Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 12
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Wer nie Fehler macht wird nie reich.
Die Männer regieren die Welt und die Frauen ihre Männer. Was wollen sie noch mehr?
— Bogumil Goltz
Bücher sind nicht Denkmäler der Vergangenheit, sondern Waffe der Gegenwart.
— Heinrich Laube
Glück ist Energie aus Lebenskraft.
— Christoph Wilhelm Hufeland
Nichts ist so stark wie die Notlage, weil alle ihr sich unterwerfen.
— Thales von Milet
Das kleinste Steinchen im Schuh macht mehr Verdruss als der größte Fels am Weg.
Wer herrschen will, muss dienen können!
— Stefan Glas
Geld macht Blinde sehend
Ob Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.
— Gottfried von Strassburg
Wir wollen lieber fliegen als kriechen.
— Louise Otto-Peters
Ein von Eifer entflammter Mensch reicht hin, ein ganzes Volk aufzurichten.
— Johannes Chrysostomos
In seiner Güte schuf Gott das Nützliche, in seiner Weisheit das Schöne, in seiner Macht das Große.
— Basilius von Caesarea
Die Natur weicht der Hacke, aber sie kehrt zurück.
— Horaz
Das lüsterne Spiel mit der Macht ist besonders fein gewürzt, je genauer man weiß, was alle anderen nicht wissen
— Christa Schyboll
Es gibt unglaublich starke Persönlichkeiten. Wären sie Kaninchen, hätten sogar Python-Schlangen vor ihnen Respekt
— Karl-Heinz Karius
Der Humor wirkt mächtiger im deutschen Publikum, als die bloße Lustigkeit.
— Heinrich Laube
Es gibt keine furchtbarere Macht als das Vermögen, die Menschen lächerlich zu machen. Es gibt keinen größeren Beweis der Tugend, als dass man grenzenlose Macht besitzt und sie nicht mißbraucht.
— Thomas Babington Macaulay
Einer Gesetzgebung ist es wohl möglich, den Reichen arm zu machen, aber es ist ihr vollständig unmöglich, den Armen reich zu machen.
— Thomas Babington Macaulay
Mächtige Regierungen haben einen Widerwillen gegen das Geniale.
— Jacob Christoph Burckhardt
Mit der Kultur der Ruhe aber wächst der Wille zu einer Macht, die Schlaf oder absolute Passivität augenblicklich erzeugen kann.
— Prentice Mulford
Mut ist wie eine magnetische Wolke, die nichts durchbrechen kann!
— Prentice Mulford
Wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz.
— Chuang-tzu
Welcher Reichtum ist größer als der des Bedürfnislosen? Welche Macht ist großer als die des Unabhängigen?
— Francesco Petrarca
Wenn du nach der Macht strebst nur um Sicherheit und Frieden zu haben, ist es so, als ob du einen Vulkan erkletterst, um dich vor dem Sturm zu schützen.
— Francesco Petrarca
Wer die See beherrscht, beherrscht den Handel dieser Welt; wer den Handel der Welt beherrscht, herrscht über die Reichtümer dieser Welt und damit über sie selbst
— Sir Walter Raleigh
Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.
— Karl Wilhelm Ramler
Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt
— Samuel Butler
Geld bewirkt viel, ein kluges Wort kaum weniger
Glück ist das mächtigste Stärkungsmittel.
— Herbert Spencer
Folgt die Macht der öffentlichen Meinung, ist sie stark. Wenn sie diese aber schlägt, fällt sie.
— Alfred de Vigny
Wer Politik treibt, erstrebt Macht.
— Max Weber
Macht bedeutet die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.
— Max Weber
Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens
— Max Weber
Was wären in dieser Welt die Starken, ohne Unterstützung der Schwachen?
— Otto Weiss
Mehr Schriftsteller, als man glaubt, müssen das schreiben, was Frau und Kinder ihnen in die Feder diktieren.
— Otto Weiss
Falschheit regiert die ganze Welt.
— Georg Rollenhagen
So wie Licht und Schatten einander ausschließen, ebenso werden alle Dinge vom Gegensatz beherrscht.
— Helene von Druskowitz
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Die Gewalt besitzt nicht halb so viel Macht wie die Milde.
— Samuel Smiles
Du musst siegen oder fallen, besiegt von einem ist besiegt von allen.
— Camillo Benso Graf von Cavour
Die Zeit ist ein mächtiger Bundesgenosse für den, der auf Seiten der Vernunft und des Fortschritts ist.
— Camillo Benso Graf von Cavour
Jede gelungene Revolution führt zu einer Stärkung der staatlichen Macht.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Die Leidenschaft des Geldmachens beherrscht alle anderen Leidenschaften.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.
— Alphonse Karr
An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.
— Miguel de Cervantes Saavedra
Die große Kunst des Regierens besteht meistens in nichts anderem als: glauben zu machen, dass alles, was geschieht, durch uns geschehe.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Wer die Menschen belehren oder beherrschen will, der muss zuerst sich selbst überwinden und Herr seiner eigenen Leidenschaft werden. Das ist die erste Bedingung jeder Macht, welche wir über andere a …
— Joszef Freiherr von Eötvös
Bargeld ist Aladins Wunderlampe
— Lord Byron
Befehlen und gehorchen heißt, mit Mächten in Beziehung gebracht zu werden, und es ist nur sinnvoll, wenn der Befehlshaber im Vollbesitz dieser Mächte ist.
— Sebastian Faber
Unendlich ist der Raum, durch den wir in dunkler Nacht sternenweit schauen, aber bei lichtem Tage bietet er sich fassbar umgrenzt dem Auge. Nie die Zeit: unsichtbar bleibt sie, stumm, unerbittlich, ei …
— Theodor Toeche-Mittler
Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.
— Heinrich Lhotzky
Dem vertrauen die Menschen, der sich von einer höheren Macht regieren lässt.
— Paul Olaf Bodding
Unbeglückt ist noch nicht unglücklich. Dass du entbehren musst, das macht dich stark und gibt dir Selbstvertrauen.
— Paul Olaf Bodding
Eine dünne Freiheit ist immer noch besser als fettes Sklaventum
— Thomas Fuller
Nur ein Fehltritt braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
— Thomas Jefferson
Je mächtiger man ist, desto eher ist man verpflichtet, gerecht zu sein, und stets bleibt Ehrlichkeit die vorteilhafteste Politik
— Hippolyte Taine
Das allgemeine Wahlsystem in einem gleichgültigen Land läuft immer darauf hinaus, die Macht in die Hände deklassierter Schwätzer zu legen.
— Hippolyte Taine
Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Der Mensch ist allen Gesetzen unterworfen, die in der Natur sind.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Blume macht den Garten, nicht der Zaun