
Wer sich des Brotes freuen will, muss guten Teig sich kneten, wer sich des Gartens freuen will, der muss das Unkraut jäten. Wer sich des Lebens freuen will, muss arbeiten und beten.
Bedeutung
Robert Reinick verbindet in diesem Vers drei Lebensbereiche durch eine gemeinsame Logik: Wer Freude ernten will, muss zuerst arbeiten. Beim Brot ist es Kneten, beim Garten Jäten, beim Leben Arbeiten und Beten. Der Parallelismus ist bewusst gewählt: Reinick zeigt, dass das Prinzip in Küche, Garten und Leben gleichermaßen gilt. Das Beten am Ende ist nicht fromme Zugabe, sondern Teil des Lebenskonzepts – es verweist auf die Verbindung von eigenem Tun und Vertrauen in etwas Größeres. Der Vers gehört zur populären Moraldichtung des 19. Jahrhunderts, die Fleiß und Gottvertrauen als untrennbares Paar sah.
Verwendung
Passend als Poesiealbum-Vers oder Leitgedanke für Texte über Fleiß, Verantwortung und Lebensführung. Auch geeignet als religiöser oder philosophischer Beitrag über die Verbindung von Arbeit, Glaube und Lebensfreude. Auch geeignet als Zitat in volkskundlichen Sammlungen oder Bildungsmaterialien über Leistungsethik und Gottvertrauen im 19. Jahrhundert sowie für persönliche Widmungen an fleißige Menschen. Für Heimatpublikationen bietet er einen anschaulichen Beitrag.
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Über Robert Reinick
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1804 - 1852
Robert Reinick (1805–1852) war Maler der Düsseldorfer Schule und schrieb Gedichte, die oft vertont wurden.
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Er bewegte sich zwischen bildender Kunst und Literatur und gehörte zum Kreis um die Düsseldorfer Romantiker. Viele seiner Verse wurden durch Komponisten wie Schumann, Mendelssohn oder Brahms in das Liedrepertoire aufgenommen. Reinicks Werk lebt von heiterem Ton, Naturbild und volkstümlicher Eingängigkeit.
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