Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 12
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Es kommt oft anders als man denkt
Kaum zu glauben aber war, vergangen sind nun 20 Jahr. Im Juni `84 war einiges los, Martina Navratilova im Tennis ganz groß. Die französischen Fußballer wurden Europameister und die DDR-Flüchtling …
Ich glaube an den Fortschritt. Ich glaube, die Menschheit ist zur Glückseligkeit bestimmt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände...
Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.
Das goldene Tor steht offen, die liebe Stimme spricht, da weilt mein süßes Hoffen, da wohnt das ew'ge Licht.
— Max von Schenkendorf
Ist auch oft der Teufel los, nie verlier den Mut; wenn du an dich selber glaubst, dann wird alles gut.
Die Hoffnung ist eine Anleihe auf das Glück.
— Joseph Joubert
Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.
Hat mir's Gott beschert, so nimmt mir's St. Peter nicht.
Wem Gott wohl will, dem will St. Peter nicht übel.
Wenn Gott will, so grünt ein Besenstiel.
Es geschieht doch, was Gott will.
Alles steht in Gottes Hand.
Gott hat mehr, denn er je gab.
Niemand steigt in Gottes Kanzlei.
Gott rechnet anders als der Mensch.
Gott kommt langsam, aber wohl.
Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.
Gottes Mühle steht oft lange still.
Gott läßt sich nicht auf den Arm malen.
Woran man einmal herzhaft glaubt, dem macht man sich auch so oder anders dienstbar
— Adolph Kolping
Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.
— Adolph Kolping
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
— Samuel Butler
Ob der Mensch seine Pläne zustande bringt, der Himmel fügt es.
Wenn drei Leute einen Tiger gesehen haben wollen, glauben es bald alle.
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn und hör auf seine Stimme.
Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen
— Peter Altenberg
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann
— Joseph Joubert
Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern
— Ludwig Anzengruber
Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.
— Abraham a Sancta Clara
Das Christentum ist eine Idee, und als solche unzerstörbar und unsterblich, wie jede Idee.
— Christian Johann Heinrich Heine
Du entgehst nicht dem Verhängnis! Diesen Glauben hast du, merke, nicht dass er dich in Bedrängnis mutlos mache, sondern stärke.
— Friedrich Rückert
Im kleinsten der Schöpfung zeigt sich des Schöpfers Macht und Huld am größten.
— Johann Gottfried Herder
Der Mensch ist das Wesen, welches die oberste Stufe der sichtbaren Schöpfung einnimmt und das sich sogar für das Ebenbild Gottes ausgibt - worüber Gott sich jedoch nicht sehr geschmeichelt fühlen dürf …
— Johann Nepomuk Nestroy
Gott hat nur einen Gedanken, einen Willen, eine Meinung, ein Ziel: dass wir alle zu ihm kommen.
— Hermann von Bezzel
Die Bibel ist ein Brief, den mein Gott mir hat schreiben lassen, wonach ich mich ausrichten soll und wonach mein Gott mich richten wird.
— Johann Albrecht Bengel
Wider Zweifel und ärgerliche Gedanken ist das Lob Gottes ein bewährtes Mittel. Finsternis kann nicht anders als durch Licht überwunden werden.
— Johann Albrecht Bengel
Die Theologie nimmt in der Religion etwa denselben Platz ein wie die Gifte unter den Nahrungsmitteln.
— Napoleon
Es gibt zwei Leute, die ich zufrieden stellen muß. Gott und Garfield. Mit Garfield muss ich hier leben, mit Gott im Jenseits.
— James A. Garfield
Der Pastor baut den Acker Gottes und der Arzt den Gottesacker.
— Georg Christoph Lichtenberg
Willst du den Himmel gewiss haben, so tauge etwas für die Erde.
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
— Joseph Joubert
Du willst mit nüchternem Verstand das Göttliche beweisen? Das heißt, nach einem Fabelland auf Eisenbahnen reisen.
— Otto von Leixner
Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür, die Wissenschaft bringt dich nur langsam für
— Angelus Silesius
Begierig glaubt die Liebe, was sie wünscht.
— Jean Racine
Traget Holz und lasset Gott kochen.
— Joseph von Radowitz
Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.
— Karl Julius Weber
Die Predigten sind Kehrbesen, die den Unrat von acht Tagen aus den Herzen der Zuhörer herausfegen.
— Jean Paul
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
— Gotthold Ephraim Lessing
Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die religiösen sind's weniger, als sie meinen.
— Franz Grillparzer
Nimm das Gebet aus der Welt, und es ist, als hättest du das Band der Menschheit mit Gott zerrissen, die Zunge des Kindes gegenüber dem Vater stumm gemacht.
— Gustav Theodor Fechner
Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.
— Paul Gauguin
Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt; eher nicht.
— Christian Friedrich Hebbel
Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?
— Georg Christoph Lichtenberg
Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.
— Johann Gottfried Seume
Aberglaube ist die Form der Ehrfurcht, die selbst den Zufall als eine Anordnung höherer Mächte anerkennt.
— Carl Ludwig Schleich
Darin liegt der Adel und die Schönheit des Glaubens: dass wir das Herz haben, etwas zu wagen.
— John Henry Newman