
Unermeßlichen Einfluß auf die ganze menschliche Entwicklung eines Volks hat die Beschaffenheit seiner Sprache.
Bedeutung
Johann Gottlieb Fichte, der deutsche Idealist, formuliert in diesem Zitat eine sprachphilosophische Überzeugung: Die Art der Sprache eines Volkes beeinflusst seine gesamte geistige und kulturelle Entwicklung in einem Maße, das kaum zu überschätzen ist. Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern der Rahmen, in dem gedacht wird. Wer eine Sprache denkt, denkt anders als jemand, der eine andere Sprache denkt. Fichte, der in seiner Rede an die deutsche Nation die Bedeutung der deutschen Sprache betonte, sah in der Sprachbeschaffenheit eine der tiefsten Grundlagen nationaler Identität und Geistigkeit.
Verwendung
Passend als Fichte-Zitat in Texten über Sprache, Kultur und die Wechselwirkung zwischen sprachlicher Struktur und geistiger Entwicklung sowie für Beiträge über Sprachphilosophie, Nationalismus und Bildung. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die prägende Kraft der Muttersprache und ihre Bedeutung für das kollektive Denken.
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Über Johann Gottlieb Fichte
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1762 - 1814
Johann Gottlieb Fichte (1762–1814) war ein deutscher Philosoph und Erzieher, der den Deutschen Idealismus maßgeblich mitprägte. Seine „Wissenschaftslehre" fragte nach dem tätigen Ich, nach Freiheit und nach den Bedingungen moralischen Handelns. Zugleich wirkte Fichte öffentlich, etwa durch Vorlesungen und politische Reden, in denen Bildung und nationale Selbstbehauptung eine wichtige Rolle spielten.
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Johann Gottlieb Fichte (1762–1814) entwickelte nach Kant eine Philosophie, die das aktive, sich selbst bestimmende Ich in den Mittelpunkt stellte. Mit der „Wissenschaftslehre" wollte er die Grundlagen von Wissen, Freiheit und Pflicht systematisch klären. Zugleich wirkte Fichte öffentlich, etwa durch Vorlesungen und politische Reden, in denen Bildung und nationale Selbstbehauptung eine wichtige Rolle spielten. Seine Sprache kann streng und kämpferisch sein, seine Gedanken zielen aber immer auf die Frage, wie der Mensch Freiheit praktisch verantwortet. Deshalb bleiben seine Zitate besonders dort relevant, wo Selbstbestimmung und moralische Forderung zusammenkommen.

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Des Menschen grausamster Feind ist der Mensch.
— Johann Gottlieb Fichte
Wir lehren nicht bloss durch Worte: wir lehren auch weit eindringlicher durch unser Beispiel.
— Johann Gottlieb Fichte
Wir müssen ernst werden in allen Dingen und nicht fortfahren, bloß leichtsinnig und zum Scherze da zu sein
— Johann Gottlieb Fichte
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, was Grund dazu hat.
— Mark Twain
Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
— Albert Einstein
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