.

    Henry George Bohn

  56. Wen Gott naß macht, den macht er auch wieder trocken.

  57. Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.

  58. Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.

    Francis Bacon

  59. Die Liebe ist die subtilste Macht der Welt.

    Mahatma Gandhi

  60. Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.

    Honoré de Balzac