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Sprüche über Bildung

536 Sprüche — Seite 4

  1. Eine auserlesene Büchersammlung ist der vortrefflichste Hausrat.

    Francesco Petrarca

  2. Dem Gelehrten ist der Stolz verzeihlich, dem Weisen jedoch unmöglich

    Heinrich Martin

  3. Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes

    Karl Julius Weber

  4. Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.

    Theodor W. Adorno

  5. Geist ist die Würze der Konversation, nicht die Speise.

    William Hazlitt

  6. Die Kunst des Lesens ist die Fähigkeit, Seiten zu überblättern, auf denen man nichts versäumt.

    William Butler Yeats

  7. Durch geistige Kraft können wir den beherrschen, der uns an körperlicher überragt.

    Antiphon

  8. Eine Sprache mit Geschick handhaben heißt, eine Art Beschwörungszauber treiben.

    Charles Baudelaire

  9. Man sollte auch gute, ja ausgezeichnete Bücher verbieten, bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden

    Albert Camus

  10. Der Geist des engstirnigen Menschen ist wie die Pupille des Auges. Je mehr Licht man darauf fallen lässt, um so mehr zieht er sich zusammen.

    Oliver Wendell Holmes

  11. Wenn ein Buch weder dem Geist zu nützlichen Betrachtungen, noch dem Herzen zu guten Entschließungen Gelegenheit gibt, ist es ein unnützes Buch.

    Gotthold Ephraim Lessing

  12. Das Unheil, welches die schlechten Bücher anrichten, kann nur durch die guten wieder ausgeglichen werden.

    Germaine Madame de Stael

  13. Wissensdurst ist die flüssige Form von Bildungshunger.

    Ambrose Bierce

  14. Triebe der Narr seine Dummheiten auf die Spitze, würde er weise werden

    William Blake

  15. Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken, durch der Jahrhunderte Strom trägt ihn das redende Blatt.

    Friedrich von Schiller

  16. Es gibt Dinge, die sind unbekannt und es gibt Dinge, die sind bekannt, dazwischen gibt es Türen

    William Blake

  17. Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dasselbe, wie von jedem Staatsbürger makellosen Lebenswandel und Bildung zu verlangen.

    Alexander Puschkin

  18. Gar mancher kommt trotz vielem Lesen mit dem Verständnis in die Brüche. Wohl hat er die Sprüche der Weisheit gelesen, doch nicht verstanden die Weisheit der Sprüche.

    Friedrich von Bodenstedt

  19. Ein Narr sieht nicht denselben Baum, den ein Weiser sieht

    William Blake

  20. Es ist gut, wenn das Herz naiv ist, aber nicht der Kopf.

    Anatole France

  21. Bücher haben, genau wie Menschen, ihren Erfolg oft ihrem Titel zu verdanken.

    Peter Sirius

  22. Wer in dem Elend dieses Lebens keine Philosophie besitzt, gleicht einem Mann, der bloßen Kopfes in einem Platzregen spazierengeht.

    Claude Tillier

  23. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Weltgeschichte.

    Victor-Marie Hugo

  24. Die auserwählten Leser haben immer geistige Tendenzen, die denen ihrer Zeit entgegengesetzt sind.

    Honoré de Balzac

  25. Gebildete und erfahrene Männer sind stets die nachsichtigsten und duldsamsten, während unwissende und engherzige Personen nachtragen und keine Rücksicht kennen.

    Samuel Smiles

  26. Kleinlichkeit ist das Zeichen unserer Tage. Nicht auf den Geist, nicht auf das Innere, Große, Ideale wird geschaut, sondern auf den Buchstaben, auf Wissensanhäufung.

    Friedrich Lienhard

  27. Unsere Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen; wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen

    Johann Wolfgang von Goethe

  28. Aus den Stellen, die jemand in Büchern anstreicht, kann man auf sein Bedürfnis oder auf sein Steckenpferd schließen.

    Ernst von Feuchtersleben

  29. Unser Wissen ist nicht vorhanden, wenn es nicht benutzt wird.

    Igor Strawinski

  30. Halbes Studium ist gefährlicher als die rohe Unbefangenheit des Talents

    Otto Ludwig

  31. Eine falsche Allgemeinbildung und damit die Verflachung der Bildung haben dazu geführt, dass jeder jedes zu können glaubt

    Kurt Tucholsky

  32. Ein Weltmann weiß seine Bildung zu verbergen

    François de la Rochefoucauld

  33. Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.

