Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 6
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Echtes Wissen verleiht Macht
— John Knittel
Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung
— Publius Syrus
Die Dummheit ist etwas Unumstößliches. Nichts geht gegen sie an, ohne an ihr zu zerschellen.
— Gustave Flaubert
Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.
— Vergil
Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnutzen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Alles was du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein; aber es gibt deinem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann, und mac …
— Albert Schweitzer
Gleich wie Feuer nicht Feuer löscht, so kann Böses nicht Böses ersticken. Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse
— Leo Tolstoi
Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen.
— Thomas Jefferson
Wissen ist Macht, Gewissen deren Kontrolle.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.
— Bertolt Brecht
Nichts ist überzeugender als Erfolg.
— Leopold von Ranke
Mächtige verstehen einander immer, mögen sie auch verfeindet sein.
— Georges Clemenceau
Auch der dickste Eiszapfen hat auf Dauer keine Chance gegen die Sonne.
Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.
— Adolph Kolping
Liebe ist die größte Weisheit, und die größte Weisheit selbst im ernsten Sinn des Predigerbuches ist und bleibt Liebe. Liebe ist unser Königreich aus dem Paradiese; worüber wir mit Liebe herrsch …
— Johann Gottfried Herder
Eine Frau ist das Mächtigste auf Erden, und in ihrer Hand liegt es, den Mann dahin zu leiten, wo Gott ihn haben will.
— Henrik Johan Ibsen
Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.
— Albert Schweitzer
Sind zwei Menschen eines Sinnes, vermag ihr Wille, Metall durchzuschneiden.
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Liebe ist stärker als der Tod und die Schrecken des Todes. Allein die Liebe erhält und bewegt unser Leben.
— Iwan Turgenjew
Die Macht ist bei den Fröhlichen!
— Hugo von Hofmannsthal
Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.
— Karl Marx
Das ist bitter für einen Menschen, bei allem Wissen keine Macht zu haben.
— Herodot von Halikarnassos
Peinlich ist es zu kämpfen mit einem Menschen, der zur Niederlage bereit ist.
— Seneca
Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit
— Winston Churchill
Gott ist nicht allmächtig. Er kann keine Mauer bauen, über die er nicht hinwegspringen kann. Er kann keinen Stein machen, den er nicht heben kann.
— Blaise Pascal
Man muß wissen, dass es Dinge gibt, die unserer Macht nicht unterliegen und die wir nur zu erkennen, nicht hervorzubringen imstande sind.
— Dante Alighieri
Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.
— Fjodor M. Dostojewski
Heirat: Eine Gemeinschaft, bestehend aus Herr, Herrin und zwei Sklaven, macht zusammen zwei.
— Ambrose Bierce
Ob die Jahre uns entgleiten, Wellen gleich an Ufers Rand, auch die Flüchtigkeit der Zeiten hältst du, Herr, mit starker Hand.
Die Furcht, als Feigling zu gelten, macht oft zum Feigling.
— Henry de Montherlant
Wer Mut zeigt macht Mut.
— Adolph Kolping
Die Liebe macht blind für den geliebten Gegenstand.
— Plutarch
Zart ist der Faden der Freundschaft. Doch unzertrennlich wie jene Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt.
— Novalis
Erziehung ist die billigste Verteidigung der Nationen.
— Edmund Burke
Es gibt ein allgemein gültiges Gesetz, das Entstehen und Vergehen befiehlt.
— Publius Syrus
Das Überraschende macht Glück.
— Friedrich von Schiller
Im Schlaf sind wir ebenso wenig Herr unserer Gedanken wie im wachen Zustand.
— Voltaire
Maitau macht grüne Au.
Durch einen glücklichen Zufall kann ein Mann die Welt eine Zeitlang, aber dank der Liebe kann er sie für immer beherrschen.
— Laotse
Wo die Würstchen an die Macht kommen, wird der Senf rationiert.
Der Hass unter Verwandten ist der stärkste.
— Tacitus
Geld ist eine neue Form der Sklaverei.
— Leo Tolstoi
Gib den Streitenden nach; Nachgeben macht dich zum Sieger.
— Ovid
Hass ist grenzenlos.
— Heinrich Martin
Der Mensch trägt seine Überlegenheit innen, die Tiere ihre außen.
Unser Chef ist ein echter Tierfreund. Täglich macht er einen zur Sau.
Ein Geheimnis haben, macht einen schrecklich einsam.
— John Steinbeck
Jede Frau hofft, ihren Mann beherrschen zu können, aber für ihren Sohn hofft sie, dass er seine Frau beherrscht.
Wir wissen, dass durch Naturnotwendigkeit jeder über den herrscht, über welchen er Gewalt hat.
— Thukydides
Arbeit macht Spaß, aber wer kann schon Spaß vertragen!
Das macht den Bauern gar nicht froh, wenn's regnet in sein Cabrio.
Man beherrscht die Menschen mit dem Kopf: mit einem guten Herzen spielt man nicht Schach.
— Nicolas Chamfort
Der Erfolg macht einen zum König, der Mißerfolg zum Räuber.
Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
— George Bernard Shaw
Ans Herz drück ich den Feind, doch um ihn zu ersticken
— Jean Racine
In Worten steckt wirklich eine große Kraft - wenn man nicht zu viele aneinanderkettet.
— Joseph Billings
Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt
— Jean Paul
Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie
Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.
— Jean-Jacques Rousseau