Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 2
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein!
— Seneca
Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Jeder Glaube, der dem Geld oder der Macht dient, nimmt Schaden an seiner Seele.
— Stefan Zweig
Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.
— Albert Schweitzer
Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte.
— Kurt Tucholsky
Jene, die ihre Sehnsucht zu zügeln wissen, können das nur, weil ihre Sehnsucht schwach genug ist, beherrscht zu werden.
— William Blake
Macht ist die Fähigkeit nicht zuhören zu müssen, weil man das Sagen hat.
Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler.
— Alfred Krupp
Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.
— Robert Koch
Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben
— Marie von Ebner-Eschenbach
Es ist besser, einen Tag als Tiger gelebt zu haben, als tausend Jahre lang als Schaf.
Wenn wir zürnen, hat unser Gegner seinen Zweck erreicht: Wir sind in seiner Gewalt
— Ernst von Feuchtersleben
Geld regiert die Welt.
Alle unsere Streitigkeiten entstehen daraus, daß einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will.
— Mahatma Gandhi
Wirkliche Liebe ist immer grösser als alle Vorstellungen, die man sich von ihr macht
Wenn schon die Illusionen bei den Menschen eine so große Macht haben, dass sie das Leben in Gang halten können – wie groß ist dann erst die Macht, die eine begründete Hoffnung hat? Deshalb ist es ke …
— Dietrich Bonhoeffer
Klein ist das Eichhörnchen,. Aber es ist kein Sklave des Elefanten.
Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …
— Friedrich Nietzsche
Ein an die Macht gekommener Freund ist ein verlorener Freund.
— Henry Adams
Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.
— Napoleon
Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.
Erfahrungen sind Maßarbeit... Sie passen nur dem, der sie macht
— Oscar Wilde
Das Gewissen macht uns alle zu Egoisten.
— Oscar Wilde
Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.
— Voltaire
Unzählige Menschen haben Völker und Städte beherrscht, ganz wenige nur sich selber
— Seneca
Was dem Schwarm nicht nützt, das nützt auch der einzelnen Biene nicht
— Mark Aurel
Ein Diplomat ist ein Mann, der die Paukenschläge der Politiker in Harfenklänge verwandeln soll
— Eugene O'Neill
Wo es Klugheit gibt, da schafft die Gewalt nichts.
— Herodot von Halikarnassos
Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen.
— Wilhelm Busch
Geliebt zu werden macht uns stark. Zu lieben macht uns mutig.
— Laotse
In der Tat läßt sich die ganze Weisheit der Weltgeschichte in einen einzigen Satz zusammenfassen: Jeder Staat raubt, soviel er kann. Punktum. Mit Verdauungspausen und Ohnmachtsanfällen, welche m …
— Carl Spitteler
Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß.
— William Shakespeare
Fleissiger Herr macht fleissige Diener.
Wer mit aller Kraft des Herzens das Gute sucht, tritt in Verbindung mit allen höheren Kräften der Welt und spürt überall ihre Hilfe
Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.
— Wilhelm Busch
Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.
— Jonathan Swift
Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht
— Margarete Seemann
Auf zweifache Weise wird die Gerechtigkeit verdorben: durch die falsche Klugheit der Weisen und durch die Gewalt dessen, der Macht hat.
— Thomas von Aquin
Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.
Wer Freunde hat, ist nicht verloren, und des Unscheinbaren Macht bewegt die Welt.
Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen
Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Zeit ist Geld und Geld ist Macht. Doch keiner auf der Welt, das sei stets bedacht, hat’s mit Geld und Macht jemals zu mehr Zeit gebracht.
— Josef Bordat
…der gütige Wunsch eines einzigen Freundes, der dir durch zehn Minuten mit aufrichtigem Interesse zuhört, ist eine wirkliche lebendige, hilfreiche Macht...
— Prentice Mulford
Je größer die Macht umso gefährlicher der Mißbrauch.
— Edmund Burke
Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.
— Emile Zola
In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.
— Christian Friedrich Hebbel
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein Leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft macht eine Gegenwart unmöglich
— Else Pannek
Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht die Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst
— Voltaire
Bitten von Höhergestellten klingen immer stark nach Befehlen.
— Henry Fielding
Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
— Henry George Bohn
Wen Gott naß macht, den macht er auch wieder trocken.
Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.
— Francis Bacon
Die Liebe ist die subtilste Macht der Welt.
— Mahatma Gandhi
Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
— Honoré de Balzac