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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 14

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Was Gott ist, wird in Ewigkeit kein Mensch ergründen, doch will er treu sich allezeit mit uns verbünden.

    Conrad Ferdinand Meyer

  2. Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.

    Jacob Christoph Burckhardt

  3. Eine Lüge, die wir im guten Glauben in uns hineinbauen, zur Selbsttäuschung, versperrt uns den wertvollen Lebensraum.

    Prentice Mulford

  4. Glaube ist das Samenkorn aller Wunder! Aber aus diesem Samen kann Böses wie Gutes sprießen.

    Prentice Mulford

  5. Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht.

    Denis Diderot

  6. Wer an einen Glauben glaubt, der lässt andere für sich glauben.

    Friedrich Georg Jünger

  7. Die Hölle ist nicht so heiß, wie sie der Pfaffe macht.

  8. Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

    Oswald Spengler

  9. Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.

    Germaine Madame de Stael

  10. Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.

    Claude-Adrien Helvetius

  11. Was aber wird Gott mit denjenigen machen, die nichts von seinem Sohn gehört haben? Wird er Taube bestrafen, weil sie nichts hören konnten?

    Denis Diderot

  12. Atheismus ist Selbstmord der Seele.

    Jean Antoine Petit-Senn

  13. Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch

    August Julius Langbehn

  14. Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken

    Katherine Mansfield

  15. Wer sich als besserer Mensch vom Gebet erhebt, dessen Gebet ist erhört.

    George Meredith

  16. Die Menschenseele ist ein Bild, mit welchem Gott sich selbst betrachtet.

    Hermann Stehr

  17. Die Religion kann eine Leidenschaft werden wie jede andere, und zwar eine Leidenschaft, mit der man nicht spielen darf.

    Alexandre Vinet

  18. Gott lieben heißt, das Geheimnis zu leben gefunden zu haben.

    Alexandre Vinet

  19. Religiöser Fanatismus schwächt zwar den Geist, verhärtet aber das Herz.

    Otto Weiss

  20. Wir werden alle von Gott gebraucht und manchesmal auch verbraucht.

    Ferdinand Ebner

  21. Beten heißt seine ganze Existenz auf Gott konzentrieren

    Ferdinand Ebner

  22. Gott wird als Du oder Ich erlebt, je nachdem, wo das Bewusstseinszentrum ruht; doch wer ihn als Ich erlebt, erlebt ihn tiefer

    Graf Hermann Keyserling

  23. Ist die Religion auch nur eine naive illusorische Weltanschauung, so ist sie doch eine Weltanschauung, durch die alle Dinge in einem höheren Zusammenhang betrachtet werden.

    Helene von Druskowitz

  24. Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.

    Bernhard Freidank

  25. Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.

    Bernhard Freidank

  26. Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.

    Christian Dietrich Grabbe

  27. Nie war ich überzeugter als heute, dass nur die Freiheit und die Religion in einer gemeinsamen Bemühung die Menschen aus dem Sumpf herausziehen können, in den die Demokratie sie stößt, sobald eine die …

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  28. Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  29. Der unbedingte Unglaube im Punkte der Religion widerspricht dem natürlichen Gefühl des Menschen und versetzt seine Seele in einen trostlosen Zustand.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  30. Nicht nur: "er hat vollendet" sollte man einem Dahingeschiedenen nachrufen, sondern hinzufügen: "und ist vollendet!"

    Theodor Toeche-Mittler

  31. Wer an die Unsterblichkeit glaubt, muss auch an das Näherliegende, an die Fortentwicklung der Menschheit hienieden zum Guten glauben.

    Theodor Toeche-Mittler

  32. Kein Gebet bleibt ohne Antwort.

    Heinrich Lhotzky

  33. Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.

    Heinrich Lhotzky

  34. Gott verlangt ja von keinem Menschen, dass er Unbewiesenes glaubt. Aber die göttlichen Beweise sind keine Denkergebnisse, sondern Geschichte und Wirklichkeit des Erlebens.

