
Bete und arbeite.
Bedeutung
Dieses kurze, vielzitierte Sprichwort entstammt der lateinischen Regel 'Ora et labora' des Benediktinischen Mönchtums und hat eine lange Geschichte in der deutschen Volksüberlieferung: Bete und arbeite – die zwei Grundpflichten des Menschen sind nicht gegensätzlich, sondern ergänzend. Wer nur betet, versäumt das Tun; wer nur arbeitet, vergisst das Vertrauen in Größeres. Das Sprichwort fordert eine Balance zwischen aktivem Handeln und spiritueller Haltung, die in der bäuerlichen Gesellschaft als selbstverständliche Lebensregel galt.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen, religiöse Texte über Arbeit und Gebet sowie für kulturhistorische Beiträge über die Benediktinerregel und ihre Wirkung auf die europäische Volkskultur. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Fleiß, Gottvertrauen und ausgeglichene Lebensführung. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über die Benediktinerregel und ihre Wirkung bietet dieser Spruch einen einprägsamen Beitrag über das Gleichgewicht von Tun und Gottvertrauen im deutschen Volksglauben.
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