
Beten ist kein Katzengeschrei.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort stellt das Beten in unerwartete Nähe zur Katze – und stellt damit klar: Beten ist kein störendes Geräusch, kein leeres Miauen, sondern etwas Sinnvolles und Würdiges. Das Katzengeschrei steht für das Nutzlose, Lästige, Unverständliche. Der Spruch verteidigt das Gebet gegen Spott oder Gleichgültigkeit: Wer betet, verrichtet keine leere Pflicht, sondern eine bedeutsame Handlung. Das Sprichwort gehört zur populären Volksfrömmigkeit, die religiöse Praxis gegen die Skepsis der rationalistischen Zeit verteidigte.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie kulturhistorische Texte über Volksfrömmigkeit und religiöse Praxis im deutschen Sprachraum. Auch geeignet als Zitat in Beiträgen über Gebet, Spiritualität und den kulturellen Wert religiöser Traditionen in der ländlichen Gesellschaft. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über Volksfrömmigkeit bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die Verteidigung des Gebets gegen Skepsis und Gleichgültigkeit.
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