Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 13
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.
— John Henry Newman
Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.
— Katharina von Siena
Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?
— Denis Diderot
In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.
— Johannes Kepler
Hunde glauben sie sind Menschen und Katzen glauben sie sind Gott.
Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.
— Heinrich von Treitschke
Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.
— Thomas von Aquin
Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.
— Jean de La Fontaine
Geduld ist des Glaubens Goldstein.
— Ulrich Zwingli
Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.
— Ulrich Zwingli
Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.
— Erasmus von Rotterdam
Es gibt Geheimnisse in der Politik wie in der Religion. Wer sie erklären will, fällt in Abgründe.
— Francois René de Chateaubriand
Wenn du allein bist so denke, dass Gott und dein Gewissen bei dir sind.
Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.
Mit vollem Bauch ist gut Fastenpredigt halten.
Was können wir von einer Religion erwarten, die das Leid der Tiere ausklammert?
— Richard Wagner
Der Weg des Menschen zu Gott heisst in seiner steilsten Strecke - Einsamkeit
— Carl Hilty
Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.
— Gilbert Keith Chesterton
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
— Friedrich Georg Jünger
Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen
— Pierre Bayle
Es gehört viel zur Haushaltung, aber noch mehr zur Frömmigkeit
Fromme Leute sitzen weit auseinander
Fromme Leute müssen täglich Lehrgeld zahlen
Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran
Die meisten Menschen treiben die Religion, wie man ein Handwerk treibt; sie ist aber durchaus eine freie Kunst.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Sollte nicht der Mensch seine Ideen von Gott ebenso zweckmäßig weben können, wie die Spinne ihr Netz zum Fliegenfang?
— Georg Christoph Lichtenberg
Ein jeder Aberglaube versetzt uns ins Heidentum.
— Justus Freiherr von Liebig
Wer die ungeheure Bedeutung der Religion unterschätzt, arbeitet trotz aller Aufklärung nur dem Aberglauben in die Hände, und mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung aller Leidenscha …
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Der wahre Zweck von Religion soll sein, die Grundsätze der Sittlichkeit tief in die Seele einzudrücken.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Es geschieht nur zu oft, dass die Frömmigkeit durch äußere Formen erstickt und das göttliche Licht von den Meinungen der Menschen verdunkelt wird.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Du bist für den Himmel unterwegs. Je mehr du ausgibst, desto mehr wirst du einnehmen.
— Hugo Ball
Der, der glaubt, hat keine Eile.
— Jens Peter Jacobsen
Der Glaube an einen lenkenden, strafenden Gott ist die letzte große Illusion der Menschheit, und was, wenn auch diese verloren ist? Dann ist sie klüger geworden - aber reicher, glücklicher?
— Jens Peter Jacobsen
Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen
— Johann Heinrich Pestalozzi
In dem Glauben an das ideale ist alle Macht wie alle Ohnmacht der Demokratie begründet.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Um Wunder zu erleben, muss man an sie glauben
— Carl Ludwig
Es gefällt dem Herrn, in der Nacht zu kommen. Darum fürchte die Nacht nicht.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Jedesmal, wenn man ein eifriges Gebet an den Herrn richtet, gewinnt man Güter, die kostbarer sind als die ganze Welt.
— Johannes Bonaventura
Das Brot ernährt dich nicht. Was uns im Brote speist, ist Gottes ew'ges Wort, ist Leben und ist Geist.
— Angelus Silesius
Gottes Unermeßlichkeit und Allgegenwart heiligen jeden Hügel, auf dem ein friedsames und von bösen Leidenschaften freies Herz ihm sein stilles Opfer bringt.
— Johann Georg Zimmermann
Ein sehr unwissendes Volk wird sich gerade wegen seiner Unwissenheit zu einer Religion voller Wunder neigen.
— Henry Thomas Buckle
Wenn eine Zeit zuviel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, dass eine andere zuwenig glaubt.
— Henry Thomas Buckle
Wenn so oft an Gott man dächte, als man an die Steuer denkt, wär uns, glaub ich, längst zu rechte Fried und Ruh von Gott geschenkt
— Friedrich von Logau
Das Gebet hat keinen Stil, keine gegebene, feste Form; es soll frei aus der Seele herausgehen, wie Schmerz und Klage, wie Liebe und Leidenschaft.
— Bogumil Goltz
Die Liebe ist der Quell der Begeisterung, der Jugend, der Heldentaten, der Religionen.
— Bogumil Goltz
Ich glaube nicht an Gott: Ich sehe ihn.
— Jean-Henri Fabre
Gott nimmt uns die Last des Lebens nicht ab, aber er gibt die Kraft zum Tragen.
— John Henry Newman
Wenn du an Gott glaubst, wird er die Hälfte deines Werkes tun. Die zweite Hälfte.
— Curtis Cyrus
Der gütige Gott, der uns führt, wie es ihm gefällt, hat die Dinge von langer Hand machtvoll und behutsam vorbereitet.
— Charles de Foucauld
Die Schwachheit der menschlichen Möglichkeiten ist die Quelle der Kraft. Jesus ist der Meister des Unmöglichen!
— Charles de Foucauld
Gott baut aus dem Nichts auf
— Charles de Foucauld
In manchen Situationen bedeutet Glaube: gehorchen, ohne zu verstehen
— Charles de Foucauld
Man kann den Menschen unendlich viel Gutes tun ohne Worte, ohne Predigt, ohne Aufsehen.
— Charles de Foucauld
Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.
— Johannes Chrysostomos
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
— Basilius von Caesarea
In seiner Güte schuf Gott das Nützliche, in seiner Weisheit das Schöne, in seiner Macht das Große.
— Basilius von Caesarea
Mensch: Das Wesen, das den Auftrag hat, Gott zu werden.
— Basilius von Caesarea
Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.
— Nikolaus B. Enkelmann
Lies nicht, um zu widersprechen oder zu glauben, sondern um zu prüfen und zu erwägen!
— Thomas Babington Macaulay