Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 9
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Kundschaft macht Freundschaft, Freundschaft macht Küssen, und Küssen macht Kinder.
Eine volle Flasche macht kein Geräusch, eine halb volle gluckert.
Ideen sind mächtiger als Körperkraft.
— Sophokles
Gute Bücher sind wie eine Gesellschaft von Königen und Königinnen, sind wie eine reine Gesellschaft von wahrhaft Auserwählten und Mächtigen der Erde.
— John Ruskin
Freiheitsliebe ist Nächstenliebe, Machtliebe ist Eigenliebe.
— William Hazlitt
Nie drohe man zuerst mit der Faust und dann mit dem Finger.
— Franklin D. Roosevelt
Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod.
— Honoré de Balzac
Gegen die Zukunft kann man nicht kämpfen. Die Zeit ist auf ihrer Seite.
— William Ewart Gladstone
Schakale und Wölfe versperren den Weg. - Schurken sind an der Macht!
Macht ist eine Leiter mit angesägten Sprossen.
— Philip Chesterfield
Ein Dummkopf bleibt ein Dummkopf nur für sich in Feld und Haus; Doch wenn du ihn zum Einfluß bringst, so wird ein Schurke draus.
— Franz Grillparzer
Eigenliebe ist oft eher arrogant als blind. Sie verbirgt nicht unsere Fehler vor uns, sondern macht uns glauben, dass sie von anderen nicht bemerkt werden.
— Samuel Johnson
Ich spreche nicht gern mit Leuten, die stets meiner Meinung sind. Eine Zeitlang macht es Spaß, mit dem Echo zu spielen, auf die Dauer aber ermüdet es.
— Thomas Carlyle
Die Macht des Wunders ist nichts anderes als die Macht der Einbildungskraft.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Die Liebe ist eine gewaltige Kraft; sie ist die einzige unüberwindliche Kraft dieser Welt.
— Fjodor M. Dostojewski
Liebe ist .wie's Wetter: mal stürmisch, mal still. Ein Narr, der durchs Bitten was ausrichten will.
Um Allerseelen kalt und klar, macht auf die Weihnacht' alles starr. (02. Nov.)
Wer mit dem Weibe aber verkehrt, der ist der Befleckung seines Geistes so ausgesetzt wie jener, der durchs Feuer geht, der Versengung seiner Sohlen
— Franz von Assisi
Liebe ist die Geschichte der Verfolgung des Mannes durch die Frau
— George Bernard Shaw
Vieles Gewaltige lebt, und nichts ist gewaltiger als der Mensch.
— Sophokles
Je älter ich werde, desto fragwürdiger erscheint mir die These: Alter macht weise.
— H. L. Mencken
Allohol macht Birne hohl – prima, noch mehr Platz für Allohol.
Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.
— Johann Peter Hebel
Die Lüge kann nie zur Wahrheit werden dadurch, dass sie an Macht wächst
— Rabindranath Tagore
Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.
— Charles de Talleyrand
Der große Mann braucht überall viel Boden, und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Äste.
— Gotthold Ephraim Lessing
Herz paßt nicht zu moderner Kleidung, es macht alt
— Oscar Wilde
Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.
— Oscar Wilde
Unterm Baum im grünen Gras sitzt ein kleiner Osterhas! Putzt den Bart und spitzt das Ohr, macht ein Männchen, guckt hervor. Springt dann fort mit einem Satz und ein kleiner frecher Spatz schaut …
Die Liebe macht zum Goldpalast die Hütte.
— Ludwig Christoph Heinrich Hölty
Eine Frau ist leicht zu beherrschen, wenn einem Mann daran gelegen ist. Ein Einziger kann sogar mehrere lenken.
— Jean de la Bruyère
Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten
Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.
— Helene von Druskowitz
Wie könnte die Macht der Presse bestehen, wenn wir sie einfach ignorierten? Und wie wenig Anstrengung hätte uns das zu kosten!
— Richard Wagner
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Liebe macht blind! Aber wer verheiratet ist, kann plötzlich wieder sehen.
Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch haben
Wer sich selbst beherrschen kann, beherrscht andere.
— William Hazlitt
Nur dort gibt es Liebe, wo die Wahl unwiderruflich ist, denn man muss Grenzen haben, um werden zu können.
— Antoine de Saint-Exupéry
Dem großen Schulkind gratulier' ich sehr. Dir fällt die Schule ganz bestimmt nicht schwer. Wer so vergnügt und immer munter ist wie du, dem macht das Spaß, und der begreift im Nu!
Es ist falsch, zu sagen: Ich denke. Es müsste heißen: Man denkt mich
— Arthur Rimbaud
Machen Sie sich nichts vor - Ihnen macht sowieso keiner was nach!
Nichts ist so fürchterlich als die Macht der Dummheit in den Klugen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière
Treue im Kleinsten macht die Treue dir leicht im Großen
— Johann Kaspar Lavater
Erst der Ernst macht den Mann, erst der Fleiß das Genie.
— Theodor Fontane
Zeit macht aus einem Gerstenkorn eine Kanne Bier.
Die Liebe ist das Reich der Frauen
— Jean-Jacques Rousseau
Wer anderen die Freiheit verleugnet, verdient sie nicht für sich selbst.
— Benjamin Franklin
Wer zu schwach ist, dir zu nutzen, ist noch stark genug, dir zu schaden
Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.
— Albert Camus
Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.
— John Milton
Frauen erreichen alles, weil sie jene beherrschen, die alles beherrschen
Das Familienleben und sein Wohlstand ist wichtiger als alle Wissenschaft der Gelehrten, als alle Kunst großer Geister, als alle Macht der Mächtigen, und vermögen sie tausende aus dem Boden zu stampfen …
— Adolph Kolping
Geld behält das Feld spielt den Meister in der Welt.
Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer über seine Leidenschaften, Begierden und Ängste herrscht, ist mehr als ein König
— John Milton
Das Trinkgeschirr, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.
— Wilhelm Busch
Hat der Fuchs noch Zähne, geht er nicht ins Kloster.
Das liebe Geld kann alles.