
Was Gott will erhalten, das kann nicht erhitzen noch erkalten.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort formuliert eine Grundüberzeugung der Volksfrömmigkeit: Was Gott bewahren will, ist gegen alle äußeren Einflüsse gefeit – weder Hitze noch Kälte, weder Sturm noch Verfall kann es treffen. Das ist kein magisches Denken, sondern eine Aussage über Vertrauen: In der Überzeugung, dass das Wertvolle unter Gottes Schutz steht, liegt eine tiefe Gelassenheit gegenüber dem Unkontrollierbaren. Das Sprichwort war in der bäuerlichen Gesellschaft ein Ausdruck des Gottvertrauens, das Menschen half, mit Unsicherheit und Verlust umzugehen.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie religiöse Texte über Gottvertrauen, Schutz und das Verhältnis von menschlichem Tun und göttlicher Fürsorge. Auch geeignet als Trostwort in persönlichen Botschaften oder Reden über Beständigkeit und das Vertrauen in eine höhere Ordnung. Für volkskundliche Sammlungen oder religiöse Texte über Gottvertrauen bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die Gelassenheit gegenüber dem Unkontrollierbaren im Schutz göttlicher Fürsorge.
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