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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 4

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.

    John Steinbeck

  2. Wenn Du auch täglich durch die Hallen der Macht wandelst, so trage doch in Dir die Luft aus den Wäldern der Berge.

  3. Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.

    Hugo von Hofmannsthal

  4. Zaghaftigkeit in der Ausführung macht tollkühne Unternehmungen zunichte.

    Marquis de Vauvenargues

  5. Wem nicht wenig genügt, den macht kein Reichtum satt.

    Christoph Martin Wieland

  6. Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.

    Charles de Talleyrand

  7. Setzt dem stolzen Manne Gleichgültigkeit entgegen, und ihr nehmt seiner Macht den Stachel!

    Friedrich Maximilian von Klinger

  8. Jetzt macht mir die Ausbildung mit Ihnen erst richtig Spaß, ich habe ein Opfer gefunden.

  9. Wer den Daumen auf dem Beutel hat, der hat die Macht.

    Otto von Bismarck

  10. Stillstand des Blutens macht krank, Stillstand des Denkens macht dumm.

  11. Ein Regentag macht die Dürre von Wochen gut

  12. Der Mensch ist in der Gegenwart in Technik manchmal so vernarrt, dass ihn kaum der Verdacht befällt, ob sie ihn nicht zum Narren hält.

    Karl-Heinz Söhler

  13. Je mehr Macht die Menschen haben, um so mehr mißbrauchen sie diese und werden übermütig.

    Nicolaus Machiavelli

  14. Das eben ist der Liebe Zaubermacht, dass sie veredelt, was ihr Hauch berührt, der Sonne ähnlich, deren goldner Strahl Gewitterwolken selbst in Gold verwandelt.

    Franz Grillparzer

  15. Verachte dein eigenes Leben, und du bist Herr über das Leben anderer!

  16. Eine Wahrheit in böser Absicht berichtet, schlägt alle Lügen, die man erfinden kann

    William Blake

  17. Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke.

    Leonardo da Vinci

  18. Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

    Karl Marx

  19. Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann

    Anselm von Canterbury

  20. Eine Frau, so schwach sie ist, ist durch das Gefühl, das sie einflößt, stärker als der stärkste Mann

    Giacomo Casanova

  21. Einigkeit beim Vieh macht, dass der Löwe sich hungrig hinlegen muß.

  22. Machtgelüste sind die entsetzlichsten aller Leidenschaften.

    Tacitus

  23. In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht

    Kurt Tucholsky

  24. Die guten Herrscher bringen den Menschen eine Ordnung, die sie fröhlicher macht.

  25. Wenn ein Mensch Macht über seine Affekte gewinnt, allein nach der Notwendigkeit seiner Natur existiert und dadurch die Freiheit der Seele erreicht, dann ist das gleichbedeutend mit Glückselig …

    Baruch de Spinoza

  26. Erinnere dich, dass alles nur Meinung ist und dass es in deiner Macht steht zu meinen, was du willst.

    Mark Aurel

  27. Man könnte ebenso gut Feuer im Schnee entzünden, wie den Versuch machen, das Feuer der Liebe mit Worten zu löschen.

    William Shakespeare

  28. Frauen sind das Paradies der Augen, das Fegefeuer des Beutels und die Hölle der Seele.

  29. Die Musik wirkt wie die Sonne, die alle Blumen des Feldes zum Leben erweckt.

    Khalil Gibran

  30. Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.

    Winston Churchill

  31. Es ist mir nie gelungen zu verstehen, wie ein verstandesbegabter Mensch aus der Ausübung von Macht über andere sein Glück beziehen kann.

    Thomas Jefferson

  32. Ein Lehrer arbeitet für die Ewigkeit. Niemand kann sagen, wo sein Einfluss endet.

    Henry Adams

  33. Der Besitz besitzt. Er macht die Menschen kaum unabhängiger.

    Friedrich Nietzsche

  34. Jedes zu großes Übergewicht von einer Seite stört die Freundschaft.

    Adolph Freiherr von Knigge

  35. Meine Absicht ist es, die Menschen von den falschen Vorstellungen zu befreien, die ihnen Gott als einen absoluten Herrscher darstellen, despotisch Macht ausübend, wenig geeignet und wenig wert, gelieb …

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  36. Du hättest recht, wenn die Dummheit eine Geistesschwäche wäre. Leider ist sie aber eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen …

    Johann Nepomuk Nestroy

  37. Wenn Freund zu Freund kommt, stirbt des Verleumders Macht.

    Friedrich Rückert

  38. Wer Hass allzu sehr fürchtet, versteht nicht zu herrschen.

    Seneca

  39. Der Misserfolg hat einen Segen, der mir verklärt den trübsten Tag: Er macht uns beliebter bei den Kollegen, als ein Erfolg es je vermag.

    Oscar Blumenthal

  40. Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.

    Johann Gottfried Seume

  41. Die Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die vom Bewusstsein der eigenen Macht herrührt.

    Paul Cezanne

  42. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden

    Kurt Tucholsky

  43. Wenn man wenig stiehlt, kommt man ins Gefängnis. Wenn man viel stiehlt, macht man Karriere.

  44. Kein Wunder gibt es, keine Allmacht, um Geschehenes ungeschehen zu machen.

    Eduard Mörike

  45. Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken.

    Dante Alighieri

  46. Das Band der Liebe hält noch besser als das Band, das die Natur so stark um Eltern und Kinder geschlungen hat.

    Bernhard von Clairvaux

  47. Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit.

    Victor-Marie Hugo

  48. Es steht in unserer Macht, die Welt aufs Neue zu beginnen.

    Thomas Paine

  49. Das Gift, an dem die schwächere Natur zugrunde geht, ist für den Starken Stärkung, und er nennt es auch nicht Gift

    Friedrich Nietzsche

  50. Wegen eines Frauenlächelns wurden schon ganze Konzerne zugrunde gerichtet

    Andrew Carnegie

  51. Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.

    René Descartes

  52. Große Männer bleiben in jeder Lebenslage die gleichen, mag das Schicksal sie erhöhen oder erniedrigen, sie ändern sich nie, sie bleiben immer standhaft und ihrer Lebensart treu, so dass jeder sieht, d …

    Nicolaus Machiavelli

  53. So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.

    Georg Ebers

  54. Nur ein Narr macht keine Experimente

    Charles Robert Darwin

  55. Hass: ein angemessenes Gefühl angesichts der Überlegenheit eines anderen.

    Ambrose Bierce

  56. Wer ein Volk regiert, indem er gute Beispiele gibt, ist wie der Polarstern, der unbeweglich bleibt, während alle anderen sich um ihn drehen

    Konfuzius

  57. Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, ur die der Freiheit nicht

    Ludwig Börne

  58. Ein aufrichtiger Gedanke kann Himmel und Erde bewegen.

  59. Eigennutz macht selten Glück.

    Marquis de Vauvenargues

  60. Gewalt macht den Menschen zur Sache.

    Simone Weil