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Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre …

Spruchbild: Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dass …

Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dasselbe, wie von jedem Staatsbürger makellosen Lebenswandel und Bildung zu verlangen.

Bedeutung

Alexander Puschkin, der russische Nationaldichter, formuliert in diesem Satz eine Warnung vor überzogenen Ansprüchen an die Literatur: Von allen Werken Schönheit oder moralische Botschaft zu verlangen, wäre so sinnlos wie die Forderung an einen Aprikosengarten, nur Aprikosen zu tragen. Das ist ein Plädoyer für Vielfalt und Freiheit in der Literatur: Nicht jedes Werk muss schön sein, nicht jedes eine Moral transportieren. Puschkin, der selbst stilistisch vielfältig schrieb und sich keiner einseitigen Poetik unterwarf, beschreibt damit eine liberale Ästhetik.

Verwendung

Passend als Puschkin-Zitat in Texten über Ästhetik, Literaturkritik und die Freiheit der Dichtung von moralischen Anforderungen sowie für Beiträge über Literaturgeschichte, Kunstfreiheit und das Verhältnis von Schönheit und Moral in der Literatur. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Vielfalt literarischer Ausdrucksformen.

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Über Alexander Puschkin

Über den Autor

Dichter · Russisch · 1799 - 1837

Alexander Puschkin (1799–1837) schrieb „Eugen Onegin“ und gilt als Begründer der modernen russischen Literatursprache.

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Sein Werk vereint Lyrik, Versepos, Prosa, Drama und historische Stoffe in einer Form, die russische Literatur nachhaltig neu ordnete. Wegen seiner politischen Unabhängigkeit und satirischen Schärfe geriet er wiederholt in Konflikt mit dem Zarenstaat. Ein Duell beendete sein Leben früh und trug stark zu seiner mythischen Stellung bei.

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