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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 13

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

    John Henry Newman

  2. Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.

    Katharina von Siena

  3. Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?

    Denis Diderot

  4. In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.

    Johannes Kepler

  5. Hunde glauben sie sind Menschen und Katzen glauben sie sind Gott.

  6. Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.

    Heinrich von Treitschke

  7. Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.

    Thomas von Aquin

  8. Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.

    Jean de La Fontaine

  9. Geduld ist des Glaubens Goldstein.

    Ulrich Zwingli

  10. Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.

    Ulrich Zwingli

  11. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  12. Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

    Erasmus von Rotterdam

  13. Es gibt Geheimnisse in der Politik wie in der Religion. Wer sie erklären will, fällt in Abgründe.

    Francois René de Chateaubriand

  14. Wenn du allein bist so denke, dass Gott und dein Gewissen bei dir sind.

  15. Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.

  16. Mit vollem Bauch ist gut Fastenpredigt halten.

  17. Was können wir von einer Religion erwarten, die das Leid der Tiere ausklammert?

    Richard Wagner

  18. Der Weg des Menschen zu Gott heisst in seiner steilsten Strecke - Einsamkeit

    Carl Hilty

  19. Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.

    Gilbert Keith Chesterton

  20. Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.

    Friedrich Georg Jünger

  21. Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen

    Pierre Bayle

  22. Es gehört viel zur Haushaltung, aber noch mehr zur Frömmigkeit

  23. Fromme Leute sitzen weit auseinander

  24. Fromme Leute müssen täglich Lehrgeld zahlen

  25. Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran

  26. Die meisten Menschen treiben die Religion, wie man ein Handwerk treibt; sie ist aber durchaus eine freie Kunst.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  27. Sollte nicht der Mensch seine Ideen von Gott ebenso zweckmäßig weben können, wie die Spinne ihr Netz zum Fliegenfang?

    Georg Christoph Lichtenberg

  28. Ein jeder Aberglaube versetzt uns ins Heidentum.

    Justus Freiherr von Liebig

  29. Wer die ungeheure Bedeutung der Religion unterschätzt, arbeitet trotz aller Aufklärung nur dem Aberglauben in die Hände, und mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung aller Leidenscha …

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  30. Der wahre Zweck von Religion soll sein, die Grundsätze der Sittlichkeit tief in die Seele einzudrücken.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  31. Es geschieht nur zu oft, dass die Frömmigkeit durch äußere Formen erstickt und das göttliche Licht von den Meinungen der Menschen verdunkelt wird.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  32. Du bist für den Himmel unterwegs. Je mehr du ausgibst, desto mehr wirst du einnehmen.

    Hugo Ball

  33. Der, der glaubt, hat keine Eile.

    Jens Peter Jacobsen

  34. Der Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher?

    Jens Peter Jacobsen

  35. Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  36. In dem Glauben an das ideale ist alle Macht wie alle Ohnmacht der Demokratie begründet.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  37. Um Wunder zu erleben, muss man an sie glauben

    Carl Ludwig

  38. Es gefällt dem Herrn, in der Nacht zu kommen. Darum fürchte die Nacht nicht.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  39. Jedesmal, wenn man ein eifriges Gebet an den Herrn richtet, gewinnt man Güter, die kostbarer sind als die ganze Welt.

    Johannes Bonaventura

  40. Das Brot ernährt dich nicht. Was uns im Brote speist, ist Gottes ew'ges Wort, ist Leben und ist Geist.

    Angelus Silesius

  41. Gottes Unermeßlichkeit und Allgegenwart heiligen jeden Hügel, auf dem ein friedsames und von bösen Leidenschaften freies Herz ihm sein stilles Opfer bringt.

    Johann Georg Zimmermann

  42. Ein sehr unwissendes Volk wird sich gerade wegen seiner Unwissenheit zu einer Religion voller Wunder neigen.

    Henry Thomas Buckle

  43. Wenn eine Zeit zuviel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, dass eine andere zuwenig glaubt.

    Henry Thomas Buckle

  44. Wenn so oft an Gott man dächte, als man an die Steuer denkt, wär uns, glaub ich, längst zu rechte Fried und Ruh von Gott geschenkt

    Friedrich von Logau

  45. Das Gebet hat keinen Stil, keine gegebene, feste Form; es soll frei aus der Seele herausgehen, wie Schmerz und Klage, wie Liebe und Leidenschaft.

    Bogumil Goltz

  46. Die Liebe ist der Quell der Begeisterung, der Jugend, der Heldentaten, der Religionen.

    Bogumil Goltz

  47. Ich glaube nicht an Gott: Ich sehe ihn.

    Jean-Henri Fabre

  48. Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt die Kraft zum Tragen.

    John Henry Newman

  49. Wenn du an Gott glaubst, wird er die Hälfte deines Werkes tun. Die zweite Hälfte.

    Curtis Cyrus

  50. Der gütige Gott, der uns führt, wie es ihm gefällt, hat die Dinge von langer Hand machtvoll und behutsam vorbereitet.

    Charles de Foucauld

  51. Die Schwachheit der menschlichen Möglichkeiten ist die Quelle der Kraft. Jesus ist der Meister des Unmöglichen!

    Charles de Foucauld

  52. Gott baut aus dem Nichts auf

    Charles de Foucauld

  53. In manchen Situationen bedeutet Glaube: gehorchen, ohne zu verstehen

    Charles de Foucauld

  54. Man kann den Menschen unendlich viel Gutes tun ohne Worte, ohne Predigt, ohne Aufsehen.

    Charles de Foucauld

  55. Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.

    Johannes Chrysostomos

  56. Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.

    Basilius von Caesarea

  57. In seiner Güte schuf Gott das Nützliche, in seiner Weisheit das Schöne, in seiner Macht das Große.

    Basilius von Caesarea

  58. Mensch: Das Wesen, das den Auftrag hat, Gott zu werden.

    Basilius von Caesarea

  59. Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  60. Lies nicht, um zu widersprechen oder zu glauben, sondern um zu prüfen und zu erwägen!

    Thomas Babington Macaulay