gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Sprache

419 Sprüche — Seite 4

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiß weißt! Und wenn du es gewiß weißt, so frage dich: Warum erzähle ich es.

    Johann Kaspar Lavater

  2. Wenn man nicht miteinander spricht, wird man sich feind.

  3. Gott gab uns nur einen Mund, weil zwei Mäuler ungesund. Mit dem einen Maule schon schwatzt zuviel der Erdensohn.

    Christian Johann Heinrich Heine

  4. Man muss etwas zu sagen haben, wenn man reden will. Denn es muß von Herzen gehen, was auf Herzen wirken soll.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Schweigen ist eine der großen Künste der Konversation.

    William Hazlitt

  6. Wer zu den Köpfen redet, muss viele Sprachen verstehen, und man versteht nur eine gut. Wer mit dem Herzen spricht, ist allen verständlich.

    Ludwig Börne

  7. Es reden die am meisten, die am wenigsten zu sagen haben.

    Matthew Prior

  8. Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung.

    Theodor Fontane

  9. Man muss denken wie die wenigsten und reden wie die meisten.

    Arthur Schopenhauer

  10. Glaube und Wissen sind nicht streng zu trennen. Man glaubt an sein Wissen. Wissen ist sprachlich fixierter Glaube.

    Oswald Spengler

  11. Eine unklare Rede ist ein blinder Spiegel.

  12. Aus vielen Worten entspringt ebensoviel Gelegenheit zum Mißverständnis.

    William James

  13. Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.

    Rudyard Kipling

  14. Schweigen ist die zweckmäßigste Haltung für den, der sich seiner selbst nicht sicher ist.

    François de la Rochefoucauld

  15. Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Krieg.

    Jean Paul

  16. Wenige Wort im Munde und wenig Speisen im Magen, das sind zwei Dinge, die niemals schaden.

  17. Ehrgeiz und Lust sprechen oft dieselbe Sprache.

    Antoine de Rivarol

  18. Denke wie ein Weiser, aber sprich die Sprache Deiner Mitmenschen.

    William Butler Yeats

  19. In der Liebe versteht man einander nur, wenn man nichts zueinander sagt

  20. Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt.

    Honoré de Balzac

  21. Bedächtige Reden führen stets zum klügsten Ziel.

    Euripides

  22. Kleine Schritte sind mehr als große Sprüche.

    Willy Brandt

  23. Worte kann man nicht essen, sie sind Wind; und von Artigkeiten kann man nicht leben, sie sind höflicher Betrug,

    Baltasar Gracián y Morales

  24. Ein Intellektueller ist einer, der mehr Wörter benutzt, als er eigentlich braucht, um mehr zu sagen, als er eigentlich weiß

  25. Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.

    Sigmund Freud

  26. Wie viele Trugschlüsse und Irrtümer gehen auf Kosten der Wörter und ihrer unsicheren oder mißverstandenen Bedeutung.

    John Locke

  27. Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nü …

    Leonardo da Vinci

  28. Es ist ein großer Fehler, das Komplimente machen aufzugeben. Wenn der Mensch nichts Charmantes mehr sagt, hat er auch keine charmanten Gedanken mehr.

    Oscar Wilde

  29. Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

    Friedrich von Schiller

  30. Die Sprache ist ein Gewölke, an dem jede Phantasie ein anderes Gebilde erblickt

    Jean Paul

  31. Worte sind das schlechteste Mittel, Schönheiten, die das Auge genossen hat, lebhaft wieder erstehen zu lassen.

    Otto Julius Bierbaum

  32. Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.

    August von Platen

  33. Um zu sprechen, muß man denken, zumindest annäherungsweise.

    Voltaire

  34. Die Augen haben überall dieselbe Sprache

  35. Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot. Diese gibt´s aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  36. Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.

    Friedrich Ludwig Jahn

  37. Ich glaube an die Disziplin des Schweigens und könnte stundenlang darüber sprechen.

    George Bernard Shaw

  38. Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann, weil es keine Worte gibt, um sie zu sagen.

    Frederico Garcia Lorca

  39. Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben

    Sören Kierkegaard

  40. Ich höre jeden gern selbst über sich reden, weil ich dann immer Gutes höre.

    William Penn Adair Rogers

  41. Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist

    Joseph Conrad

  42. Wie sprechen die Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei

    Kurt Tucholsky

  43. Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!

    Oscar Wilde

  44. Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.

    Sophokles

  45. Ach, wenn du erfahren wolltest, wie ich dich liebe, so müsstest du mir eine neue Sprache schenken.

    Friedrich von Schiller

  46. Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

    Sigmund Freud

  47. Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

    Christian Johann Heinrich Heine

  48. Das zweite Wort macht den Streit.

  49. Musik sagt das Unsagbare.

    Bedrich Smetana

  50. Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Türe des Du klopfen

    Albert Camus

  51. Man kann die Menschen in zwei Kategorien einteilen: Die einen reden, um etwas zu sagen, die anderen sagen etwas, um zu reden.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  52. Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.

  53. Die Menschen gleichen sich in den Worten, aber an den Taten kann man sie unterscheiden

    Jean-Baptiste Molière

  54. Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen, und 50, um schweigen zu lernen.

    Ernest Miller Hemingway

  55. Des trefflichen Wortes trefflichste Würze lieget in Wahrheit, Klarheit und Kürze

  56. Das ist die glücklichste Unterhaltung, wo es keinen Wettstreit gibt und keine Eitelkeit, wohl aber den sanften Austausch der Gefühle.

    Samuel Johnson

  57. Ein böses Wort läuft bis ans Ende der Welt

    Wilhelm Busch

  58. Nur unterdrückte Worte sind gefährlich

    Ludwig Börne

  59. Das Augenfällige wird immer erst gesehen, nachdem es einer in schlichte Worte gefasst hat

    Khalil Gibran

  60. Ein Wort kann den Sinn wechseln, je nachdem, wer es ausspricht.

    Blaise Pascal