Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 8
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes.
— Friedrich von Schiller
Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.
— Kurt Tucholsky
Jedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.
— Rabindranath Tagore
Am besten überzeugt man andere mit den Ohren, indem man ihnen zuhört.
Im Glück nicht stolz sein und im Leid nicht zagen, das Unvermeidliche mit Würde tragen. Das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen, das Leben lieben und den Tod nicht scheuen, und fest an Gott und b …
— Karl Streckfuß
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich
Das Gebet ist das tröstliche Zuhören Gottes
Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben nicht genommen, es wird nur neu gestaltet.
Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.
Je frommer der Christ, je größer Kreuz.
Christen haben keine Nachbarn.
Was nicht nimmt Christus, das nimmt Fiskus.
Jeder Mensch glaubt, er sei der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es auszusprechen.
— Jean Paul
Der Mensch ist vergänglich, wenn wir den einen Teil seines Wesens betrachten, nämlich seinen Leib, er ist unvergänglich in seinem anderen Wesensteil, der Seele.
— Dante Alighieri
So mächtig du auch bist, es gibt immer noch einen Mächtigeren.
Der Wissende weiß, daß er glauben muß.
— Friedrich Dürrenmatt
Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben, weil alles Göttliche ihr absurd scheint.
— Martin Luther
Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen.
— Gilbert Keith Chesterton
Religion ist das letzte Ziel, wohin alle unsere Gedanken und Handlungen gehen müssen.
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Die Gabe zu beten ist nicht immer in unserer Gewalt. Dem Himmel ist beten wollen auch beten.
— Gotthold Ephraim Lessing
Bist mit dem Glauben du gesegnet an Menschen, gib ihn nicht verloren, wenn unter einer Herde Toren dir auch einmal ein Schuft begegnet!
— Heinrich Leuthold
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.
— Karl Marx
Ihr werden die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein bis an's Ende der Erde.
Herr, lasse uns niemals glauben, wir könnten alleine bestehen und bedüften deiner nicht.
— John Donne
Wer seinen Glauben mit Gründen verteidigt, kann mit Gründen widerlegt werden.
— Rupert Johann Hammerling
Des Lebens Quelle mög Dir munter fliessen damit Du viele Jahre noch glücklich kannst geniessen
Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.
— Alfred Friedrich Delp
Die Tür des Arztes soll niemals verschlossen, die des Geistlichen immer offen sein.
— Victor-Marie Hugo
Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott.
— Karl Kraus
In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht; ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede; in mir …
Gott ist weder gut noch vollkommen; wenn ich Gott gut nenne, so sage ich etwas ebenso Verkehrtes, als wenn ich das Weiße schwarz nennen würde.
— Eckhart von Hochheim
Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit gesehen hat, dem besorgt er laufend neue
— Carl Ludwig Schleich
Das Wort Gottes ist frei; es will nicht Fesseln dulden durch Vorschriften des Menschen.
— Martin Luther
Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.
— Claude-Adrien Helvetius
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
— Antoine de Saint-Exupéry
Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. …
— Isaac Newton
Ein glückseliges Leben ist der Genuss der Gegenwart; das ewige Leben ist die Hoffnung der Zukunft.
— Ambrosius
Unternimm nie etwas, wozu du nicht das Herz hast, dir den Segen des Himmels zu erbitten.
— Georg Christoph Lichtenberg
Wo das Leid ist, da kommen leicht auch die Liebe und der Glaube.
— Peter Rosegger
Was vergangen, sei vergeben, wer da glaubt und hofft, wird leben. Was faul ist, das muß fallen. Gruß von Gott den Mutigen allen.
Die Bibel gebietet uns, unsere Nächsten zu lieben und auch unsere Feinde zu lieben, wahrscheinlich deshalb, weil es in der Regel dieselben Leute sind.
— Gilbert Keith Chesterton
Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.
— Sigmund Freud
Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der erste
— Mahatma Gandhi
Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge silbern sind. Da schimmert mancher Stern so lind, als ob der fromme Hirten brächte zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube best …
— Rainer Maria Rilke
Herr, hier bin ich. Du hast mich gerufen.
An dem ist Chrisom und Tauf verloren.
Glaubst du, es gäb' ein Sandkorn in der Welt, das nicht gebunden an die ew'ge Kette von Wirksamkeit, von Einfluss und Erfolg?
— Franz Grillparzer
Wofür ein Mensch auch beten mag - er betet um Wunder
— Iwan Turgenjew
Selbstvertrauen ist Vertrauen auf Gott: er wird mich doch nicht stecken lassen.
— Bettina von Arnim
Ich kann nirgendwo die Liebe Gottes besser ablesen als im Kreuz... Da eröffnet er die Quelle, die mich freimacht von aller Schuld. Da ist eine Tür in den Himmel.
— Wilhelm Busch
Die Hilfe Gottes, muss ich vermuten, liegt für uns heute ein wenig im weiten; denn nach diesem Leben hilft er den Guten, in diesem Leben den Gescheiten.
— Franz Grillparzer
Wer dem Altar dient, soll auch vom Altar leben.
Kümmern wir uns um das Heute - Gott wird sich um das Morgen kümmern.
— Gorch Fock
Fromm sein ist zu allen Dingen gut
Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt
Ein Ding freundlich auslegen ist eines frommen Gemüts
Bei frommen Leuten verliert man nichts
Zwei Lebensstützen brechen nie, Gebet und Arbeit heißen sie
Gott hat für alles seine Zeit.
— Maria Ward
Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.