gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Sprache

419 Sprüche — Seite 3

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Der Grammatik müssen sich selbst Könige beugen.

    Jean-Baptiste Molière

  2. Meistens ist in sechs bis acht Wörtern völlig abgemacht. Und in ebenso viel´ Sätzen Lässt sich Bandwurmweisheit schwätzen.

    Christian Morgenstern

  3. Wenn ein Mund spricht, pass auf, was die Augen dazu sagen.

    Otto Weiss

  4. Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.

    Karl Marx

  5. Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.

    Jean Paul

  6. In der Tat bestehen die meisten Irrtümer nur darin, dass wir die Worte nicht richtig auf die Dinge anwenden

    Baruch de Spinoza

  7. Im Gespräch muss man die Gedanken des Partners unterstützen, ihnen Raum und Luft schaffen. Man sollte sie nicht ersticken, bevor man ihnen widerspricht.

    Friedrich Georg Jünger

  8. Selig der Mann, der nichts zu sagen hat und davon absieht, diese Tatsache durch Worte zu beweisen.

    George Eliot

  9. An der Rede erkenne ich Toren, den Esel an den Ohren

    Bernhard Freidank

  10. Die Menschen zu Freiheit zu bringen, das heißt, sie zum Miteinanderreden zu bringen.

    Karl Theodor Jaspers

  11. Die Tatsache, daß die Menschen mit zwei Augen und zwei Ohren, aber nur mit einem Mund geboren werden, läßt darauf schließen, daß sie zweimal soviel sehen und hören als reden sollten.

    Marie Marquise de Sévigné

  12. Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  13. Wenn der Papagei auch gut spricht, bleibt er doch ein Vogel.

  14. Die Sprache des Herzens braucht keinen Dolmetscher.

    Rainer Karius

  15. Eine Sprache mit Geschick handhaben heißt, eine Art Beschwörungszauber treiben.

    Charles Baudelaire

  16. Sprechen Männer in so scharfem Ton mit ihren Frauen, dass man sich mit ihren Worten rasieren könnte, ist anzuraten, das Gespräch mit After-Shave-Atmosphäre ein wenig zu glätten, bevor sich die Fra …

    Christa Schyboll

  17. Hat aber ein offenes Wort seine Wirkung, so ist es gleichgültig, wie es gesprochen wurde.

    Alfred de Musset

  18. Die Stimme der Natur lässt sich nicht überschreien

    Christoph Martin Wieland

  19. Wenn du zum Wort nicht ohne Not, nicht ohne Hunger greifst zum Brot, bringt dir dein Reden nicht Verdruss, nie Unbehagen dein Genuss.

    Friedrich Rückert

  20. Autoren sollten stehend an einem Pult schreiben. Dann würden ihnen ganz von selbst kurze Sätze einfallen.

    Ernest Miller Hemingway

  21. Niemand, der an der Spitze der Geschäfte steht, wünscht immer deutlich zu sein.

    Thomas Babington Macaulay

  22. Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht.

    Elbert Green Hubbard

  23. Ich höre mich gern reden - es ist so unterhaltend, sich zuzuhören.

    Klabund

  24. Sprich zu den Menschen über sie selbst, und sie werden dir stundenlang zuhören.

    Benjamin Disraeli

  25. Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.

    Hugo von Hofmannsthal

  26. Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  27. Ich bin so froh', dass ich keine Rede nicht halten brauch!, sondern das Maul.

    Ludwig Thoma

  28. Feingedrechselte Worte und ein wohlgefälliges Gebaren sind selten Zeichen wahrer Menschlichkeit.

    Konfuzius

  29. Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet

  30. Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.

