Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 7
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Ein kluges Weib macht ihren Freund auch zum Freund ihres Mannes
— Karl Julius Weber
Lass nicht deinen Willen brüllen, wenn deine Macht flüstern kann.
— Thomas Fuller
Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie
Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es.
— Mark Aurel
Die Zunge ist ein Dolch aus Fleisch
Verzweifelung macht einem Feigling Mut.
— Thomas Fuller
Das Leise hat eine starke Stimme.
Eine Glatze macht noch keinen Denker!
Wenn das Glück nicht will an den Mann, so gilt's gleich, was er kann.
Der Narr macht viel Aufhebens um nichts.
Keine Gefahr ist dem Mut gewachsen.
Das Geheimnis jeder Macht besteht darin, zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir.
— Ludwig Börne
Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!
— Georg Büchner
Was macht ein Holländer, nachdem er die Fußball-Europameisterschaft gewonnen hat? Er macht seine Playstation aus und geht ins Bett!
Dankbarkeit macht das Leben erst reich
— Dietrich Bonhoeffer
Unbegrenzte Macht ist geeignet, die Seelen derjenigen zu verderben, die diese Macht besitzen.
— William Pitt
Zu fürchten hat man allein jene Dinge, die Macht besitzen, Schaden zuzufügen; nicht alles übrige - es ist nicht furchtbar.
— Dante Alighieri
Der Fuchs macht sich die Macht des Tigers zunutze.
Mit Geld kann man sogar Götter bestechen.
Öffentliche Meinung kann Gold zum Schmelzen bringen.
So mächtig du auch bist, es gibt immer noch einen Mächtigeren.
Aber alles besiegt die Liebe.
— Vergil
Wie groß du für dich seist, vorm Ganzen bist du nichtig; Doch als des Ganzen Glied bist du als kleinstes wichtig.
— Friedrich Rückert
Wer der Meinung ist, dass für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.
— Benjamin Franklin
Geduld, Vernunft und Zeit macht möglich die Unmöglichkeit.
— Simon Dach
Der Wert der menschlichen Arbeit wächst mit der Weite des Wirtschaftsgebietes. Wir müssen uns mit aller Macht aus der Isolierung lösen.
— Ludwig Erhard
All zu vieles Schlafen macht dumm, und all zu vieles Wachen führet zuletzt zu dem Wahnwitz.
— Johann Georg Zimmermann
Gewohnheit ist der große Führer im Menschenleben.
— David Hume
Das Wort: Wir sind zufrieden! Macht uns're Weisheit aus. Wir seufzen doch hienieden Vom Glück nicht viel heraus.
— August Friedrich Langbein
Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren.
— Benjamin Franklin
Nichts macht schneller alt als der immer vorschwebende Gedanke, dass man älter wird.
— Georg Christoph Lichtenberg
Ein verständiger Mann läßt sich selbst nicht beherrschen, noch sucht er andere zu beherrschen; er will, dass einzig und allein und allezeit die Vernunft herrsche.
— Jean de la Bruyère
Wer Diener hat, hat unverhohlene Feinde.
Der Mißbrauch unserer Fähigkeiten macht uns unglücklich und böse
— Jean-Jacques Rousseau
Die Vielen können nichts, der Einzelne kann alles.
— Carl Spitteler
Wahre Herzensdemut kann nur der Gedanke an Gott und der Blick in die große Natur geben.
— Karl Julius Weber
Faulenzen macht müde... Arbeit nie...
Reisen, mein Lieber, macht mich gesund. Ich bin nie gesunder, als wenn mich das Posthorn weckt.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Augen reden mächtiger als die Lippen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Die Wahrheit ist mächtiger als jede Waffe.
Jede Gesellschaftsordnung entsteht nur durch die finanzielle Unterstützung einer bestimmten Klasse.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen
— Otto von Bismarck
Die Frau ist solange unterdrückt worden, dass sie gar nicht auf die Idee gekommen ist, sie könnte genauso gut, wenn nicht besser bergsteigen als der Mann
— Reinhold Messner
Bewegung macht beweglich — und Beweglichkeit kann manches in Bewegung setzen.
— Else Pannek
Wer selbst nichts zu tun hat, macht anderen die meiste Arbeit.
Verbesserung macht die Strassen gerade, aber die unverbesserten, krummen Strassen sind die des Genies
— William Blake
Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation, und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.
— Meyer A. Rothschild
Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen eine große Macht über unser Leben: Macht über unseren Schlaf, unseren Appetit, unsere Gesundheit und unsere Geistesruhe.
— Andrew Carnegie
Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. …
— Isaac Newton
Uns Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten - nicht jedoch den Esel
— Winston Churchill
Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.
Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?
— Erasmus von Rotterdam
Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.
— Martin Kessel
Ehe - Zustand oder Befindlichkeit einer Gemeinschaft, die aus einem Herren, einer Herrin und zwei Sklaven besteht, insgesamt also aus zwei Personen.
— Ambrose Bierce
Hat einer Geld, so ist er ein Held, und der mit goldenen Äpfeln werfen kann, behält das Feld.
Gelegenheit macht Diebe
Freude heißt die starke Feder In der ewigen Natur. Freude, Freude treibt die Räder In der großen Weltenuhr.
— Friedrich von Schiller
Das Gute, das man hat, nimmt man als selbstverständlich hin, nd von dem, was einem fehlt, macht man mehr, als man bei richtiger und dankbarer Betrachtung daraus machen sollte.
— Theodor Fontane
Macht Ernst mit euren schönen Worten, so wird das Paradies auf Erden sein.
— Paul de Lagarde
Überall, wo Gewalt statt Rechts galt, ward die Gewalt niemals recht alt.
— Daniel Sanders