    Kazimierz Bartoszewicz

  34. Es ist zweierlei, Verstand empfangen haben, und den Verstand, den man empfangen hat, auch anzuwenden gelernt haben.

    Dorothea Christiane Erxleben

  35. Durch Wissen kommt der Mensch zur Menschlichkeit.

    Hafis

  36. Obwohl den meisten Menschen die Vernunft bis zu einem bestimmten Grade zugänglich ist und sie z. B. zu zählen vermögen, wenden sie sie doch im alltäglichen Leben nur sehr wenig an.

    Thomas Hobbes

  37. Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr.

    Karl Friedr. Hieronymus Freiherr v. Münchhausen

  38. Wenn man einen plattdeutschen Bauern französisch lehrt und er macht deutsch daraus, so ist es englisch.

    August Pauly

  39. Ein sicheres Zeichen von einem guten Buch ist, wenn es einem immer besser gefällt, je älter man wird.

    Georg Christoph Lichtenberg

  40. Keine Leser verstehen weniger Ernst als die, die keinen Spass verstehen.

    Jean Paul

  41. Der große Feind der Wissenschaft ist nicht der Irrtum, sondern die Faulheit.

    Henry Thomas Buckle

  42. Wenn die Meister aufhören zu lehren, werden die Schüler endlich lernen können.

    Charles-Louis de Montesquieu

  43. Es gibt Bücher, durch die man alles erfährt, und doch zuletzt von der Sache nichts begreift.

    Johann Wolfgang von Goethe

  44. Lesen ist die Schwierigkeit, ein Land fremder Phantasie mit eigenen Gedanken zu bevölkern.

    Kurt Tucholsky

  45. Die Bücher der Alten sind für die Autoren, die neuen für die Leser geschrieben.

    Charles-Louis de Montesquieu

  46. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  47. Schulbildung überlädt in den meisten Menschen so sehr den Acker mit Schutt, dass keine Gedanken mehr darauf wachsen können.

    August Pauly

  48. Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.

    Thomas Babington Macaulay

  49. So manches papierene Denkmal hat mehr Bestand als ein Denkmal aus Erz.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  50. Die Dauer aller Bücher wird weder durch freundschaftliche, noch feindliche Bemühungen bestimmt, sondern durch ihr eigenes spezifisches Gewicht oder durch den inneren Wert ihres Inhaltes für den unwand …

    Ralph Waldo Emerson

  51. Die Lektüre der "großen Werke" oder der angeblich großen Werke führt zu dem Glauben, man könne weiterkommen als sie. Die Lektüre der anderen, man könne ohne sie auskommen.

    Henry de Montherlant

  52. Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

    Wilhelm Raabe

  53. Der Geist ist kein Behälter den man füllt, sondern ein Feuer, das man nährt.

    Plutarch

  54. Die Lust zur Lektüre bedeutet einen Austausch von langweiligen Stunden, wie man sie so oft im Leben hat, gegen köstliche Stunden.

    Charles-Louis de Montesquieu

  55. Dein Schöpfer hat dir den besten Schatz gegeben, einen lebendigen Schatz, deinen Verstand!

    Hildegard von Bingen

  56. Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache.

    Thomas Henry Huxley

  57. Der Verkehr mit den großen Geistern der Vergangenheit durch ihre Bücher ist einer der edelsten Genüsse. Wir leben mit ihnen wie mit Freunden, wir bewundern und lieben sie, als wenn sie leibhaftig un …

    Gustav Freytag

  58. Um mit Nutzen zu lesen, muss man seine Aufmerksamkeit bis zu dem Grade anspannen, dass man die Gedanken wie etwas mit leiblichen Augen Angeschautes vor sich sieht.

    Joseph Joubert

  59. Es ist unmöglich, sehr gebildet zu werden, wenn man nur liest, was gefällt.

    Joseph Joubert

  60. Wenn euch eine Lektüre das Herz erhebt, wenn sie euch zu edlen, tapfernen Empfindungen erfreut, dann braucht ihr kein weiteres Kriterium: das Werk ist gut

    Jean de la Bruyère