    Ralph Waldo Emerson

  31. Gebrauche nie ein hartes Wort, wo ein glimpfliches seine Dienste tut.

    Johann Peter Hebel

  32. Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht

    Albert Schweitzer

  33. Die Empfindungen sind die Vokale, die Gedanken die Konsonanten der Sprache des Inneren

    Franz Grillparzer

  34. Die Verständigen erwägen alle ihre Angelegenheiten in ihrem Herzen, aber sie reden nicht viel!

  35. Die Liebe im Menschen spricht das rechte Wort aus. Das rechte Wort entzündet im Menschen die Liebe.

    Ferdinand Ebner

  36. Das Geistige eines Kunstwerks besteht nicht darin, über was es spricht, sondern zu wem es spricht.

    Moritz Heimann

  37. Schlechte Zeugen sind den Menschen Augen und Ohren, wenn die Seele deren Sprache nicht versteht.

    Heraklit von Ephesos

  38. Verwendet nie ein neues Wort, sofern es nicht drei Eigenschaften besitzt: Es muß notwendig, verständlich und wohlklingend sein

    Voltaire

  39. Ein ausgesprochenes Nein wird akzeptiert und nicht übelgenommen. Ein verschwiegenes, durch spätere Nichthandlung erkennbares dagegen sehr.

    Else Pannek

  40. Die schönsten Formulierungen sind üblicherweise auch die einfachsten.

    Adam Smith

  41. Wer zu schweigen weiß, weiß gegebenenfalls auch zu reden.

    Niccolò Tommaseo

  42. Friseurgespräche sind der unwiderlegliche Beweis dafür, dass die Köpfe der Haare wegen da sind.

    Karl Kraus

  43. Unermeßlichen Einfluß auf die ganze menschliche Entwicklung eines Volks hat die Beschaffenheit seiner Sprache.

    Johann Gottlieb Fichte

  44. Alles Sprechen und Schreiben heißt Würfeln um den Gedanken. Wie oft fällt nur ein Auge, wenn alle sechs fallen sollten.

    Christian Friedrich Hebbel

  45. Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten die kurzen.

    Willy Brandt

  46. Wenn man einen plattdeutschen Bauern französisch lehrt und er macht deutsch daraus, so ist es englisch.

    August Pauly

  47. Beredsamkeit ist die Kunst, die Dinge so auszudrücken, dass die, zu denen wir sprechen, mit Vergnügen zuhören.

    Blaise Pascal

  48. Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

    Alexandre Talleyrand

  49. Küsse sind der Liebe Sprache.

    Georg Keil

  50. Auch wenn du allein bist, solltest du nichts Böses tun oder sagen. Lerne, dich mehr vor dir selbst als vor anderen zu schämen!

    Demokrit

  51. Erst im Auslande lernt man den Reiz des Heimatdialektes geniessen.

    Gustav Freytag

  52. Bemühe dich nicht um viele schöne Worte, wenn du mit einer kleinen Geste mehr sagen kannst.

  53. Es ist schön mit jemandem schweigen zu können

    Kurt Tucholsky

  54. Man könnte ebenso gut Feuer im Schnee entzünden, wie den Versuch machen, das Feuer der Liebe mit Worten zu löschen.

    William Shakespeare

  55. Jedes Wort, das wir nicht zuerst in Gedanken kleiden, wird zu einem Stein auf unserem Weg.

    Rudolf Steiner

  56. Was fängt man mit den zu Tode geredeten Worten an? Es bleibt wohl nur eines: Immer einfacher zu sprechen, denn die Einfachheit widersteht der Zerstörung

    Romano Guardini

  57. Eine Frau kann vielleicht wunschlos glücklich sein, aber niemals sprachlos glücklich.

    Gottlieb Moritz Saphir

  58. Zwei Dinge sind schädlich für jeden, der die Stufen des Glücks will ersteigen; Schweigen, wenn Zeit ist zu reden, und Reden, wenn Zeit ist zu schweigen.

    Friedrich von Bodelschwingh

  59. Ein Kind lernt schneller zu reden, als ruhig zu sein.

  60. In einem guten Wort ist für drei Winter Wärme. Ein böses Wort verletzt wie sechs Monate Frost.