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Sprüche über Sprache

419 Sprüche — Seite 5

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.

    Mark Twain

  2. Wer nichts sagt, erstickt daran. Wer durchgehend redet, erschlägt damit andere.

    Else Pannek

  3. Lüge nie, du kannst ja doch nicht alles behalten, was du gesagt hast.

    Konrad Adenauer

  4. Es gibt Männer, welche die Beredsamkeit weiblicher Zungen übertreffen, aber kein Mann besitzt die Beredsamkeit weiblicher Augen

    Demokrit

  5. An bösen Worten, die man ungesagt herunterschluckt, hat sich noch niemand den Magen verdorben.

    Winston Churchill

  6. Ein Philosoph ist, unter anderem, auch ein Mann, der nie um Argumente verlegen ist.

    Ludwig Marcuse

  7. Denken ist ein beständig auf seine Widerspruchslosigkeit geprüftes stilles Sprechen.

    Robert Reinick

  8. Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, dass jedermann gern zuhört

    Blaise Pascal

  9. Worte sind die einzigen Dinge, die nie vergehen.

    William Hazlitt

  10. Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, um zu widersprechen

    Karel Capek

  12. In Worten steckt wirklich eine große Kraft - wenn man nicht zu viele aneinanderkettet.

    Joseph Billings

  13. Die bedrückende Atmosphäre durch laut erhobene Stimmen im Raum wird spontan gebremst, wenn jemand plötzlich flüstert

    Christa Schyboll

  14. Das wahrste Wort der Menschen-Sprache heißt: Vielleicht.

    Voltaire

  15. Kein Bild, kein Wort kann das Eigenste und Innerste des Herzens aussprechen wie die Musik. Ihre Innigkeit ist unvergleichlich, sie ist unersetzlich!

    Friedrich Vischer

  16. Eheleute, die sich lieben, sagen sich tausend Dinge, ohne zu sprechen.

  17. Wenn das unbedachte Wort einmal heraus ist, können es selbst vier Pferde nicht wieder holen.

  18. Das harte Wort schmerzt immer, sei's noch so gerecht.

    Sophokles

  19. Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

    Joseph Joubert

  20. Über eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie über ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt.

    Honoré de Balzac

  21. Die Menschen hassen nie so sehr den, der Böses tut, noch das Böse selbst, wie den, der es beim Namen nennt.

    Giacomo Leopardi

  22. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen.

  23. Manche Leute verstehen unter Beredsamkeit ein Höchstmaß an Worten und ein Mindestmaß an Gedanken.

    Winston Churchill

  24. Wenn dir ein Wort auf der Zunge brennt ... lass es brennen.

  25. Man sagt nichts Wesentlich über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  26. Das beste Tischgespräch ist das Schweigen schwelgender Gäste

  27. Das Reden tut dem Menschen gut; wenn man es nämlich selber tut ...

    Wilhelm Busch

  28. Jeder Mensch glaubt, er sei der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es auszusprechen.

    Jean Paul

  29. Muttersprache, Mutterlaut! Wie so wonnesam, so traut

    Max von Schenkendorf

  30. Das wertvollste aller Talente besteht darin, niemals zwei Wörter zu benutzen, wenn eines ausreicht

    Thomas Jefferson

  31. Ich bin nicht sehr krank, ich kann noch darüber reden.

    William Shakespeare

  32. Die Augen reden mächtiger als die Lippen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  33. Ein Wortspiel ist ein glühendes Lockeneisen in der Hand der Narrheit, womit sie die Gedanken krümmt.

    E.T.A. Hoffmann

  34. Die seit Kriegsende bei uns in alle Bereiche des Lebens eingedrungene Flut von Amerikanismen muss endlich wieder zurückgedrängt werden.

    Gustav Walter Heinemann

  35. Deine Worte sind meine Nahrung, dein Atem mein Wein. Du bedeutest mir alles.

    Sarah Bernhardt

  36. Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist

    Marie Curie

  37. Es gibt im Seelenleben des Menschen feine, liebliche Dinge, die so zart sind, dass sie zerstört werden, wenn man sie mit Worten berührt.

    August Pauly

  38. Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede: die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.

    Richard Wagner

  39. Man muß ehrlich und bescheiden sein, aber laut und deutlich sagen, dass man es ist.

    Jules Renard

  40. Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken

    Samuel Johnson

  41. Das Schweigen kann nichts verbergen, aber Worte können das.

    August Strindberg

  42. Ein guter Redner muss etwas vom Dichter haben, darf es also mit der Wahrheit nicht ganz mathematisch genau nehmen.

    Otto von Bismarck

  43. Gilt es zu hören, sei der Erste! Sei der Letzte, wenn es zu reden gilt.

  44. Ohne Mundarten wird der Sprachleib ein Sprachleichnam.

    Friedrich Ludwig Jahn

  45. Hektik und Lärm lassen die innere Stimme nicht zu Wort kommen.

    Else Pannek

  46. Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.

    Filippo Pananti

  47. Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  48. Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen sonder Wort und sonder Laut, ein Hören sonder Ohren, ein Sehen sonder Augen.

    Eckhart von Hochheim

  49. Wer aber fein zu scherzen versteht, den nennen wir gewandt und schlagfertig.

    Aristoteles

  50. Vor allen der Politikus gönnt sich der Rede Vollgenuß; und wenn er von was sagt, so sei's, ist man auch sicher, dass er's weiß.

    Wilhelm Busch

  51. Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.

    Mark Twain

  52. Worte, die nahe liegen, aber in die Ferne weisen, sind gute Worte.

  53. Schenkt Worten keinen Glauben, wenn nicht Werke dahinter stehen.

    Maria Ward

  54. Ein gutes Gespräch ist ein Kompromiss zwischen Reden und Zuhören

    Friedrich Georg Jünger

  55. Man soll über die Liebe nicht sprechen sondern aus Liebe handeln, in Liebe leben.

  56. Alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird gesungen.

    Voltaire

  57. Wo das Wort von zu Hause bei mir ist, finde ich in der Fremde meinen Weg

    Dietrich Bonhoeffer

  58. Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest.

    Adolph Freiherr von Knigge

  59. Nichts ist häufiger, als dass am Ende eines Streits beide Gegner um die Wette Unsinn reden.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  60. Ein Streitgespräch mit einem Mann, der seinen Verstand aufgegeben hat, entspricht der Verabreichung von Medizin an die Toten

    Thomas Paine