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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 15

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Wissen um unser Wissen ist Philosophie; Ergebenheit und Voraussetzung, wo wir zu wissen aufhören, Religion.

    Rahel Varnhagen von Ense

  2. Allmächtiger Vater, gib uns die Gnade, so zu beten, dass wir Gehör verdienen.

    Jane Austen

  3. Wem die Natur versagt, Genius oder Künstler zu sein, der kann und soll danach streben, zu den Heiligen zu gehören

    Malwida von Meysenbug

  4. Wo die Erde wankt und Menschenwerk und Glück zusammenstürzt, da baut der Glaube auf den Trümmern weiter, und keine äußere Macht erschüttert seinen Grund!

    Wilhelmine von Hillern

  5. Kirchen gibt es hier genug. Aber fromme Augen sehe ich so wenig.

    Paula Modersohn-Becker

  6. Die äußerliche und unberechtigte Herrschaft der Kirche muss gebrochen werden, bevor die innerliche und berechtigte Herrschaft der Religion beginnen kann

    Manfred Kyber

  7. Die Wissenschaft leitet uns Schritt für Schritt durch das ganze Ausmaß der Schöpfung, bis wir schließlich doch zu Gott gelangen.

    Margarete von Valois

  8. Ein Stern, den Gott entzündet, ist jedes Menschen Herz.

    Friedrich Julius Hammer

  9. Hätte man Verstand, brauchte man keine Gottheit; so aber macht man dich, Schicksal, zur himmlischen Göttin.

    Juvenal

  10. Glaube an Gott und verehre ihn, aber forsche ihm nicht nach; denn dadurch erreichst du weiter nichts.

    Philemon

  11. Religion ist die philosophische Poesie der Welt. Bei ihrer Gestaltung waren die poetischen und philosophischen Kräfte des Menschen zugleich tätig. Sie zu missachten ist darum immer eine Rohheit.

    August Pauly

  12. Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.

    Friedrich Lienhard

  13. Wir selber, wir Menschen – das Göttliche in uns – müssen an unserem eigenen Teil vollbringen das schwere Werk der Verklärung und Vergeistigung dieser Erbmasse. Niemand befreit uns davon. Gott ist in …

    Friedrich Lienhard

  14. Wir dürfen die Verbindung mit dem Ewigen nicht verlieren, in dessen Odem doch zuletzt unser Tiefstes lebt.

    Friedrich Lienhard

  15. Wenn wir das Leben lieben, sollten wir den Tod nicht fürchten, denn er kommt aus derselben Hand.

    Michelangelo

  16. Fortschritt, Fortschritt ist das Gesetz der Natur; nach Gott sollte es dein ewiger Leitstern sein

    Booker T. Washington

  17. Wer das irdische Leben nicht erst nimmt, nimmt Gott nicht ernst.

    Hildegard Waach

  18. Wenn man doch immer bedenken wollte, dass die Religion mehr Sache des Gewissens als des Wissens ist!

    Friedrich Polack

  19. Die Wissenschaft will nur glauben, was sie weiß, die Kirche nur wissen, was sie glaubt.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  20. Die Kirche sagt: Die Erde ist eine Scheibe. Ich aber weiß, dass sie rund ist, da ich ihren Schatten auf dem Mond gesehen habe; und ich habe mehr Vertrauen in einen Schatten, als in die Kirche.

    Ferdinand Magellan

  21. Aus der Theologie wird man zur Philosophie, aus der Philosophie zur Religion geführt.

    Walter Calé

  22. Die Welt ist Gottes lebendiges Abbild

    Tommaso Campanella

  23. Die Ehe ist so heilig, dass es kaum ein Volk gibt, bei dem sich nicht um ihretwillen die bürgerliche Gemeinde zugleich zur kirchlichen gestaltete, die den höheren Segen für sie herbeiruft.

    Friedrich Christoph Dahlmann

  24. Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.

    Daniel Defoe

  25. Noch hat keiner Gott erflogen, der vor Gottes Teufeln flüchtet.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  26. Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.

    Emily Elizabeth Dickinson

  27. Natürlich - ich habe gebetet - und hat Gott das gekümmert?

    Emily Elizabeth Dickinson

  28. Man sagt, dass Gott überall ist, aber immer denken wir an ihn als an ein etwas Entferntes.

    Emily Elizabeth Dickinson