
Wenn ein Buch weder dem Geist zu nützlichen Betrachtungen, noch dem Herzen zu guten Entschließungen Gelegenheit gibt, ist es ein unnützes Buch.
Bedeutung
Gotthold Ephraim Lessing, der Aufklärer und Dramatiker, formuliert in diesem Satz eine funktionale Kritik an schlechten Büchern: Ein Buch, das weder zum Denken noch zum Handeln anregt, ist nutzlos. Das ist eine aufklärerische Ästhetik: Literatur muss nützen – sie soll den Geist schärfen und das Herz zu guten Entschlüssen bewegen. Lessing, der selbst Literatur als moralische und gesellschaftliche Institution verstand, beschreibt damit eine utilitaristische Poetik: Bücher ohne geistigen oder moralischen Nutzen verdienen keinen Platz im Leben des gebildeten Menschen.
Verwendung
Passend als Lessing-Zitat in Texten über Literaturkritik, Leseverhalten und den Anspruch an gute Bücher sowie für Beiträge über Aufklärung, Ästhetik und die moralische Funktion der Literatur. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Maßstab, nach dem Bücher bewertet werden sollten.
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Über Gotthold Ephraim Lessing
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1729 - 1781
Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war Dichter der Aufklärung, dessen Dramen und theoretische Schriften dem Toleranzgedanken verpflichtet sind.
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Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er gilt als erster deutscher Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen auf Theaterbühnen aufgeführt wird. Mit seinen Dramen und Schriften beeinflusste er die Entwicklung des deutschsprachigen Theaters und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig.

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