    Heinrich Lhotzky

  35. Je unabhängiger wir von den Menschen werden, desto abhängiger werden wir von Gott.

    Paul Olaf Bodding

  36. Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.

    Paul Olaf Bodding

  37. Der Mensch wird schöpferisch in Verbindung mit Gott.

    Paul Olaf Bodding

  38. Weil Gott unser Vater ist, missfällt ihm nichts so sehr wie der Mangel an Vertrauen.

    Joseph Benedikt Marzellin Champagnat

  39. Gottes Arbeit auf Gottes Art getan, wird es niemals an Gottes Unterstützung mangeln.

    James Hudson Taylor

  40. Gott ist handelnde Liebe.

    James Hudson Taylor

  41. Gott gibt den Heiligen Geist nicht denen, die danach schreien, sondern denen, die ihm gehorchen.

    James Hudson Taylor

  42. Das zu lernen, was Gott uns durch die Not lehren will, ist wichtiger, als aus ihr herauszukommen.

    James Hudson Taylor

  43. Gott ist bereit, uns alles zu geben, was wir nötig haben, wenn wir es nötig haben.

    James Hudson Taylor

  44. Die Widersprüchlichkeit von Christen, die einerseits bekennen, der Bibel zu glauben, andererseits jedoch leben, als gäbe es dieses Buch nicht, war eines der stärksten Argumente meiner ungläubigen Mitm …

    James Hudson Taylor

  45. Missionsdienst ist der edelste Dienst, dem Sterbliche sich widmen können. Engel würden sich freuen, wenn es ihnen gestattet wäre, an solch herrlichem Werke teilzuhaben.

    James Hudson Taylor

  46. Wir mögen versagen, wir versagen ja tatsächlich fortwährend, aber Gott versagt nie

    James Hudson Taylor

  47. Wenn wir dem Herrn gehorchen, liegt die Verantwortung auf ihm, nicht auf uns. - Man ist immer gesichert, wenn man im Gehorsam gegen Gott handelt, welche Gefahren auch scheinbar damit verbunden sein mö …

    James Hudson Taylor

  48. Keine Zeit passt wie der frühe Morgen zum Verkehr mit dem Herrn. Man muss in der Frühe die Harfe für die Musik des Tages stimmen.

    James Hudson Taylor

  49. Ist unser Pfad dunkel - Er ist unsere Sonne. Sind wir in Gefahr - Er ist unser Schild. Vertrauen wir ihm, so werden wir nicht zuschanden. Versagt unser Glaube - Er versagt nie; glauben w …

    James Hudson Taylor

  50. Auf jedes Wort, das Gott je gesprochen oder durch den Heiligen Geist hat schreiben lassen, dürfen wir bauen.

    James Hudson Taylor

  51. Man erfährt den Herrn in besonderer Weise, wenn man viel allein ist.

    James Hudson Taylor

  52. Schweres Leiden bedeutet tiefere Segnung. Unsere Arbeit wird durch Prüfung nicht behindert, sondern vertieft und erweitert.

    James Hudson Taylor

  53. Nur am Fuße des Kreuzes sehen wir uns selbst, die Welt und Gott im rechten Licht.

    James Hudson Taylor

  54. Der Glaube der meisten Menschen ist Befangenheit ohne Klarheit.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  55. Die Wahrheit ist oft zu einfach, um Glauben zu finden.

    Fanny Lewald

  56. Einen Glauben kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  57. Der falsche Gott verwandelt das Leiden in Gewaltsamkeit. Der wahre Gott verwandelt die Gewaltsamkeit in Leiden

    Simone Weil

  58. Wir Menschen sind ein Scherz Gottes

    Simone Weil

  59. Gott schreibt seine Gesetze nicht an den Himmel, sondern in das Menschenherz, und all unser Streben nach Vervollkommnung ist im Grunde nur ein Bemühen, jene Schriftzüge in unserm zu entziffern. Aber w …

    Wilhelmine von Hillern

  60. Wer irgendeine Art von Religion zur Stütze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muss ihrer Natur nach in sich selbst bestehen

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode