Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 3
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Die Hilfe Gottes ist unser weiter Raum, der uns frei und fröhlich macht.
— Martin Luther
Bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Denn von Gottes hoher Liebe Ist nicht menschliche verschieden; Beide sind nur Güte, Hoffnung, Glauben, Stärke, Freude, Frieden.
— Richard Ritter Kralik von Meyrswalden
Wahre Religion ist, keinen anderen Willen zu haben als den Willen Gottes.
— Florence Nightingale
Will's Gott, wer wendet's?
Wider Gottes Gewalt kann keiner.
Das Leben besteht im wesentlichen aus Glauben und Geduld. Wer diese besitzt, kommt zu einem herrlichen Ziel.
— Rudolf von Tavel
Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann
— Anselm von Canterbury
Die Gottesvorstellung der Menschen ist ihr ideal verwirklichtes Streben nach Vollkommenheit.
— Alfred Adler
Was kümmert die Kirche die Tyrannei missratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!
— Claude-Adrien Helvetius
Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.
— Alphonse de Lamartine
Das Gebet, das ein Mensch mit all seiner Macht leistet, hat eine große Kraft.
— Mechthild von Magdeburg
Was Gott will erhalten, das kann nicht erhitzen noch erkalten.
Mancher hat das Evangelium im Munde und den Teufel im Herzen.
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?
— Friedrich Nietzsche
Wenn die Vertreter der Kirche Christen sind, dann bin ich kein Christ; und umgekehrt.
— Leo Tolstoi
Gott leitet seine Kinder, die er auserwählt hat, wunderliche Wege.
— Mechthild von Magdeburg
Bete und arbeite.
Man muss wenigsten soviel Zeit aufwenden, Gott für seine Wohltaten zu danken, als man gebraucht hat, ihn darum zu bitten.
— Vinzenz von Paul
Beten ist kein Katzengeschrei.
Not lehrt beten - und seinen Verstand gebrauchen.
— Sebastian Kneipp
Der Teufel des einen ist anständiger als der Gott des andern.
— Emil Gött
Das einzige, was Gott davon abhält, noch eine Sintflut zu senden, ist die Tatsache, dass die erste nutzlos war
— Nicolas Chamfort
Setze den Gott, mit dem du unzufrieden bist, immerhin ab, sorg aber für einen würdigeren Thronfolger.
— Emil Gött
Ein Glaube, der nicht froh macht, ist des Glaubens nicht wert.
— Else Pannek
Wo man viel von Frömmigkeit sagt, da ist man selten fromm
Dass in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig
— Georg Christoph Lichtenberg
Alle meine Überzeugung ist nur Glaube, und sie kommt aus der Gesinnung, nicht aus dem Verstande.
— Johann Gottlieb Fichte
Die Geschichte meines Lebens wird der Welt sagen, was sie mir sagt: Es gibt einen liebevollen Gott, der alles zum Besten führt.
— Hans Christian Andersen
Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.
— Wilhelm von Humboldt
Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten
— Wilhelm Busch
Ein Engel ist nichts anderes als die Idee Gottes.
— Eckhart von Hochheim
Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den keiner anderer hat.
— John Henry Newman
Wo immer Gott ein Gebetshaus errichtet, baut der Teufel eine Kapelle; und bei genauerem Hinsehen wird sich herausstellen, dass Letzterer die größere Gemeinde hat.
— Daniel Defoe
Das Beste ist doch das Letzte im Leben, denn dafür wird alles gemacht. In Gottes Hand ist unsere Zeit.
— Robert Browning
Ein Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Tier.
— Edmund Burke
Für Dich könnte ich sterben. Mein Glaubensbekenntnis ist Liebe und Du bist sein Lehrsatz. Du hast mich hingerissen mit einer Kraft, der ich nicht widerstehen kann. Ich kann ohne Dich nicht atmen.
— John Keats
Großer Gott, lass meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird
— Selma Lagerlöf
Wer Wein verlangt, der keltre reife Trauben. Wer Wunder hofft, der stärke seinen Glauben.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es kennzeichnet den Unerfahrenen, dass er nicht an glückliche Zufälle glaubt.
— Joseph Conrad
Nur Gott, dem Vaterlande und meinem Gewissen will ich verantwortlich sein
— Paul von Beneckendorff und Hindenburg
Was gestern absurd schien, wird heute allgemein geglaubt und ist morgen banal
— Daniel Spitzer
Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und fröhlich sein über all das Gute, das er dir gegeben hat.
Kann man ein Heiliger sein ohne Gott? Das ist das einzige konkrete Problem, das ich heute kenne.
— Albert Camus
Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.
— John Locke
Schöne heilige Gedanken denken, Heiligenleben schildern, das alles wiegt es nicht auf, einer Frage, einer Bitte liebevoll Antwort zu geben.
— Theresia von Lisieux
Christus hat durch erstes Kommen uns des Teufels Reich genommen. Kommt er jetzt nicht bald hernieder, kriegt der Teufel alles wieder.
— Friedrich von Logau
Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein möge, wird sich vor der Lächerlichkeit immer durch 'gute Werke' retten.
— Henry de Montherlant
Den Nächsten lieben heißt Gott in seinem Bilde lieben.
— Nikolaus von Kues
Glauben können ist die größte Kraft.
— Nikolaus von Kues
Trost wohnt im Himmel, und wir sind auf Erde wo nichts als Kreuz, als Sorg' und Kummer lebt
— William Shakespeare
Wer sich des Brotes freuen will, muss guten Teig sich kneten, wer sich des Gartens freuen will, der muss das Unkraut jäten. Wer sich des Lebens freuen will, muss arbeiten und beten.
— Robert Reinick
Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.
— Heinrich Friedrich Karl vom Stein
Der Glaube ist das Wissen, dass es Meer geben muss, wenn man einen Bach sieht.
Der Mund betet nicht, sondern ist nur des betenden Herzens Dolmetscher.
— Julius Wilhelm Zincgref
Die Hoffnung ist die Blüte des Wunsches, der Glaube die Frucht der Gewissheit.
— Honoré de Balzac
Fanatismus ist das Paradies für eine Sekte.
— John Keats
Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein; ob aus Langmut er sich säumet, bringt mit Schärf' er alles ein.
— Friedrich von Logau
Gutes von sich selber aus tun, das heißt Religion.
— Martin Opitz
Es ist nur eine wahre Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.
— Immanuel Kant